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Gospel

Religion mal anders
Publiziert am: 03.01.13 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Janika Takats
Musik Musik Musik

Die Weihnachts- und Winterzeit ist besonders in kalten Ländern eine Zeit der Besinnung und Spiritualität, in der die christliche Religion besonders zur Geltung kommt. Es ist die Zeit in der selbst Menschen, die ansonsten kein religiöses Leben führen in die Kirche gehen, weil‘s halt dazu gehört. Klar, dass in dieser Zeit auch die Kirchenmusik eine Hochzeit erlebt.

In Deutschland bedeutet Kirchenmusik meist Klassik. Orchester und Chöre tragen Choräle aus längst vergangenen Zeiten vor, an die man sich zwar im Laufe des Lebens irgendwie gewöhnt hat, die aber doch immer etwas weltfremd wirken, da sie mit dem allgemeinen Verständnis von Religion und dem Leben heute nicht mehr viel gemein haben. Dass dies aber eher ein Problem unserer Kultur ist und keines Falls so ein muss, stellt Gospel unter Beweis. In ihren Gemeinden geht es um Lebensfreude und um das Gefühl, zu einer Gemeinschaft zu gehören, deren Mitglieder sich in harten Zeiten gegenseitig Halt geben. Gospel Musik ist voller positiver Energie, aber auch voll Gefühl und Hingabe an Gott.

Gospel Chöre verwandeln jeden Gottesdienst in ein Spektakel und sind der Grund, warum Gospel weit über die Kirchengemeinde hinaus bekannt geworden ist. Einige Kirchen haben es deswegen sogar zu internationaler Bekanntheit gebracht. So stehen jeden Sonntag vor der Canaan Baptist Church in Harlem einige Touristenbusse und der Gottesdienst wird in den meisten Reiseführern als sehenswert empfohlen.

Zur Geschichte
Der Begriff ‚Gospel‘ ist aus dem Altenglischen hergeleitet und bedeutet so viel wie ‚gute Nachricht‘ und bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch die Kirchenmusik afroamerikanischer Christen. Gospel hat sich als Musik von Afroamerikanern Anfang des 17. Jahrhundert etabliert. Im musikalischen Frage und Antwortspiel wurden der Verehrung Gottes Ausdruck verliehen und somit den zahlreichen Analphabeten die Möglichkeit gegeben, am Gebet teilzunehmen. Am Anfang waren die damals noch versklavten Afroamerikaner noch sehr eingeschränkt in der eigenständigen Durchführung ihrer Gottesdienste, doch im Laufe der Zeit erlangten sie immer mehr Autonomie und entwickelten eigene Formen der Glaubensbezeugung.
Fanden in frühere Zeit Gottesdienst meist A cappella statt, so sind heute Instrumente ein fester Bestandteil der musikalischen Darbietung und Gospel ist weit über den sonntäglichen Gottesdienst hinausgewachsen. Einige Gospel-Sänger und Sängerinnen sind zu Stars geworden, die riesige Hallen füllen. Sie interpretieren Klassiker des Genres neu, nehmen aber auch neue Songs auf, in denen sie mit Elementen aus aktuellen Musikstilen wie Hip Hop, Reggae aber auch Countrymusic, Rock oder Pop experimentieren. Sie touren, treten im Fernsehen auf, drehen Musikvideos und unterscheiden sich im Prinzip nur durch ihre religiösen Songtexte von anderen Popstars unserer Zeit.

Ein mitreißendes Konzerterlebnis
Auch ohne jeden persönlichen religiöse Bezug kann man sich leicht von den Gospel Grooves mitreißen lassen. Gelegenheit dazu hat man diesen und zum Teil noch nächsten Monat in diversen Deutschen Städten. So sind zum Beispiel „The Gospel People“ diesen Winter auf History-Tour. Die New Yorker Gospel Gruppe um ‚Big Mama‘ Deidre Valentine sind noch bis zum 20.01. bei uns unterwegs und sorgten bereits im letzten Jahr für Begeisterung. Die „Black Gospel Stars“ sind sogar noch bis Mitte März auf Tour. Die Gruppe ist mit traditionellen amerikanischen aber auch beliebten Pop Gospelsongs unterwegs und wird von Pater Solomon Bozeman begleitet, der schon als Leiter des Harlem Gospel Chor gearbeitet hat.
Weitere Gruppen, die in diesem Monat durch Deutschland ziehen sind der „Oslo Gopsel Chor“, die „Magic Gospel Pearls“, der „Young People Chor und Band“ und „The Best Of Black Gospel“. In „The Best Of Black Gospel“ wurden erstmals die besten Gospelsänger und Sängerinnen aus den USA in einem Chor vereint. Die Gruppe, die auch schon mehrere Fernsehauftritte im deutschen Fernsehen hatte wird in zwei Stunden die schönsten und bekanntesten Gospelsongs präsentieren. Mitswingen auch für Atheisten erlaubt!
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