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Die Hanfberatung im Hanf Journal- Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht...
Publiziert am: 02.07.13 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Grafik: Lukas

Florian (ohne Alter und Wohnort) hat eine Frage:

„Guten Tag lieber Kascha,
wir wollten uns mal Haschkekse/Brownies backen. Bekommt man davon auch rote Augen und wie lange sollte man dann kein Auto fahren?“

Kascha antwortet

„Guten Tag lieber Florian,
ob und wie stark man rote Augen bekommt hängt eher vom verwendeten Hanfpflanzenteil ab: Haschisch rötet die Augen oft stärker als Gras. Darüber hinaus hängt es oft von der Dosierung ab. Und nicht zuletzt auch von der persönlichen Neigung, rote Augen zu bekommen: Manche Menschen können auch größere Mengen Haschisch rauchen und sehen „fit“ aus, während andere schon vom Geruch rote Augen bekommen. Die Dosierung ist bei Haschkeksen etwas schwieriger als beim Rauchen: Fühlt man sich bei einem Joint ausreichend „high“, dann lässt man ihn einfach für eine Weile liegen. Beim Essen setzt die Wirkung etwa eine halbe Stunde verzögert ein, daher sollte man sich besser vorsichtig rantasten. Bei manchen Konsumenten ist ein Stück schon zu viel, andere könnten auch ein zweites essen, ohne sich unangenehm zu fühlen. Gute Hinweise zur Dosierung gibt es im Buch 'Backen mit Hanf' von Kathrin Gebhardt. Auto fahren sollte man auf jeden Fall für mindestens 24 Stunden nicht mehr, wenn man sicher gehen möchte sogar 48 Stunden. Nicht nur, weil die Wirkung bis zu zehn Stunden anhalten kann, sondern auch, weil bei einem Drogentest eventuell noch aktives THC im Blut gefunden werden könnte. Das kann zum Führerscheinverlust und zu einer Anzeige wegen Rauschfahrt führen, auch wenn man eventuell gar nicht mehr berauscht ist.“


Anonym (ohne Alter und Wohnort) fragt:
„Hallo Kascha,
Ich arbeite in einer Rehaklinik, wo eine Jugendklinik dazu gehört, als Reinigungskraft. Am Dienstag muss ich zum Betriebsarzt zum Bluttest. Wird dabei auch nach THC gesucht? Wenn ich heute (Sonntag) einen Joint rauche, ist das dann Dienstag morgen nachweisbar?“

Kascha antwortet

„Hallo liebe Leserin,
an dieser Stelle muss ich noch mal darauf hinweisen, dass es für mich schwierig ist, so dringende Anfragen rechtzeitig zu beantworten. In deinem Fall hast du aber wohl Glück: Bei so einer Blutuntersuchung wird im Normalfall nicht nach THC gesucht. Es geht eher um den allgemeinen Gesundheitsschutz, denn wenn du in einer Klinik arbeitest, solltest du gegen gängige Infektionskrankheiten wie Hepatitis geimpft sein. Schon zu deinem eigenen Schutz, schließlich kommst du als Reinigungskraft sicher auch hin und wieder mit verschmutzten Flächen oder Gegenständen in Berührung, von denen ein Infektionsrisiko ausgeht. Auf Wunsch kann man sich bei solchen Untersuchungen oft auch auf HIV testen lassen, aber dieser Test ist dann freiwillig.
Aber mal angenommen, es würde auf THC getestet werden. Ob der Joint vom Sonntag dann am Dienstag noch nachweisbar ist, hängt von zwei Faktoren ab: Erstens, wie regelmäßig du konsumierst und zweitens, ob nur auf aktives THC oder auf Abbauprodukte getestet wird. Dann gibt es vier Möglichkeiten:
Erstens: Du kiffst sehr wenig und es wird nur auf aktives THC getestet. Dann wäre der Test ziemlich wahrscheinlich negativ.
Zweitens: Du kiffst sehr viel und es wird nur auf aktives THC getestet. Dann könnten wegen des verzögerten Abbaus auch nach 48 Stunden noch Reste in deinem Blut gefunden werden. Drittens: Du kiffst sehr wenig und es wird auch auf Abbauprodukte getestet. Dann wäre der Test möglicherweise positiv, denn es kann Wochen dauern, bis der Körper sich der Abbauprodukte entledigt hat. Der Wert wäre dann aber sehr niedrig.
Und viertens: Du bist regelmäßiger oder täglicher Kiffer und es wird auf Abbauprodukte getestet. Dann dürftest du einen ziemlich hohen Wert erreichen und der Arzt würde erkennen, dass du regelmäßig konsumierst.
Solltest du oder andere Leser einmal vor einem Drogentest stehen, würde ich also eine individuelle Strategie vorschlagen. Während es bei dem einen wohl reichen wird, einfach eine Woche vorher nicht mehr zu kiffen, ist es für den anderen notwendig, sich aufwändig mit Sport und Flüssigkeitsaufnahme zu entgiften.“


Björn (23) aus Frankfurt möchte wissen:

„High Kascha,
ich wollte schon immer mal wissen, ob Mücken eigentlich bekifft werden können? Habe ich zum Beispiel meine Ruhe beim Schlafen, wenn ich das Zimmer vorher ordentlich vollkiffe? Und wenn eine Mücke mich sticht, wird sie dann high und bekommt nur noch mehr Hunger auf mein Blut?“

Kascha antwortet

„Hallo Björn,
diese Frage bekomme ich nicht zum ersten Mal gestellt, es ist aber doch schon eine ganze Weile her. Also gleich vorweg: Mücken können nicht bekifft werden. Zu den Details komme ich später. Das Zimmer vollzuqualmen könnte dennoch hilfreich sein: Das erschwert es den Mücken, dich zu riechen und sich an deinem Blut zu bedienen. Übrigens werden, wie Forscher herausgefunden haben, Mücken von Schweißfüßen besonders stark angezogen. Alte Stinkesocken in die andere Ecke des Zimmers zu legen und sich die Füße zu waschen, dürfte die Mücken also schon hinreichend ablenken.
Aber warum können die armen Mücken eigentlich nicht bekifft werden? Wie wir alle wissen wirkt Cannabis hauptsächlich durch das Delta-9-Tetrahydrocannabinol oder wie wir sagen, THC. Dieses THC passt im Gehirn an bestimmte Rezeptoren, die eigentlich für den körpereigenen Botenstoff Anandamid gedacht sind und die typischen Wirkungen steuern. Diese Rezeptoren haben nicht alle Tiere, sondern nur Wirbeltiere. Insekten können also auch vom Blut des bekifftesten Stoners nicht breit werden. Und du hast schon ganz recht: Es bestünde dann immerhin die Gefahr, dass die Mücken noch blutgieriger werden – insofern haben wir da ja eigentlich Glück. Bei einem Vogel oder einer Echse oder anderen Wirbeltieren, nicht zuletzt Katzen und Hunden, sieht es dagegen anders aus: Sie haben in der Regel THC-Rezeptoren im Gehirn.“


Kascha ist per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht.

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