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Sind die denn noch ganz sauber

..... oder nur raffiniert genug ?
Publiziert am: 01.09.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Roland Grieshammer
Rolys Spochtbeschau



Im Februar 2009 berichteten wir über Michael Phelps, der als inzwischen achtzehnfacher Olympiasieger möglicherweise via Bongrauchen zu seinem übermenschlichen Lungenvolumen gekommen ist. Häufiger wurde er auch des Hormondopings verdächtigt, das Wachstumshormon HGH (Somatotropin) ist ja für Schwimmer besonders gut geeignet. Aber egal, ob man zu seinen Weltrekorden schwimmt oder mit dem Rad fährt – etwas „Doping“ gehört manchmal dazu.

Gerade Hanf als homöopathischer Tranquilizer soll vor allem bei den Basketballprofis der NBA keine Seltenheit sein, um nach den Spielen etwas runterzukommen. Bei den olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 war der öffentliche Konsum von Cannabis fast so normal wie in Amsterdam.

Aber wenn ein Sportler sich mit Tetrahydrocannabinol im Blut erwischen lässt, kommt es schon mal vor, dass dessen Karriere vorzeitig beendet wird – besonders im Juniorenbereich, wo ein Joint reicht und dann ist Schluss mit lustig. Da kennen die internationalen Sportverbände kein Erbarmen. Wenn aber im Fussball der alljährlich gekürte deutsche Meister direkt auf dem grünen Rasen seine Bierdusche über den Kopf gezogen bekommt, ist natürlich gute Laune bei allen Beteiligten angesagt. Man stelle sich vor, man würde die Siegesfeier mit ein paar Tütchen zelebrieren, um nach dem Rausch des Triumpfes in einen gechillten Rausch überzugehen. Aber wer zeigt da schon ein Aufbegehren?

Sportsmann Kimo erläuterte ja im letzten Monat in seinem Artikel „Helden mit Geheimnissen“, warum viele gedopte Sportler ihren Substanzgebrauch verheimlichen. Und wer die diesjährige Olympiade in London verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass da wieder einige Hilfsmittelchen angewendet wurden. Bereits zwei Tage vor der Eröffnung zog der Leichtathletik-Weltverband unter grossem Hurra der Funktionäre neun Sportler aus dem Verkehr. Sechs von ihnen wiesen Abweichungen im Blutpass auf, dreien wurden WM-Nachtests zum Verhängnis.

Nicht einmal zwölf Stunden nach dem Erlöschen der Flamme in London hatten die Sommerspiele ihren Doping-Skandal. Kugelstoß-Olympiasiegerin Nadeschda Ostaptschuk aus Weißrussland wurde nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) disqualifiziert und musste ihr Edelmetall zurückgeben, auch wenn sie ihre Medaille eigentlich behalten wollte. Sie hatte wohl etwas zu viel des anabolen Steroids Methenolon intus. Inzwischen wittert sie eine Verschwörung und will Einspruch einlegen.

Das IOC führte in London nach eigenen Angaben die Rekordzahl von etwa 5000 Dopingtests durch - 3800 Urin- und 1200 Bluttests. Weitere 1000 Proben müssen wohl noch ausgewertet werden. Ostaptschuk war die neunte Sportlerin, die erwischt wurde. Der amerikanische Judoka Nicholas Delpopolo wurde positiv auf ein „Cannabis-Abbauprodukt“ getestet und für die Spiele gesperrt.

Zuvor wurden bereits die russische Bahnradfahrerin Wiktoria Baranowa, die Turnerin Luisa Galiulina aus Usbekistan und der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku des Dopings überführt. Dass man die Tests mit einfachen Tricks umgehen und viele Mittel nicht nachweisbar sind, wussten und wissen wohl nur die raffinierten Athleten. „Das häufigste ist IGF-1, ein Wachstumshormon, das wird seit 15 Jahren nicht getestet und reihenweise verwendet“, meint Mario Thevis, Professor für Präventive Doping-Forschung an der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Scheinen sich also die 25 Millionen Euro, die das Testprogramm und das Analyselabor gekostet haben, wirklich gelohnt zu haben.
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