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Die Hanfberatung im Hanf Journal- Erste Hilfe für Kiffer

Kascha ist ab sofort per e-Mail zu erreichen.
Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht...
Publiziert am: 07.09.13 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Kascha
Grafik: Lukas

Christian (19) aus Bielefeld fragt:

„High Kascha,
ich habe ein paar Pflanzen im Wald stehen und will sie demnächst ernten. Sie sind schon mehr als zwei Meter hoch und haben auch schon ganz ordentlich Blüten bekommen. Diese Blüten sind allerdings leider voll mit Samen, ich habe mal einen Bud abgemacht und getrocknet, das waren so 10 Samen auf knapp zwei Gramm Gras. Jetzt habe ich überlegt, was ich mit den vielen Samen mache? Für nächstes Jahr brauche ich ja nicht so viele und ich weiß auch nicht, ob die Pflanzen nicht von irgendwelchem Nutzhanf bestäubt wurden. Jemand hat mir gesagt, dass ich die einfach knabbern kann und das sei sogar gesund. Stimmt das oder werde ich davon auch high?“

Kascha antwortet

„Hallo Christian,
es kann sein, dass deine Pflanzen von irgendwelchem Hanf aus der Umgebung bestäubt wurden, vielleicht waren ja auch ein paar Männchen dazwischen. Jedenfalls kann man mit den Samen tatsächlich einiges anfangen, immerhin enthalten sie ein sehr wertvolles aber nicht psychoaktives Öl. Darin finden sich unter anderem viele essentielle Fettsäuren und es ist durchaus nicht ungesund, die Samen aus dem Gras zu knabbern – wenn man ungestrecktes, sauberes Gras hat. Nicht ohne Grund sind in vielen Vogelfuttermischungen auch die nahrhaften Hanfsamen enthalten
Je nachdem, wie viele Samen du hast, lohnt es sich vielleicht sogar, sie zum Beispiel mit Honig zu rösten oder sie zu mahlen und zum Brot backen zu verwenden. Allein wegen der benötigten Menge empfehle ich aber, wenn du erst einmal auf den Geschmack gekommen bist, einfach Hanfsamen aus dem Bioladen oder anderen Geschäften zu kaufen.
Ansonsten ist es bei so samigem Gras sinnvoll, genau aufzupassen, wenn man es raucht. So ein Samen macht beim Verbrennen einen ganz schön ekligen Geruch und qualmt enorm. Ist dennoch mal ein Samen in den Joint gerannt und verbreitet seinen Gestank hilft es, das austretende Öl einfach mit dem Feuerzeug zu verbrennen. Der Joint sieht dann eine Weile aus wie eine stark rauchende Fackel, aber wenn man das Öl verbrannt hat, dann kann man üblicherweise relativ normal weiter rauchen. Gefährlich wird es, wenn man einen Samen im Grinder zerquetscht: Das Öl reibt sich dann in das ganze Gras ein und man kommt kaum umhin, es mitzurauchen.“


Louise (22) aus Frankfurt hat eine Frage:

„Hey Kascha,
ich habe schon ein paar Mal Kekse mit Hasch oder Gras gebacken und das wird mir langsam ein wenig langweilig. Jetzt habe ich überlegt, ob ich nicht auch mal mit Gras kochen könnte, zum Beispiel Chili con Carne oder etwas vergleichbar fetthaltiges? Oder funktioniert das nur beim Backen?“

Kascha antwortet

„Hi Louise,
wenn dir Kekse langweilig werden, kannst du natürlich auch Kuchen oder Cupcakes probieren. Da gibt es endlose Möglichkeiten. Aber natürlich ist es auch möglich, mit Gras oder Hasch zu kochen: Hauptsache, die beiden wichtigen Faktoren Fett und Wärme werden beachtet. Kekse sind wohl deshalb so beliebt, weil sie sehr praktisch zu lagern oder mitzunehmen sind und auch die Dosierung üblicherweise sehr überschaubar ist. Viele Kiffer interessieren sich obendrein sehr für Schokolade. Kochst du einen Topf Chili mit beispielsweise 3 Gramm für 6 Personen dann ist es doch sehr vom individuellen Appetit abhängig, wie high man am Ende wird. Außerdem braucht natürlich der Darm bei einer so großen Portion entsprechend länger, um den Wirkstoff aufzunehmen. Hinzu kommt, dass der Geschmack wohl nicht zu jedem Essen passt, aber da kann man sicher mit Hasch, Gras und verschiedenen Rezepten experimentieren, um etwas Leckeres hinzubekommen.
Viele Konsumenten schwören auf Grasbutter. Die wohl einfachste Methode ist, einfach einen Topf in einen größeren Topf mit Wasser zu stellen und diesen zu erhitzen. Im inneren Topf wird dann Butter warm gemacht und Gras oder Hasch eingerührt. Das ganze muss dann etwa zwei Stunden lang köcheln und, wenn man Gras verwendet, durch ein Sieb gepresst werden. Wenn es dann gut im Kühlschrank ausgekühlt ist, kann man es für unzählige einfache Rezepte verwenden: aufs Sandwich geschmiert, auf einen warmen Maiskolben gestrichen und mit Salz bestreut oder für die Buttercreme auf einer Torte.“


Martin (23, aus Stuttgart) möchte wissen:

„Hallo Kascha,
ich habe hinter meinem Wohnzimmerfenster eine Pflanze stehen, die auch schon gut gewachsen und in voller Blüte ist. Die Pflanze ist jetzt etwa 1,50 Meter hoch und hat auch einen ganz ordentlichen Stamm entwickelt.
Die Blüten sehen aber etwas seltsam aus, nicht wie das Gras, das ich sonst rauche. Eher wie kleine Beutelchen am Stiel, ich finde keine dicken Blütenbuds.
Hätte ich da düngen müssen oder ist das eine Sorte, die nicht richtig blüht? Oder ändert sich das noch?“

Kascha antwortet

„Hallo Martin,
egal ob Sativa oder Indica, die Blüten einer weiblichen Hanfpflanze unterscheiden sich hauptsächlich in der Größe und in der Harzigkeit. Im Grunde erkennt man, wenn man mal welche in der Hand hatte, weibliche Hanfblüten sofort: relativ fest und knollig mit einem sehr typischen Geruch. Das was du beschreibst ist wohl einfach eine männliche Pflanze.
Die männlichen Blüten sind im Wesentlichen kleine Blütensäcke, in denen die Pollen enthalten sind, mit denen dann wiederum weibliche Pflanzen bestäubt werden. Das ist übrigens bei Züchtern nicht so beliebt – niemand will Samen in seinem Gras haben. Solltest du also noch eine weibliche Pflanze haben, ist es ratsam, die männliche Pflanze zu entfernen. Insofern aber weder bei dir noch bei deinen Nachbarn weibliche Pflanzen stehen, dürfte sie wohl keinen Schaden anrichten.
Die schlechte Nachricht für dich ist jedenfalls, dass die Pflanze außer zur Deko und zur eventuellen Faserproduktion nicht besonders nützlich für dich sein wird. Die Blüten zu rauchen bringt jedenfalls nicht den gleichen Effekt, wie er von weiblichen Blüten üblicherweise erwartet wird.“



Kascha ist per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht.

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