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Lawrence L. Brooke

Ein Pionier entdeckt neue Pflaster
Publiziert am: 05.10.12 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Text, Übersetzung & Interview / M.Meyer
GHE - Ein Teil von Lawrence L. Brooke´s Erfolgen
Lawrence L. Brooke ist Vorsitzender und Besitzer der Patchtek Inc. , die Teil des Entwicklungsteams des medizinischen Cannabispflasters „Transdermal Cannabinoid Patchs“ ist. Zuvor hatte Lawrence General Hydroponics Inc. gegründet. General Hydroponics gilt als Pionier auf dem Hydroponik Markt in Nordamerika sowie in Europa und ist auf dem Düngermarkt weltweit durch zahlreiche Händler führend vertreten. Seit über 30 Jahren hat General Hydroponics hochqualitative und innovative Produkte entwickelt, die es ermöglichen biologische Grenzen zu überwinden und dazu in der Lage waren, Pflanzen im Weltall, der Antarktis, Wüsten und den stark begrenzten Räumlichkeiten urbaner Landschaften wachsen zu lassen. Unter den zahlreichen Projekten, die Lawrence L. Brooke unterstützt, ist auch die seit 2007 mit drei Emmys ausgezeichnete PBS Dokumentation „Natural Heroes“.

Bevor General Hydroponics gegründet wurde, war Lawrence Brooke technischer und wissenschaftlicher Koordinator am Berkley National Labor, wo er an vielen Projekten beteiligt war. Dazu zählten Forschungen an magnetischer Fusion, supraleitenden Magneten, Cryogenik für Partikelbeschleuniger sowie Solarenergie und geothermische Energie.

Derzeit kümmert sich Lawrence L. Brooke auch um eine Entwicklung auf dem medizinischen Sektor, die ehemaligen Rauchern bekannt vorkommen dürfte. Wirkstoffhaltige Pflaster, die im Gegensatz zu ihren bekannten Vorbildern nicht mit Nikotin, sondern mit heilenden Cannabinoiden gefüllt sind. Diese sollen dann auch nicht der Entwöhnung einer Sucht dienen, sondern zur Behandlung von Leiden genutzt werden.

Der Transdermal Cannabis Patch wird in der Lage sein, die Mengenabgabe und die Dauer der Zufuhr von Cannabinoiden individuell zu dosieren.
Tests mit vorangegangenen Prototypen des modernen Pflasters wurden bereits am menschlichen Organismus durchgeführt und ergaben, dass die Cannabinoide in relativ kurzer Zeit in den Blutstrom der Patienten gelangen.
Bei der Entwicklung des medizinischen Artikels hat man sich an derzeitigen, markttechnologischen Standards orientiert. So liefert das Pflaster kontrollierbare Möglichkeiten, während der Behandlung von Chemotherapien, Krebs, Aids, Arthritis, Rheuma, Glaukomen, Spastiken, Multipler Sklerose, Depressionen, Epilepsie und Asthma schnelle und wirksame Hilfe anzubieten.

Lawrence L. Brooke hat somit nicht nur maßgeblich dazu beigetragen, dass dank hervorragender GH-Pflanzendünger unsere grünen Freunde ihr Dasein gesund und munter genießen, sondern auch, dass kranken Menschen, denen mit Cannabis geholfen werden kann, bald eine wirksame Medizin in Pflasterform angeboten werden kann.

Einen Überblick über die 30 Jahre währende Geschichte von General Hydroponics sowie über die Gedanken und Ziele des Gründers und Hydroponik-Pioniers Lawrence L. Brooke wird allen Growing-Interessierten derzeit auf der Internetpräsenz von GHE unter de.eurohydro.com ermöglicht.

In einem 16 Minuten langen Videoclip erfahrt ihr alles Wissenswerte über Anfänge, Erfolge, Produktion und ökologische Hintergedanken, die sich bei GH zur Philosophie entwickelt haben. Viel Spaß beim Anschauen!
Wir haben dazu unsere guten Beziehungen zu GHE genutzt und präsentieren euch nun Mister Lawrence L. Brooke im Interview. Man darf gespannt sein ...



Hallo Mr. Brooke. Vielen Dank für das Interview. Sagen Sie doch mal, wie sind Sie zum Growing gekommen?

Cannabis war zu teuer, war teilweise schwer zu bekommen und der Anbau zuhause schien die logische Lösung. Meine erste hydroponische Anlage, die „Aqua Farm“, war sofort sehr effektiv und ich konnte sehen, dass es eine Nachfrage für den Bedarf an Hydroponik gab, die auch zu einem erfolgreichen Business führen könnte.

Wie kam es dazu, dass anschließend die Entwicklung von Nährstoffen begann?

Im Jahr 1978 wurde ein Kurs an der Universität Kaliforniens – Berkeley for Hydroponic – angeboten. Ich wurde Student und lernte alles was zu diesem Zeitpunkt über Hydroponik bekannt war. Unser Lehrer war ein Techniker der NASA, der uns die Prinzipien der hydroponischen Nährstoffzusammensetzungen und deren Anmischungen erklärte.
Ich hatte dort Zugang zu den großen Laboren und konnte problemlos alle möglichen Zusammensetzungen und Nährstoffmixe kreieren. Mit der Zeit und etwas Übung schuf ich die erste „building-block“ Formel, die Growern erlaubte mit einer milden Wuchsdüngung zu beginnen und die verwendete Mischung zur Blütephase abzuändern, damit eine bessere Erntequalität und Menge zu erwarten war. Meine Erfahrungen über die Jahrzehnte, Bekanntschaften zu den fähigsten Wissenschaftlern und die Nutzung der besten Herstellungsfabriken gaben mir die Möglichkeit, immer spezifischere Dünger herzustellen.
Heute betreibe ich vier Fabriken in Amerika sowie GHE in Frankreich, welche hydroponische Düngemittel für den globalen Markt herstellen.

Ab wann wurde ernstzunehmender Erfolg Ihrer Arbeit sichtbar?

Erfolgreich war ich direkt zu Beginn. Mit meiner ersten Aqua Farm wurde offensichtlich, dass die hydroponische Methode Pflanzen viel schneller wachsen ließ als auf Erde.
Ab dem Moment, in dem meine Freunde die Ergebnisse des ersten hydroponischen Moduls erkannten, fingen wir mit der Produktion an und verkauften die Ware in Berkeley. Es hat schon eine Weile gedauert, bis wir wirkliches Geld verdienten, aber bereits 1976 wurden einige hundert Aqua Farms an Grower in Berkeley verkauft und die Qualität ihrer Ernten steigerte sich schnell.

Was ist das „Geheimnis“, wenn man ein vernünftiger und erfahrener Hydro-Grower werden will?

Verstehe die Bedürfnisse der Pflanze. Arbeite mit guten Genetiken und stets mit sauberen Pflanzen, die keine Krankheiten oder Schädlinge aufweisen. Halte die Umgebung des Grows rein, um möglichen Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen.
Pflanzen haben spezifische Bedürfnisse beim Licht, in Bezug auf die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit. Hydroponik versorgt die Nachfrage der Pflanzen nach Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen. Organische oder Bio-Kulturen versorgen Pflanzen ebenso mit Nährstoffen und Wasser. Der Schlüssel ist alle Bedürfnisse der Pflanze in der richtigen Balance zu befriedigen. Wie bei einer Kette ist die Stabilität auf das schwächste Glied reduziert. Dieses gilt auch bei der Kultivierung von Pflanzen. Fehler treten dort auf, wo sich das schwächste Glied befindet: Unzureichendes Licht, zu wenig Luftzirkulation oder Insekten und Krankheitsbefall oder eine mangelhafte Wasserversorgung (zu hohe pH- und EC-Werte). Es gibt einige Herausforderungen für Grower, doch mit der richtigen Einstellung, dem passenden Ort und der nötigen Aufmerksamkeit ist es möglich, überall tolle Ernten einzufahren.

Ist die hydroponische Anbaumethode für Anfänger geeignet oder empfehlen Sie bereits einige Growing-Erfahrungen bevor man zum HydroFarmer wird?

Meine Anfänge begannen in Eimern mit zubereiteter Erde aus einem Gartenzentrum.
Dann baute ich die erste Aqua Farm und sah den Unterschied zwischen Erde und Hydroponik.
Ja, Hydroponik ist etwas für Anfänger. Man muss dann mehr Details, wie zum Beispiel die richtige Anmischung der Düngemittel beachten, aber es ist auch für Anfänger nicht schwierig, erfolgreich „auf Hydro“ anzubauen. Manch Anfänger ist sogar in der Lage erfahrene Grower zu übertreffen, einfach weil eine bessere Genetik vorhanden ist oder eine bessere Umgebung geboten wird.
Talent im Umgang mit Pflanzen ist von Grower zu Grower verschieden stark ausgeprägt.
Pflanzen zu züchten ist ein bisschen wie Musik zu machen. Es bedarf ein wenig Talent und viel Können durch Erfahrung. Manch einer wird es vom Gefühl sofort richtig machen, während ein anderer erst Schwierigkeiten hat. Mit Zeit und den Erfahrungen, die man macht, ist es immer möglich sich zu verbessern.

Die vorbehaltlose Verbindung zu Cannabis anbauenden Kreisen und Personen war schon immer ein kleines bisschen kompliziert. Wir wissen, dass Sie niemals die Intentionen hatten Menschen zum Cannabisanbau oder Drogenmissbrauch zu verführen. Dennoch hatten Sie schon Probleme mit der DEA.

Ich habe kein Problem mit „Cannabis“, es ist eine der vielen wundervollen Pflanzen die Menschen seit Jahrhunderten gebrauchen. Das Problem sind die Regierungen, die entscheiden was Bürger dürfen und was nicht. Cannabis ist seit Menschengedenken Teil des menschlichen Horizonts.
Es versorgt uns mit Nahrung, Fasern und Medizin. Die Abwägung der persönlichen Freiheit und Wahl gegen Eingriffe der Regierung in persönliche Umstände bleibt daher ein heißes Eisen in vielen Teilen der Welt. Die Gesetze gegen Cannabis begannen in den Vereinigten Staaten während der 1930er Jahre, als Regierungsorgane Cannabis illegalisierten, um Minderheiten stärker zu unterdrücken. Mexikanische Einwanderer und schwarze Muslime waren damals die Zielgruppen. Die Gesetze gegen Cannabis sind falsch und verletzen fundamentale Rechte von Individuen, die in den USA eigentlich durch die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung garantiert sind. Spezifisch festgehalten geht es um das „Recht auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück“*. Wenn die Polizei das Haus einer Person stürmt und jemanden wegen Cannabis verhaftet, verletzen die Beamten das Freiheitsrecht dieser Person aufgrund „unbegründeter Durchsuchung und Sicherstellung“, während sie ihm das Recht auf seine persönliche „Freiheit und dem Streben nach Glück“ verwehren. Falls sogar einer erkrankten Person Marihuana genommen wird, einem Krebspatienten zum Beispiel, dann bedroht die Polizei das Leben dieser Person.
Die Gesetze sind falsch und nicht haltbar und die Polizei handelt wie eine Clique Terroristen, wenn sie Menschen in ihren Eigenheimen angreift. Die Schuld tragen uncouragierte Politiker, die bloß ganz speziellen Wünschen Folge leisten, während sich ihre Bürger von schlechten Gesetzen und teuflischer oder fehlgeleiteter Polizei sowie den Gerichten verfolgen lassen dürfen.
Wahrheit bleibt Wahrheit und dies sind simple Fakten.

Welches Projekt an dem sie je gearbeitet haben war für Sie persönlich das Spannendste?

Das wirklich Spannendste war die Arbeit an dem „Double III Neutral Beam Injector“. Dabei handelte es sich um ein LBL Magnetisches Fusions-Projekt in den späten siebziger Jahren.
Unser Ziel war es, eine Sonne in einem Container zu schaffen, die für saubere Energie in unendlicher Menge sorgen sollte. Das Problem des Klimawandels ist durch die Abhängigkeit der Menschen nach kohlenstoffbasierter Energie geprägt. Der Wandel vom Kohlenstoff zur Fusionsenergie würde den Planeten vor der Klimakatastrophe bewahren. Dies bleibt eines der wichtigsten wissenschaftlichen Ziele unserer Welt.

Wir haben eingangs ihre Arbeit mit Patchtek erwähnt. Nun scheint es, dass das Patent in Jerusalem liegt. Was ist passiert und wann können kranke Menschen mit der Hilfe durch den neu entwickelten Cannabinoid-Patch rechnen?

Meine Patente für den Cannabinoid-Patch sind stark und international. Schaut auf www.patchtek.com und geht dann auf „Resources“ für weitere Informationen. Hier findet exzellente Arbeit statt, die folgend cannabisbasierte Behandlungsmethoden und Medizin weltweit produziert. Israel ist auch beteiligt. Ich habe mit Wissenschaftlern aus Israel, Italien, Spanien, Holland, Deutschland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet, um Medizin auf der Basis von Cannabis herzustellen. Dies bleibt weiterhin ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit. Ich habe in den Jahren Familie wie Freunde durch Krebserkrankungen verloren und erkannte, das Cannabis Medizin sehr hilfreich zur Schmerzbewältigung und zum Überwinden der Albträume des Leidens ist. Neue Erkenntnisse führen ja sogar soweit, das Medizin auf Cannabisbasis Tumore auflösen kann. Ebenso kann es Alzheimer vorbeugen, wie andere Studien belegen (Link zur Studie ).

Gibt es bereits Ankündigungen für zukünftige Pläne, die Umgesetzt werden sollen?

Ich arbeite täglich an wissenschaftlichen Lösungen für menschliche Probleme. Ich bin voller Liebe für unsere Natur, also bin ich eigentlich immer damit beschäftigt, an etwas Nützlichem zu arbeiten. Derzeit bin ich besorgt über die Wirkungen der Menschheit auf unseren zerbrechlichen Planeten. Die Regierungen haben versagt, also müssen wir Menschen nun eng zusammenarbeiten, um unsere Probleme zu lösen.

Mittlerweile haben Sie eine komplette Bio-Serie. Wie lang und intensiv wurde daran gearbeitet und was macht die Serie einzigartig?

Ich finde die meisten Antworten zu Problemen in der Natur. Wir haben uns auf dieser kleinen Welt mit unseren Cousins der Flora und Fauna fortentwickelt und teilen Umwelt und Bedürfnisse.
Mein Ziel mit biobasierten Düngemitteln war es Pflanzenmaterial anstatt tierischer Erzeugnisse zu verwenden. Mir kommt es merkwürdig vor, dass Vegetarier Pflanzen konsumieren, die mit Düngern zum Wachsen gebracht wurden, die aus Tierkörpern und deren Exkrementen bestehen.
Körperteile produzieren schwache Düngemittel und können zu gefährlichen Verunreinigungen in der Nahrungskette sorgen, inklusive Bakterien, Viren und Prionen.
Es ist dazu auch eine äußerst spaßige Herausforderung, Bio-Dünger auf Pflanzenbasis produzieren zu wollen. Das ist es aber, was man Kompostierung nennt: die Wiederverwertung von Pflanzenmaterial, um neue Pflanzen natürlich wachsen zu lassen.

Was können Kunden in nächster Zeit von GH erwarten?

Ich wache täglich auf, um das Selbe zu tun. Die Produktion neuer Produkte und Lösungen für unsere weltlichen Probleme zu finden. Hydroponik und biobasierte Kultivierung werden mit der Zeit verschmelzen, genau wie wir unsere Inhaltsstoffe und Methoden verbessern.

Abschließende Ratschläge für unsere Leser, wie man aus Ihrer Sicht ein glückliches und erfolgreiches Leben lebt?

Seid freie Individuen. Lebt und liebt wie natürliche Geschöpfe unseres kleinen Planeten. Beschützt die Natur um euch herum, liebt euch und macht Musik. Wir sind hier nur für einen kurzen Moment, macht dass er zählt! Versucht, Gutes zu tun, aber niemandem zu schaden...das ist ein erfülltes Leben.

Vielen Dank, für die Zeit, das Beantworten unserer Fragen und alles Gute für die Zukunft, Mr. Brooke!

*„Das Recht auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück“ ist eine sehr bekannter Auszug aus der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Viele sehen diesen als einen der bedeutendsten, prägendsten und höchst überlegt ausgearbeiteten Sätze der englischen Sprache.
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