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Menschen, Drogen, Sensationen

Publiziert am: 09.09.04 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Martin Schwarzbeck
. . . und immer am reden . . .

Die kanadische Cannabis-Kultur hat einen Helden. Er heißtMarc Emery und ist überall dort zu finden, wo mit provokativenGesetzesverstößen Änderungen der rechtlichen Stellung von Cannabis forciertwerden sollen. Dabei nimmt er lange Haftstrafen und staatliche Repressalien inKauf. Eine wahre Kämpfernatur also.

 

Als im letzten Sommer die Cannabis-Repression in Kanada aufder Kippe stand, war es Marc Emery, der sich allen voran dafür einsetzte sie indie richtige Richtung kippen zu lassen. Er tourte durch ganz Kanada und ließsich für vor Polizeigebäuden gerauchte Bongs verhaften. Damit wollte erprovozieren, dass die Gerichte die Nicht-Rechtskräftigkeit desMarijuana-Verbotes akzeptieren und somit Präzedenzfälle schaffen.

 

Gelungen ist es ihm leider nicht. Die kanadische Regierungführte eilig einen Passus in die entsprechenden Gesetzestexte ein, der Krankendie medizinische Verwendung von Cannabis erlaubte. Damit war das Verbot wiedergesichert.

 

Dieses Piesacken der staatlichen Institutionen istallerdings nicht das Einzige, was Marc Emery für unser aller Anliegen tut. Erist auch Herausgeber der Zeitschrift „Cannabis Culture“ und Gründer der erstenkanadischen Marijuana-Partei, die sich in British Columbia für die Legalisierungeinsetzt und dort schon 3,5 Prozent aller abgegebenen Stimmen auf sichvereinte. Nebenbei produziert der versierte Grower noch Hanf-Samen, derenErlöse wahrscheinlich keinen unwesentlichen Teil zur Finanzierung seinesImperiums beitragen. Dass es ihm dabei nur um Geld geht, kann man nichtbehaupten, denn immerhin wollte er schon einmal der kanadischen Regierungkostenlos unbegrenzte Mengen an Samen zur Verfügung stellen, damit alle mitCannabis zu behandelnde Patienten versorgt werden können. Das Angebot wurdetypischerweise ausgeschlagen.

 

Die aktuellste Nachricht aus dem Hause Emery ist, malwieder, eine Festnahme. Die nächsten drei Monate wird er vermutlich im Knastverbringen. Aber der unbeugsame Kämpfer für die Legalisierung dürfte daseigentlich schon gewohnt sein. Mindestens vier Mal saß er bisher schon hinterGittern. Der große Unterschied zu bisher ist die Drakonie der Strafe. DreiMonate für, man lese und staune, die Weitergabe eines Joints. So liberalscheint die Gesetzgebung in Kanada also doch nicht zu sein, wie man immerdenkt.

 

AberMarc Emery kann auch das nicht unterkriegen!

„Marijuana ist die allerschönste, perfekte Pflanze, die jemals auf dieseErde gesetzt wurde. Ich bin ein großer Verehrer von ihr und das wird sich auchnicht ändern, egal wozu ein Richter mich verurteilt.“ So Emery nach dem Gerichtsurteil
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