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Die Hanfberatung im Hanf Journal: Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht...
Publiziert am: 01.09.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kasha
Nicht zu weit aus dem Fenster lehnen...


Torsten (26) aus Wuppertal fragt:
„Hi Kascha,
ich habe mal eine Frage. Ich habe eine Pflanze in meiner Küche stehen, aber noch nicht so lange. Ich habe sie im Mai erst ausgesät, jetzt ist sie ungefähr 40 cm hoch und hat aufgehört zu wachsen. Sie scheint aber weiblich zu sein und bekommt jetzt kleine Blüten. Meinst Du, das wird was? Oder werden die Blüten auch sehr klein, wenn die Pflanze kleiner ist?“

Kascha antwortet:
„Hi Torsten,
sicherheitshalber möchte ich dich noch mal darauf aufmerksam machen, dass der Anbau von THC-haltigem Hanf in Deutschland verboten ist und du nach der Ernte eventuell eine „nicht geringe“ Menge Gras bei dir zuhause zu liegen hast. Die gute Nachricht ist allerdings: Das kann durchaus noch etwas werden. Die meisten Hanfsorten hören mit dem Wachsen auf und beginnen zu blühen, wenn sie weniger als 12 Stunden Licht am Tag bekommen. In einer Küche oder an einem schattigen Ort kann das auch schon mal im August der Fall sein, dann hatte sie eben nur vier anstatt von etwa sechs Monaten zum wachsen. Die Blüten wachsen dann eigentlich normal – nur eben nicht so viele, weil ja der Stängel nicht so lang ist. Das dauert auch noch mal einige Wochen und zu schattig sollten sie auch jetzt nicht stehen. Viele Indoor-Grower machen sich die Eigenschaft, dass die Pflanze beim Wachstum auf Licht reagiert, zunutze: Sie verkürzen die Beleuchtungszeiten irgendwann, um die Pflanze schnell in die Blüte zu schicken und früher ernten zu können. Mit einem Steckling, den sie vorzeitig in die Blüte schickten, überprüfen viele Grower auch frühzeitig, ob die Mutterpflanze und folglich weitere Stecklinge weiblich sind.“


Vivian (22) aus Leipzig möchte wissen:
„Hallo Kascha,
ich habe letztens gehört, dass THC gegen Krebs hilft und Krebszellen tötet. Stimmt das? Weil man so oft hört, dass der Rauch 90 mal so viele krebserregende Stoffe enthält wie Zigarettenrauch.“

Kascha antwortet:
„Hi Vivian,
tatsächlich haben Forscher herausgefunden, dass THC dabei hilft, Krebszellen abzutöten. Das berichtete das Hanf Journal bereits im Juni 2009, seither haben weitere Studien das bestätigt. Das heißt allerdings nicht einfach, dass man den Krebs wegkiffen kann: In den Experimenten wurde synthetisches THC direkt an den Krebszellen verabreicht. Diese THC-Konzentration muss man durch Kiffen erst mal erreichen, auch wenn es natürlich schön wäre,
Studien in den USA, wo überwiegend pur geraucht wird, haben ergeben, dass das Risiko regelmäßiger Cannabiskonsumenten, an Lungenkrebs zu erkranken, nicht höher ist, als das von Nichtrauchern. Das ist möglicherweise auf die Anti-Krebs-Wirkung zurückzuführen, entsprechende Untersuchungen gibt es aber meines Wissens noch nicht.
In der Krebstherapie kann Cannabis trotzdem sinnvoll sein. So steigert Kiffen bei vielen Chemotherapiepatienten das Wohlbefinden und regt den Appetit an – dadurch verlieren sie weniger Gewicht und überstehen die Therapie oft besser. Ob es nun besser ist, von Übelkeit oder von einem leichten High im Alltag beeinträchtigt zu werden, entscheidet die Politik leider bisher üblicherweise zugunsten der Übelkeit.
Außerdem ist zwischen dem direkten Nutzen gegen den Krebs, der erst jüngst entdeckt wurde und dessen praktischer Nutzen noch nicht erforscht ist, und dem indirekten Nutzen gegen Nebenwirkungen der Chemotherapie zu unterscheiden. Und es lässt sich schlussfolgern, dass es sicherer ist, Cannabis pur zu rauchen als mit Tabak vermischt: von Tabakrauch ist bisher nicht bekannt, dass er krebshemmende Stoffe enthält.“


Patrick (20) aus Osnabrück hat eine Frage:
„Hi Kascha,
ich habe mich auf einem Festival, glaube ich, etwas überkifft oder was Seltsames geraucht. Jedenfalls weiß ich noch, dass ich mit Leuten einen geraucht habe, es war auch ganz schön heiß und sonnig. Dann habe ich plötzlich ein seltsames Magenfeeling bekommen und mir ist schwindelig geworden und ich bin zu meinem Zelt gelaufen, habe aber nicht viel gesehen, alles dunkel und Sterne. Im Zelt hab ich dann erst mal vier Stunden geschlafen. Das war Haschisch in dem Joint und hat auch tierisch gequalmt, meinst du, da war irgendwas anderes drin?“

Kascha antwortet:
„Hi Patrick,
ob da etwas drin war, das kann ich nie ganz ausschließen ohne es selbst gesehen zu haben. Allerdings klingt das, was du erlebt hast, auch für mich ein bisschen nach überkifft. Du warst auf einem Festival und hast wahrscheinlich nicht viel gegessen gehabt und vielleicht sogar ein bisschen was getrunken. Dann war es heiß und sonnig – das ist auf nüchternen Magen oft eine Belastung für den Kreislauf. Viel geschlafen haben wirst du sicher auch nicht. All diese Bedingungen können dazu beitragen, dass ein starker Joint einen auch mal umhaut. Haschisch hat üblicherweise auch einen höheren THC-Gehalt als Gras, wenn das ein starker Joint gewesen ist, dann tut der auch seine Wirkung. Einige Hasch-Sorten machen auch ein starkes High, das einen etwas müde und sehr entspannt macht. Ein Schluck kalte Cola und ein paar gesalzene Erdnüsse hätten dich möglicherweise auch wieder auf die Beine gebracht, ein bisschen schlafen hat aber auch noch keinem geschadet. Das Zelt wird wohl ziemlich heiß gewesen sein, wenn du dich da rein gelegt hast, dann kann ich mir vorstellen, dass du eine Weile liegen geblieben bist.
Auch wenn Kiffen einen normalerweise, normal dosiert, nicht umhaut, sollte man auf nüchternen Magen immer vorsichtig sein. Es ist auch wichtig, immer genug zu trinken – unalkoholische Getränke selbstverständlich. Dass du Sterne gesehen hast, war wohl einfach dein Kreislauf, davon, dass du in der Sonne geraucht hast und dann wahrscheinlich in einem Anflug von Panik schnell aufgestanden bist.“

kascha@hanfjournal.de
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