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Breitspiele
Spiele von Martin Wallace bringen freizeitlichen Spass und kulturhistorisches Wissen unter ein Hütchen.
Publiziert am: 09.09.04 - Medienformen: Medienform Text

Packender Spielspass praktisch verpackt

Spiele von Martin Wallace sind immer etwas geschichtslastig,dafür alles andere als langweilig. Noch etwas ist bei Wallace immer gleich: DieSpiele haben ein Spielbrett und enden nach einer bestimmten Rundenanzahl miteiner letzten Wertung. Außerdem müssen sich die Spieler pro Zug zwischenmehreren möglichen Aktionen entscheiden. Wallace macht Spiele für Vielspieler,Taktiker und Strategen, der Glücksfaktor ist bei Wallace meist zuvernachlässigen. Und sie dauern etwas länger, in der Regel um die zwei bis dreiStunden.

 

 

Empires ofthe Ancient World

Rund ums Mittelmeer kämpfen Herrscher wie Cäsar undAlexander der Große um die Vorherrschaft. Drei bis fünf Spieler versuchenmöglichst viele und wertvolle Provinzen (Siegpunkte von 2 bis 7) oder die dreiSeefelder (jeweils acht Siegpunkte) unter ihre Kontrolle zu bringen. Dieserreichen sie durch Besetzung, auf diplomatischem Wege oder durch Eroberung,wobei Kämpfen eine der wichtigsten Aktionen in „Empires of the Ancient World“ist. Und das Kampfsystem überzeugt! Mit Hilfe von Armeekarten werden dieSchlachten ausgetragen. Dabei bekommt jeder zu Beginn eine Grundarmee, diewährend des Spiels erweitert werden kann und muss. Die Beteiligten entscheidensich für höchstens fünf Karten unterschiedlicher Truppentypen, diegegeneinander antreten: So besiegt zum Beispiel die Leichte Kavallerie immerdie Plänkler, während Elefanten von Speerträgern aufgehalten werden. Veni,vidi, vici und der Sieger erhält die umkämpfte Provinz.

 

Siegpunkte gibt es nicht nur für die Kontrolle vonProvinzen, sondern auch durch Handel. Denn eine weitere Aktionsmöglichkeit ist,Handelsmarker in eigene oder fremde Provinzen zu setzen. Und dafür gibt esimmerhin noch die Hälfte der Siegpunkte.

 

„Empires of the Ancient World“ ist ein packendes, kampfbetontesund kurzweiliges Spiel. Strategen werden ihre helle Freude daran haben.

 

 

Liberté

Die Französische Revolution ist vorbei, Wahlen zur neuenRegierung stehen an. Drei Fraktionen (rote Radikale, weiße Royalisten und blaueGemäßigte) versuchen in den Provinzen Mehrheiten für sich zu gewinnen. Wie?Indem zwei bis sechs Mitspieler mithilfe von Karten die entsprechendenFraktionssteine in die Provinzen setzen. Sobald der Vorrat einer SorteFraktionssteine auf dem Spielplan verteilt ist, werden die Mehrheiten in jederProvinz ermittelt. Die Fraktion, die in den meisten Provinzen die Mehrheitbildet, stellt die neue Regierung, die Fraktion auf dem zweiten Platz dieOpposition. Kommen wir zur Wertung: Wer die meisten Steine der Regierung hat,kriegt fünf, der mit den zweitmeisten zwei Siegpunkte. Für die Opposition gibtes immerhin noch drei Siegpunkte. Ab Runde 2 sind auch kriegerischeAuseinandersetzungen möglich, was ebenfalls Siegpunkte bringt. Allerdingsmachen das die Generäle (Karten) unter sich aus. Nach vier Runden ist das Spielzu Ende und wie immer gewinnt der, der auf der Zählleiste am weitesten vornesteht.

 

Aber Vorsicht, das Spiel kann auch vorzeitig enden. Entwederdurch eine Gegenrevolution der Royalisten oder sobald die Radikalen bei der Wahlmehr als 17 Stimmen erringen. Dann gewinnt entweder der mit den meisten weißen(Gegenrevolution) oder roten Spielsteinen (Radikalensieg). Bis dahin errungeneSiegpunkte sind dann null und nichtig.

 

„Liberté“ ist verwirrend und durch die Karten glückslastig.Vor allem verliert man bei den ersten Spielen sehr schnell den Überblick. BeimAusspielen der Karten und Setzen der Fraktionssteine sollte man nicht nur andie kommende Wahl denken, denn allzu schnell ändern sich dieMehrheitsverhältnisse. Auch durch das Ausspielen von Sonderkarten, da verliertein General schon mal den Kopf unter der Guillotine. Für alle, die im Chaos denÜberblick behalten.

 

 

Way out West

In „Way out West“ geht es darum immer etwas schneller alsdie Mitspieler zu sein. Sei es beim Ausbau der Städte oder beim Platzieren undBewegen von Cowboys und Rindern. Dabei werden auch gerne einmal gegnerischeCowboys erschossen (für den Gewinner gibt es einen WANTED-Counter) oder derenVieh gestohlen. Die Spielreihenfolge wird Runde für Runde per Auktion bestimmt.Dann können westerntypische Aktionen gemacht werden: Vieh kaufen, Cowboys inLohn und Brot nehmen, Gebäude und Transportmittel kaufen. Oder Schießereienanzetteln, um die anderen zu beklauen, eine Bank auszurauben oder einen Farmerin die ewigen Jagdgründe zu schicken. Cowboys braucht man zum Schutz für deneigenen Besitz und die extrem wichtigen Viehherden, denn sie bringen einem diedringend benötigte, aber immer zu knappe Kohle. Nach maximal zwölf Runden gibtes Siegpunkte für Gebäude und Transportmittel in den Städten, Vieh-Counter, dasmeiste Gold und WANTED-Counter.

Für die anspruchsvollen unter den Wild-West-Freunden.

 

 

Tyros

ist in der Reihe Spiele für viele bei Kosmos erschienen. Von„Tyros“ (im heutigen Libanon) aus sollen drei bis vier Spieler an den Küstendes allseits beliebten Ferienziels Mittelmeer möglichst lukrative Städteaufbauen und Gewinn versprechende Handelsrouten gründen. In deutlichfriedlicher Manier gehen die Besiedelungsversuche vonstatten. Es gilt mitLandschaftskärtchen zusammenhängende Reiche zu gründen und darin Städte zuerrichten. Dafür braucht man allerdings Handelskarten (werden verteilt) undSchiffe (werden gekauft). Sobald das letzte Landschaftskärtchen gelegt ist,endet das Spiel. Gewonnen hat, wer das größte Reich besiedelt und mit Städtenoder Schiffen kontrolliert. „Tyros“ ist ein spannendes und weniger komplexesHandels- und Aufbauspiel für die ganze Familie. Die handliche Box lädt zumMitnehmen und unterwegs Spielen ein.

 

Weitere Spiele von Martin Wallace sind „Princes of theRenaissance“, „Der weiße Lotus“, das Familienspiel „Volldampf“ ist der kleineBruder von „Age of Steam“, was im Oktober neu aufgelegt werden soll, „Der Fluchdes Pharao“, „La Strada“, „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“.

Bisher nur in Englisch und derzeit nicht lieferbar ist dasFantasyspiel „Runebound“ aus dem Hause FantasyFlightGames.

 

Kaufen kann man fast alle Spiele unterwww.spiele-offensive.de, Preise in Klammern.

 

Bei Warfrogsind erschienen:

Empires ofthe Ancient World (24,95 im Internetversand PlayMe erhältlich)

Way outWest (18,79 €),

Liberté undAge of Steam, Princes of the Renaissance (24,95 €).

 

Bei Kosmos sind erschienen:

Tyros (15,99),

La Strada(17,49),

Der Fluch des Pharao (26,69),

Herr der Ringe -Rückkehr des Königs (21,69)

 

TM hat Der weiße Lotus (e-bay) und Volldampf (19,45 € imInternetversand PlayMe erhältlich) herausgebracht.

Kerstin Koch, Veit Schnetker
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