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Die Hanfberatung im Hanf Journal
Erste Hilfe für Kiffer
Publiziert am: 09.09.04 - Medienformen: Medienform Text


 

Die Hanfparade ist vorbei, der Sommer neigt sich dem Endeentgegen und ungeklärte Fragen werden an dieser Stelle beantwortet. Es ist haltimmer wie es ist und so wird es auf dieser Seite auch diesen Monat bleiben.Wenn dir trotz der tollen Antworten noch etwas auf dem Herzen liegt, dann maileeinfach einmal an hanfberatung@hanfjournal.deund es wird dir sicher geholfen.

 

 

Claudia (16) aus Stuttgart fragt:

„Hi Kascha,

erklär mir doch mal wie das mit einem „Spion“ funktioniert.Ein Freund von meinem Bruder meinte letztens, dass das eine feine Sache ist,ein Joint, der wie eine Zigarette aussieht. Wie kriegt man das am besten hin?Ich hab es mal probiert aber das Ergebnis war völlig verkrumpelt und ließ sichnicht rauchen, hat auch nicht mal wirklich gewirkt.“

 

Kascha antwortet:

„Hallo Claudia,

das erklär ich dir gern. Dazu gibt es mehrere verschiedeneMethoden. Du hast es sicher erst einmal mit der offensichtlichsten probiert:Den Tabak aus einer Zigarette gebröselt, mit Gras gemischt und dann wiederreingestopft. Kann man machen, ist aber sehr aufwendig und klappt meist nichtbeim ersten Versuch. Außerdem sollte man beispielsweise den Filter mit einerPinzette raus ziehen und durch einen aus Pappe gerollten Filtertip ersetzen,sonst bleibt das ganze gute THC hängen.

Schon besser geht es mit diesen Zigarettenhülsen zumSelberstopfen mit entsprechender Apparatur. Das gibt’s beispielsweise imSupermarkt. Da ist der Tabak schon draußen, und du kriegst ihn mit demStopfgerät auch leicht wieder rein. Man muss nur an den Filter denken.

Letztens habe ich in Amsterdam auch etwas sehr niedlichesgesehen, Papers, die wie Zigaretten aussehen. Da ist einfach ein Filter mitrauf gedruckt und Papierstärke und -struktur entsprechen„Filterzigarettenpapier“, sodass es beim Abbrennen auch noch so aussieht. Damuss man dann nur entsprechend gerade drehen können.

Mit Sicherheit führen noch einige andere Wege nach Rom, aberich denke das sind erst einmal die gebräuchlichsten.“

 

 

Steve (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

 

„Hey Kascha !!!

Ich hätte da mal eine Frage zum Thema: Gießwasser. WelchesWasser ist das beste: Regenwasser, abgekochtes Wasser oder Wasser aus dem Seeoder doch lieber das aus dem Wasserhahn?

Wie viel Ernte gibt eigentlich eine gesunde Pflanze „WhiteWidow“ wenn sie mit Hesi-Produkten (Hesi Coco und SuperVit) unter normaler(leichter bis starker Sonnenbestrahlung wächst)? Wie groß muss eine weiblichePflanze „White Widow“ sein, dass man eine Maximalernte erreicht, worauf mussman achten?

Wie hoch ist die Strafe, wenn man Cannabis-Pflanzen beieiner polizeilichen Hausdurchsuchung findet??

Kannst du mir sagen wie man seine Pflanzen am besten kreuzenkann, vielleicht kannst du mir eine Internet-Seite und Links empfehlen, wo maneine Kreuzungstabelle finden kann?“

 

Kascha gibt Antwort:

 

„Hey Steve,

das sind ja mal eine ganze Menge Fragen auf einmal. Malsehen, wo ich dir helfen kann.

Welches Wasser am besten ist, musst du am pH-Wertfestmachen. Manchmal ist Leitungswasser einfach zu alkalisch, außerdem ist oftChlor und ähnliches drin. Daher solltest du Leitungswasser wenigstens einbisschen stehen lassen vorm Gießen, Abkochen ist, denke ich mal, nichtnotwendig. Idealerweise sollte der pH-Wert zwischen etwas mehr als sechs undetwas weniger als sieben liegen, das gilt übrigens auch für die Erde.

Aus einer ordentlich gewachsenen „White Widow“-Pflanzekannst du schon so idealerweise 300 bis 400 Gramm erwarten (Outdoor, dort isteine Höhe von 150 bis 200 Zentimeter normal. Indoor wird die Pflanze nur etwa80 Zentimeter hoch und bringt etwa 100 bis 200 Gramm). Zum Kreuzen kann ich dirnicht viel sagen, an einer „White Widow“ (60 Prozent Sativa, 40Prozent Indica)wirst du allerdings nicht mehr viel verbessern können. Freu dich lieber auf dieErnte etwa Ende Oktober. Wenn du noch mehr Fragen zum Thema Growing hast seinatürlich wieder einmal auf die Growing Rubrik auf www.hanfjournal.de hingewiesen, wo nochviele nützliche Sachen stehen.

Bei einer Hausdurchsuchung solltest du natürlich erst einmalallem widersprechen, nichts sagen und trotzdem freundlich bleiben (soweit einemdas in der Situation möglich ist). Dir kann dann angelastet werden: Produktionund Besitz von Betäubungsmitteln in entsprechender Menge (je nachdem wie vieldie Pflanzen schon tragen). Wenn noch Waagen und hundert kleine Tütchen rumliegen wird dir mit Sicherheit auch Handel vorgeworfen. Wichtig ist aber: vondir kein Wort, vor allem nicht zu Polizisten. Dafür gibt es Anwälte.“

 

Christoph (22) aus Berlin fragt:

 

„Hey Kascha,

auch wenn du die Hanf-Beratung bist, hoffe ich, dass du mirzu meiner Frage die passende Antwort liefern kannst. Ich will mit ein paarFreunden Pilze essen. Wir haben mexikanische psilocybe cubensis, weil unsgesagt wurde, dass die hawaiianischen stärker sind. Stimmt das? Meineeigentliche Frage ist: ein paar meiner Freunde haben das schon mal gemacht. Wirhaben auch jemanden dabei, der nüchtern bleibt und „auf uns aufpasst“. Ichwollte nur noch wissen, ob Mischkonsum mit anderen Drogen sehr schlimm ist undwas man im Ernstfall machen kann um besser wieder runter zu kommen?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Christoph,

vorweg erst mal: Pilze sind nicht Gras. Das wird schon eineetwas andere Erfahrung für dich werden. Aber du bist ja auch nicht mehr 16.Hier also meine Antworten:

In der Tat sind die Hawaiianischen stärker als dieMexikanischen. Wie sehr man abgeht, hängt natürlich von der Dosis ab, am bestenfängt man mit einem Gramm an und tastet sich dann im Halbstundentakt langsamvor (die Pilze benötigen etwa eine halbe Stunde bis die ersten Wirkungenanfangen). Lieber erst mal zu wenig als zu viel. Bleibt am besten demStadtleben fern und setzt euch chillig in einen Park oder eine Wohnung, allesandere ist nicht nur unter Umständen gefährlich, sondern kann auch anstrengendsein. Mischkonsum ist eigentlich keine gute Idee, zumindest beim ersten Konsum.Vor allem Alkohol und ähnlich „harte“ Drogen können einem den Tripverunstalten. Ein gelegentlicher Joint ist zwar illegal, ist aber für vieleKonsumenteneine schöne Ergänzung. Leider dämpft das Kiffen die optischen Trips der Pilzeenorm, wer also viele bunte Farben sehen will, sollte erstmals auch auf denJoint verzichten.

Pilze verstärken als solche am meisten die aktuelle Stimmung. Wer alsoschlecht drauf ist sollte nicht zu den magic mushrooms greifen. Beiausgeglichenen und glücklichen Zuständen kann jedoch nicht so viel passieren.Zum Runterkommen sind gut: Frische Luft, Ruhe, eine beruhigende Person, dieeinen versteht, Zucker, Wasser, Vitamin C. Wenn gar nichts mehr geht sollte manruhig auch 112 wählen und auch erzählen, was passiert ist.“
Kascha
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