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Piraten lösen Leinen

Entabuisierung und Umschwung zwingend erforderlich
Publiziert am: 13.09.13 - Medienformen: Medienform Text

Eindeutig: Geht Wählen Foto:Archiv

Am gestrigen Tag veranstaltete die Piratenpartei in Berlin eine Pressekonferenz auf der die Drogenpolitischen Forderungen für die Zukunft vorgestellt wurden.
Eindeutige Rufe nach Cannabis Social Clubs für gewöhnliche Konsumenten und die medizinische Versorgung Notleidender stünden im Vordergrund, eine Enttabuisierung der Sucht-Thematik und das Befassen mit anderen Suchtkrankheiten, wie zum Beispiel der Medikamentenabhängigkeit in Altersheimen, dürften aber aufgrund des gültigen Desinteresses, vergleichbar mit der öffentlichen Meinung über die Cannabis-Problematik, nicht vergessen werden.
Drei Tage vor den Landtagswahlen in Bayern und eine Woche vor den Bundestagswahlen wählen die Freibeuter somit ihre eindeutige Fahrtrichtung in diesen, von Parteien oft ungeliebten Gewässern. Lest jedoch am besten selbst was die Piraten genau wollen.

Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland
Zur sofortigen Veröffentlichung
12. September 2013


PIRATEN fordern »Gras auf Rezept«

Auf einer Pressekonferenz hat die Piratenpartei Deutschland heute ihre Forderungen im Bereich Drogen- und Suchtpolitik vorgestellt.

Für Bruno Kramm, Bundestagskandidat der PIRATEN aus Bayern, steht fest: »Wir müssen aus dem Trauerspiel in Moll der etablierten Drogenpolitik ausbrechen hin zu einem Dur-Akkord: Was wir brauchen, ist eine offene sozial-verträgliche Genusskultur. Wer Drogen nimmt, ist doch kein Verbrecher.« Die Kriminalisierung stärkt, so Kramm, zum einen den Schwarzmarkt, zum anderen kann so kein Verbraucherschutz stattfinden. Kramm ist überzeugt, dass etablierte Parteien an der Kriminalisierung des Konsums von Cannabis festhalten, um ihre konservativen Wählerkreise zu bedienen.

Das Thema Cannabiskonsum sei ein Tabu, meint auch Emanuel Kotzian, Kandidat der PIRATEN für den Bayerischen Landtag. Ein Indiz sei beispielsweise die Angabe des Bundeskriminalamtes, es gäbe zwischen 4 und 8 Millionen Cannabisverbraucher. Eine derartig starke Schwankung und Ungenauigkeit zeuge, so Kotzian, von mehr als Desinteresse. Die Kriminalisierung von Cannabisverbrauchern verzerre auch die Kriminalstatistik. Deshalb fordert Kotzian: »Wir brauchen eine legale Erwerbsstruktur für alle Konsumenten. Das könnten ›Cannabis Socialclubs‹ sein, in denen Konsumenten selbstverwaltet Produktion und Abgabe gewährleisten und kontrollieren, oder auch staatlich regulierte Fachabgabestellen. Außerdem brauchen wir Gras auf Rezept für diejenigen, die Cannabis als Medizin benötigen.«

Markus Barenhoff, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland, drängt darauf, sich in der Drogen- und Suchtpolitik nicht nur mit der Frage der Cannabislegalisierung zu befassen. »Statt weiter Kiffer zu jagen, muss die Politik dieses Kapitel nach 20 Jahren Debatte nun endlich schließen und sich zum Beispiel mit den vielen Benzodiazepin-Abhängigen in Alten- und Pflegeheimen befassen«, so Barenhoff.
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