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Feuer auf Caspers-Merk

Die Drogenbeauftragte predigt immer noch Abstinenz statt Drogenmündigkeit.
Publiziert am: 09.09.04 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Hans Cousto
Frau Marion Caspers-Merk

DasPendant zu Sucht und exzessivem Konsum ist nicht Abstinenz, sondernDrogenmündigkeit. Der Wechsel weg von der Abstinenzorientierung hin zurEntwicklung von Drogenmündigkeit erfordert deshalb gezielt einen Prozess derEntwicklung von Methoden zur Vermittlung von Drogenkunde, Genussfähigkeit,Risikomanagement und Kritikfähigkeit in Bezug auf den Umgang mit psychoaktivenSubstanzen anzustoßen und zu fördern. Im Ergebnis von Drogen-Mündigkeitentsteht ein integrierter, autonom kontrollierter und genussorientierterDrogen-Konsum, der allen Konsumenten von psychoaktiven Substanzen dieselbstbestimmte und selbstverständliche Teilnahme am allgemeinen gesellschaftlichenLeben ermöglicht.

DasPredigen von Abstinenz ist hingegen zumeist ideologisch motivierter Selbstzweckund hilft nicht im geringsten den Drogenkonsum zu mindern oder garDrogenprobleme zu lösen. Dennoch predigt die Drogenbeauftragte immer wieder dasAbstinenzparadigma – zumindest bezüglich illegalisierter Drogen – und erkenntdabei nicht, dass die gesellschaftliche Zielvorstellung von Abstinenz nichtsanderes als ein Ausdruck einer totalitären Phantasie ist.

Befremdlichin diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Drogenbeauftragte bezüglichAlkohol (auch eine Droge) eine ganz andere Einstellung hat und selbst anWeinproben proaktiv teilnimmt und auch gerne ein Glas Wein trinkt. ZumKulturgut Wein hat Frau Caspers-Merk eine große Affinität, obwohl Wein – wiealle Alkoholika – eine narkotisierende Wirkung hat.

BeimWein tendiert die Drogenbeauftragte eher zur Narkomanie [Worterklärungen amEnde das Artikels], bei Cannabis hingegen eher zur Narkophobie. DieseNarkophobie wird beim Predigen von Abstinenz bei der Drogenbeauftragtenmanchmal von einer geradezu erschreckenden Angsthysterie begleitet.Offensichtlich hat die Frau eine schizoide Einstellung zu Drogen, mal einemanische, mal eine phobische. Eine solche gespaltene Persönlichkeitseinstellungzu Drogen nennt man Schizonarkophobie, wobei es sich immer wieder zeigt, dassMenschen mit einer starken Narkomanie zum Alkohol oft stärker von einerNarkophobie gegenüber anderen Drogen wie Cannabis befallen sind als Menschen,die nur schwache Anzeichen einer Narkomanie aufweisen. Narkomanie scheint auchdie totalitäre Phantasie zu beflügeln, denn die allermeistenSchizonarkophobiker projizieren ihre narkophoben Phantasien auf andere Personenund nicht auf sich selbst, sie ziehen also andere Menschen mit ihrer Narkophobiein Mitleidenschaft. Gegen Narkomanie, Narkophobie und Schizonarkophobie gibt esein Heilmittel, und das heißt Drogenmündigkeit. Deshalb sollte sich dieDrogenbeauftragte mehr mit Drogenmündigkeit und weniger mit Abstinenz befassenund das Leitmotiv der Drogenpolitik nicht Abstinenz, sondern Drogenmündigkeitheißen.

 

Abstinenz: Enthaltsamkeit – besonders vom Alkohol- undDrogenkonsum, von lateinisch abstinere (fernhalten, fasten lassen,enthaltsam sein) aus lateinisch abs . . . (ab . . ., ent . . .) undlateinisch tenere (halten).

Hysterie: Persönlichkeitsstörung, bei der Geltungsbedürfnis,Egozentrismus und ein Bedürfnis nach Anerkennung im Vordergrund stehen; Angsthysterie:krankhafte Angst, die auf bestimmte Gegenstände oder Situationen fixiert ist; hysterisch:überspannt, von griechisch hysterikos (an der Gebärmutter leidend –somit Angst vor Unfruchtbarkeit bzw. vor Verlust des Fetus).

Manie: Besessenheit, Leidenschaft; krankhaft übersteigerteNeigung, krankhafte Leidenschaft, von griechisch mania (Wahnsinn, Sucht)bzw. mainesthai (rasen, toben, von Sinnen sein, verzückt sein).

Narkomanie: krankhaftes Verlangen nach Schlaf- oderBeruhigungsmitteln, Rauschgiftsucht.

Narkotisch: betäubend, berauschend; Narkotikum:Betäubungsmittel, Rauschmittel, von griechisch narkotikos (erstarrenmachend).

Phantasie: Vorstellungsvermögen, Einbildungskraft,Einfallsreichtum, Erfindungsgabe, Trugbild, von griechisch phantazesthai(sichtbar werden, erscheinen) bzw. phainein (sichtbar machen).

Phobie: krankhafte Angst; exzessive inadäquate Angstreaktion,die durch bestimmte Gegenstände oder Situationen ausgelöst wird, von griechischphobos (Furcht, Flucht).

Schizoid: seelisch zerrissen, von griechisch schistos(gespalten).

Schizophrenie: Bewusstseinsspaltung, Verlust des innerenZusammenhangs der geistigen Persönlichkeit, innere Widersprüchlichkeit, ausgriechisch schistos (gespalten) und griechisch phren (Verstand).

Totalitarismus: Die in einem diktatorischregiertem Staat in allen Gesellschaftsbereichen zur Geltung kommende Tendenz,den Menschen mit allem, was er ist und besitzt, voll zu beanspruchen und einebürokratisch gesicherte Herrschaftsapparatur auch bis hin zur Vernichtung derden Staat beschränkenden sittlichen Prinzipien zu entwickeln; totalitär:alles erfassend und sich unterwerfend, von lat. totus (ganz, gänzlich).
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