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Den Tod in Kauf nehmen

Die Folgen falscher Drogenpolitik
Publiziert am: 04.09.12 - Medienformen: Medienform Text

Was erlauben Bayern? Drogenpolitik wie Flasche leer....


Vergangene Woche konnte man über die neue "Horror-Droge" Fentanyl lesen. Als Grundlage für das Rauschen im Blätterwald diente eine Pressemittelung der Polizei, in der die Ermittlungsbehörden in Form einer tendinziösen Pressemitteilung auf den zunehmden Missbrauch von Fentanyl in Bayern aufmerksam gemacht hatten:
"[...]Allein bei der Rosenheimer Kripo liegen Erkenntnisse vor, dass einzelne Drogenkonsumenten es schafften, sich in einem Monat auf Kosten der Solidargemeinschaft mehr als das 15-fache dessen verschreiben zu lassen, was zur Schmerztherapie ausreichend gewesen wäre. Was nicht für den Eigenkonsum benötigt wird, lässt sich in der Szene verkaufen und damit auch noch ein Profit erwirtschaften[...]."
Verschwiegen wird hierbei, dass in Bayern keine erwähneswerte Substitution für Konsumierende stattfindet und es so oft keine andere Möglichkeit gibt, an die überlebensnotwendigen Opiate zu gelangen. Das in Schmerzpflastern enthaltende Opiod Fentanyl wird von Usern als Opiatersatz genutzt.
Seit 2008 ist die Zahl der Todesfälle in Bayern, die mit Fentanyl in Zusammenhang gebracht werden, um mehr als das Achtfache auf 47 im Jahr 2011 angestiegen.

Andere Bundesländer hingegen haben kaum Probleme mit dem Abusus des Schmerzmittels, weil dort, anders als in Bayern, die Überlebenshilfe, also die Substitution, als tragende Säule der Drogenpolitik anerkannt ist.
Wer User und Ex-User kriminalisiert und die vom Bund beschlossenen Gestze zur Substitution seit Jahren ignoriert, sollte sich über die oft tödlichen Folgen nicht wundern.
Bayern besteht als einziges Bundesland auf einer Drei-Säulen Drogenpolitik, bestehend aus Prävention, Repression sowie Beratung und Hilfe, während die anderen Bundesländer die "Überlebenshilfe" im Form von Substitionsprogrammen als vierte Säule integriert haben und finanziell unterstützen.

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