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Deutschlandkarte der geringen Mengen


Was ist überhaupt eine Geringe Menge?

Die Geringe Menge bezeichnet die Menge an Cannabis, bis zu der die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung einer Anzeige absehen kann. Die Rechtsgrundlage dazu sieht so aus:
Publiziert am: 19.10.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal oktober04 artikel Deutschlandkarte der geringen Mengen Erstellt mit freundlicher Unterstützung von www.drug-infopool.de
BtMG 1981 § 31a Absehen von der Verfolgung

(1) Hat das Verfahren ein Vergehen nach § 29 Abs. 1, 2 oder 4 zum Gegenstand (Anmerkung der Redaktion: Das sind so ziemlich alle Vergehen, die man mit Betäubungsmitteln begehen kann.) so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung absehen, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre, kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht und der Täter die Betäubungsmittel lediglich zum Eigenverbrauch in geringer Menge anbaut, herstellt, einführt, ausführt, durchführt, erwirbt, sich in sonstiger Weise verschafft oder besitzt. . .


Seit Jahren schon steht das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Raum, das die deutschlandweite Angleichung der geringen Menge fordert. Getan hat sich dennoch nichts. Die Definition der geringen Menge und der Ausnahmeregelungen unterliegt immer noch der Willkür der Landesregierungen. Wir präsentieren euch hier, wo in Deutschland man bis zu wie viel Cannabis mitführen kann, ohne ernste Probleme zu kriegen.

Aber Achtung: Die geringe Menge ist kein Freibrief. Das Weed wird trotzdem konfisziert, und eine Anzeige ergeht ebenfalls, auch wenn das Verfahren dann doch eingestellt wird. Außerdem haben die Bundesländer die Möglichkeit die Regelung der Geringen Menge über die „Fremdgefährdung“ oder das „öffentliche Interesse“ auszuhebeln.


Baden-Württemberg:

Nicht definiert

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht für Wiederholungstäter und Konsumenten im Strafvollzug.


Berlin:

1530 Gramm

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht bei Wiederholungstätern (Wiederholung innerhalb von sechs Monaten) oder wenn Kinder oder nicht abhängige Jugendliche verführt wurden.


Brandenburg:

Circa 6 Gramm

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht, wenn Dritte erstmalig mit Betäubungsmitteln in Kontakt gekommen sind.


Hamburg:

Circa 20 Gramm

Ausnahmen: Keine


Nordrhein-Westfalen:

10 Gramm bei 6 % THC

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht, wenn Betäubungsmittel abgegeben wurden. Ebenso nicht für Wiederholungstäter, Erzieher und Amtsträger im Vollzug des BtmGs.


Rheinland-Pfalz:

10 Gramm

Ausnahmen: Keine.


Mecklenburg-Vorpommern:

Nicht definiert, maximal 5 Gramm

Einstellung nur nach Einzelfallprüfung


Bayern:

6 Gramm

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht bei Begehung der Tat in der Öffentlichkeit, auf Jugendveranstaltungen, in Schulen, in Krankenhäusern etc. und bei Wiederholungstätern innerhalb eines Jahres.


Bremen:

610 Gramm

Ausnahmen: Keine


Hessen:

615 Gramm, bei Gras eventuell auch mehr

Ausnahmen: Keine


Niedersachsen:

6 Gramm

Ausnahmen: Keine


Saarland:

6 Gramm

Ausnahmen: ???


Sachsen:

Nicht definiert

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht bei Wiederholungstätern innerhalb eines Jahres.


Sachsen-Anhalt:

6 Gramm

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht bei Konsum im Strafvollzug


Schleswig-Holstein:

30 Gramm

Ausnahmen: Geringe Menge gilt nicht bei Gefährdung von Kindern und Jugendlichen und eventuell bei Wiederholungstätern.


Thüringen:

6 Gramm

Ausnahmen: Ausschließlich für den gelegentlichen Eigenverbrauch


Erstellt mit freundlicher Unterstützung von www.drug-infopool.de


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