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Die Hanfberatung im Hanf Journal

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.
Publiziert am: 08.10.12 - Medienformen: Medienform Text

Ein Selbstportrait

Felix (22) aus Hamburg möchte wissen:
„Hi Kascha,
ich habe vier Pflanzen auf meinem Balkon stehen, die ich bald ernten werde. Da sie aber ganz schön stark riechen, würde ich die Blüten gerne schnell trocknen. Ich habe gehört im Ofen ist nicht gut, weil dabei THC verloren geht? Ein Kollege meinte, dass ich das ja nicht auf 80°C trocknen muss, sondern den Ofen zum Beispiel auf 50°C stellen kann, dann würde ich das auch trocken kriegen. Ist das sinnvoll, oder was würdest du empfehlen?“

Kascha antwortet:
„Hallo Felix,
erfahrene Grower würden dir wohl an dieser Stelle von der Ofentrocknung abraten. Das hat zwei Gründe. Zum Einen verlieren die Blüten tatsächlich bei höherer Temperatur immer schneller THC. Durch Wärmeeinwirkung wird nämlich der nicht-psychoaktive Ausgangsstoff erst in einen psychoaktiven Wirkstoff umgewandelt. Der gleiche Effekt führt also auch dazu, dass es geraucht so gut wirkt. Anders gesagt: Je kühler das Gras bei der Trocknung lagert, desto mehr Wirkstoff bleibt erhalten. Aus dem gleichen Grund wird es übrigens üblicherweise nicht in der Sonne getrocknet, sondern an einem gut belüfteten, kühlen und dunklen Ort gelagert, bis es äußerlich trocken ist.
Zum Anderen wird bei einer schnellen Trocknung das Gras sozusagen „kratzig“ da sehr wenig Restfeuchte, dafür aber Chlorophyll in den Blüten verbleibt und es anders verbrennt. Du würdest auch viel Aroma dabei verlieren. Viele Grower „fermentieren“ sogar ihre Ernte: Sobald es äußerlich trocken ist, verpacken sie es in Plastikdosen oder Plastikbeutel.
Darin wird es dann regelmäßig gelüftet und gewendet und behält so ein intensives Aroma und angenehme Raucheigenschaften. Dabei muss man allerdings vorsichtig sein, da das Risiko besteht, dass bei unzureichender Belüftung Schimmel entsteht.
Grower, die ihr Gras schnell und schonend trocknen wollen, legen es beispielsweise in einem gut gelüfteten und abgedunkelten Raum klein zerteilt auf Küchenpapier aus. Zusätzlich wenden sie täglich die Blüten, damit sie gleichmäßig trocknen. Mit einem kleinen Ventilator ist es möglich, zusätzliche Luftzirkulation zu schaffen – er sollte die Ernte aber auch nicht vom Tisch pusten.“

Tom (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:
„Hey Kascha,
Ich fliege am Samstag nach Mallorca, mit einem Arbeitskollegen und unseren Freundinnen.
Für den Urlaub wollten wir uns gerne ein bisschen Gras mitnehmen, können aber das Risiko schlecht abschätzen, wie stark auf spanischer Seite kontrolliert wird.
Nun habe ich auf Deiner Seite gelesen, dass man auf Mallorca im Herbst eigentlich keine Probleme haben sollte, ein bisschen Gras zu kaufen (so 1-2 Gramm) und der Besitz sogar lediglich eine Ordnungswidrigkeit ist.
Dummerweise haben wir uns eine Ferienwohnung in der Nähe von Calla Millor gemietet, also ziemlich abseits vom Touristentrubel. Daher meine Frage: Könntest Du eventuell eine Ausnahme machen und mir einen Tipp geben, wo ich was kaufen könnte?
Wir haben einen Mietwagen und sind daher ziemlich mobil, auch der Preis spielt eigentlich nicht so eine große Rolle. Wir wollen möglichst nur keinen Stress und gute Qualität.“

Kascha antwortet:
„Hi Tom,
gar keine schlechte Idee, den Sommer noch ein wenig zu verlängern. Leider muss ich dich allerdings enttäuschen: Ich kann dir da keine konkreten Tipps geben. Das hat zwei Gründe:
Erstens ist das leider, in erster Linie aus rechtlichen Gründen, aber auch wegen dem notwendigen Aufwand, nicht die Art von Hanf-Fragen um die es hier geht. Zweitens weiß ich es auch einfach gar nicht so konkret – selbst wenn ich dürfte und wollte, hätte ich keine konkreten „Spots“ oder gar Adressen für dich im Kopf.
Allgemein kann ich dir aber sagen, dass Mallorca abseits vom Touristenrummel nicht nur sehr viel schöner ist, sondern auch Graspreise und -qualität sich natürlich in den ruhigeren, ländlicheren Regionen auf einem sehr viel angenehmeren Niveau befinden als dort, wo die Touristen abgefertigt werden. Das ist nicht nur auf Mallorca so.
Wenn ihr nur 1–2 Gramm braucht, dann werdet ihr sicher abends, wenn die Sonne untergeht, an verschiedenen Stränden auf Gleichgesinnte treffen. Auf der Suche nach Gras sollte man ja immer ein wenig seiner Nase folgen.
Ich bin mir eigentlich sicher, dass ihr da auch ohne einen konkreten Tipp von mir einen schönen Urlaub haben werdet.“

Melanie (24) aus Dresden fragt:
„Hi Kascha,
ich habe gerade aufgehört, Zigaretten zu rauchen. Jetzt will ich meine Joints auch ohne Tabak rauchen, das ist aber ziemlich kratzig und ich muss immer husten.
Gibt es vielleicht etwas anderes als Tabak, was man dazu mischen kann, damit es angenehmer wird? Oder hast du sonst irgendeinen Tipp?“

Kascha antwortet:
„High Melanie,
Glückwunsch zu deiner Entscheidung, Gras ist ohne Tabak nicht nur weniger gesundheitsschädlich, sondern schmeckt auch besser und die Wirkung wird nicht vom Nikotin gedämpft. Du hast allerdings recht: Es ist häufig etwas schwieriger zu rauchen, weil es mitunter einen ziemlichen Hustenreiz verursacht. Das ist natürlich auch ein bisschen Gewöhnungssache, aber auch nach vielen Jahrzehnten Purkonsum ist es sicher normal, dass man von einem dicken Purjoint auch mal hustet.
Es gibt Kräuter wie Damiana oder Minze, die man anstelle von Tabak beimischen kann. Die haben allerdings wieder einen ziemlich deutlichen Eigengeschmack. Es geht auch einfacher: Zunächst macht es bei einem Purjoint Sinn, eher lang und schmal zu bauen. Damit inhaliert man weniger Rauch auf einmal und hustet so weniger. Außerdem kann es hilfreich sein, den Filtertip wegzulassen. Es erfordert zwar etwas Übung, so zu bauen, dass man weder beim Rauchen Graskrümel in den Mund bekommt noch durch Kondensatreste an überstehendem Papier der Geschmack verdorben wird. Es lohnt sich aber: Solche Joints sind selbst, wenn sie etwas dicker gebaut sind, üblicherweise sanfter rauchbar, als wenn der Rauch durch einen Filtertip kommt. In den USA und vielen anderen Ländern, in denen pur geraucht wird, finden sich dementsprechend auch eher schmalere Joints ohne Filtertip.“

kascha@hanfjournal.de
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