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Drogenpolitischer Super-Gau

Putins Drogenbeauftragter über Cannabis
Publiziert am: 27.02.14 - Medienformen: Medienform Text

Bei der Suche nach fehlenden Tassen aus seinem Schrank: Viktor Ivanov Foto: wikicommons/Agent001



Mittlerweile weiß man hierzulande aufgrund der zahlreichen Medienberichte über die homophobe Politik der russischen Regierung gut Bescheid. Es gibt in Russland allerdings noch eine mindestens ebenso große, gesellschaftlich relevante Gruppe, die, ähnlich wie schwule Menschen, diskriminiert wird: Drogenuser, egal ob harmloser Kiffer oder Strassenjunkie, haben im Westen kaum eine mediale Lobby, die über die unmenschliche Drogenpolitik in Russland berichtet. Russland hat das größte Drogenproblem des Kontinents und versucht seit Jahren erfolglos, den Auswüchsen mit repressivsten Mittel Herr zu werden.

Gestern äußerte sich der russische Drogenbeauftragte Viktor Ivanov zur Frage der Re-Legalisierung von Cannabis.

"In unserer heutigen, hoch technisierten Welt werden viele Dinge mithilfe von Computer-Systemen gesteuert. Wer in einem Atomkraftwerk arbeitet, kann nach dem Konsum von Cannabis einen Super-Gau auslösen"

"Bei Cannabis Konsumierenden ist die Wahrscheinlichkeit, auf Heroin umzusteigen, 50-60 mal höher als bei Nicht-Usern"

Zum Spritzentauschprogramm anderer Staaten:

"Wenn wir Spritzen ausgeben, dann sollten wir das nur dort tun, wo sich Süchtige aufhalten, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Wo es keine Süchtigen gibt, muss man auch keine Spritzen ausgeben. Warum sollte jemand damit einverstanden sein, dass in der Nähe seiner Wohnung Spritzen ausgegeben werden?"

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