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"Cannabiz-in-Cologne"
Die okonomische Evolution des Hanfs
Publiziert am: 09.09.04 - Medienformen: Medienform Text

Der Köner Dom . . . wie schön

Es war einmal eine kleine CannaBusiness, die anfangs kaumeinem Ort willkommen war. Wir befinden uns Mitte der 90er-Jahre. DieHanf-Wirtschaft befindet sich in ihren Pionierjahren und wird von konventionellenWirtschaftszyklen nur müde belächelt, wenn überhaupt wahrgenommen. Wer hättedamals auch geahnt, dass sich diese Szene zu einer autonomen Wirtschaftskraftentwickelt, die es schafft sich rechtliche Relativismen und mediale Mechanismenzunutze zu machen?

 

Mittlerweile feiert die CannaBusiness ihren NeuntenGeburtstag und in Berlin findet zwei Woch davor (10. bis 12. September) einezweite Hanffachmesse, die InterHanf statt. Zehn Jahre, und der WirtschaftszweigHanf scheint immer mehr zu wachsen. Heute werden solche Expositionenzunehmend als Forum einer innovativen und weltweit vernetzten Branchewahrgenommen. Anstatt mit Scheuklappen betrachtet, werden Hanfmessen regelrechtumworben. Von Wasserpfeifen, Kleidung und Büchern über Kosmetika und Dünger istalles zu sehen, was irgendwie im Zusammenhang mit Hanf steht. Ein bedeutenderEtappensieg auf dem Weg zur sozialen Rehabilitierung des Hanfs.

 

Welch günstiger Wink des Schicksals, dass die zweiteHanf-Demo dieses Jahr nicht nur am selben Wochenende stattfindet, sondern auchnoch am selben Ort. Es handelt sich dabei um das Palladium in Deutschlandsviertgrösster Stadt Köln. Köln steht vom 24. bis zum 26. September also ganz imZeichen des Hanfes. Es synthetisieren sich Wirtschaft, Wissenschaft, Politikund Kunst zu einem wahren Mekka für cannabinoide Artgenossen. Die„Cannabiz-in-Cologne“ lädt dieses letzte September-Wochenende zum Aufklären,Informieren, Mobilisieren und Amüsieren ein. Zudem wollen alle Beteiligten eineMedienoffensive par excelance, die die Hanf-Pflanze wieder in einendifferenzierteren öffentlichen Diskurs bringen soll. Warum also nicht gleichganz Köln durch die grüne Brille betrachten, wenn hier neben dem NOVA-Institut,der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (IACM) unddiversen Magazinen auch flächendeckende Messe-, Medien- und Wirtschaftskonzerneihr Zuhause haben?Schon alleine das ist Grund genug für eine engereZusammenarbeit aller Partizipienten. Zudem leben im Umkreis von 100 Kilometerum Köln mehr als zehn Millionen Menschen und machen die Stadt zu einemwichtigen Zentrum nahe dem Drei-Länder-Eck.

Köln gilt als Top-Adresse für innovative, kreative undalternative Unternehmen, für kulturelle und politische Projekte, für kleineClubs und Mega-Events wie den Christopher Street Day oder das SOMA-Festival.Die Pop-Komm hat es bekanntlich nach Berlin verschlagen.

 

Die CannaBusiness im Kölner Palladium ist dieses Jahrerstmalig das ganze Wochenende für alle Besucher geöffnet. Den Besuchererwartet eine Exposition mit Ausstellern und Gästen aus rund zehn Nationen.Scheint ganz so, als würde es sich viel zu erzählen und Verschiedenes zuberauchen zu geben. Ähnlich wie die Hanf-Branche beweist das Palladium, dasssich alte Industriekultur gelungen mit innovativer Technik verknüpfen lässt.Das Palladium, eine hundertjährige, ehemalige Industriehalle in Mad-Max-Manier,bietet ein modernes Ambiente. Auf einer Fläche um die 4.000 Quadratmeternfinden die Aussteller den richtigen Rahmen, um sich mit ihren Produkten professionellund attraktiv zu präsentieren. Sollte dieses Angebot nicht ausreichen, stehenweitere Flächen zur Verfügung. So werden zum Beispiel die Abendveranstaltungenim „Kölner E-Werk“ und der „Dynamo-Lounge“ direkt gegenüber vom Palladiumstattfinden. Eine Partylocation der Extraklasse.

 

 

Hanf-Demo in Köln-Downtown - Die Pilot-Demo verlief letztesJahr ganz gut. Knapp 200 Demonstranten bekannten sich via Rauchzeichen zumfriedvollen Genuss von Cannabis. 2004 lautet das Motto der zweiten Hanf-Demo„Für das grüne Blatt der Sympathie“. Am Samstag, den 25. September, quasi zurHalbzeit der CannaBusiness wird es dieses Jahr leider keinen Umzug mitten durchdie City geben. Start und Ziel sind zugleich der Roncalli-Platz und der Dom.Los geht es um 13 Uhr und zu Ende um 15 Uhr. Zwischendurch gibt es einigeRedebeiträge. Recht mager für eine Demo. Dafür gibt es Shuttlebusse, diezwischen Messe und Demo pendeln.

 

 

Hier ein Auszug aus der Presseerklärung: „Mehr alszehn Jahre nach dem berühmten „Haschisch-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtsist die drogenpolitische Situation in Deutschland immer noch sehrunbefriedigend: Anstatt aufzuklären wird verboten, anstelle von Vertrauenaufzubauen wird es zerstört, anstatt junge Menschen vor den Gefahren von„harten Drogen“ zu schützen, wird indirekt ein „Schwarz-Markt“ gefördert, der„harte“ Drogen für Jugendliche zugänglich macht.

 

Das Verbot von Hanf (lat. Cannabis) lässt sichwissenschaftlich schon lange nicht mehr begründen – im Gegenteil –: auchGutachten des Bundesgesundheitsministeriums kamen zu dem Ergebnis, dass vonCannabis-Produkten eine weitaus geringere Gefahr ausgeht als dies bei derenVerbot noch angenommen worden war. Dennoch werden die Gesetze weiter verschärftund viele „harmlose“ Bürgerinnen und Bürger zu Kriminellen gemacht!

(. . .)

Das Problem betrifft einige Millionen Menschen inDeutschland. Ihr seid alle aufgerufen, an der Hanf-Demo teilzunehmen und am 25.September 2004 für die Änderung der Drogengesetze durch die Kölner Straßen zuziehen!“

 

Neben der Hanf-Demo und der CannaBusiness wartet das ganzeWochenende ein buntes Abendprogramm. Am Samstagabend beispielsweise gibt’s imE-Werk ein Live-Konzert – von „Extrem Liedermaching“ mit Götz Widmann (ExJointVenture). Des Weiteren warten Funky Grooves vom Geilen Institut und einewegflashende Tribal-Psychedelic-Trance-Show des Star Sounds Orchestra.

Ein weiteres Highlight ist die Sonderausstellung „Szene Comix“ mitGilbert Shelton (Schöpfer der weltbekannten anarchischen Freak Brothers, USA),Gerhard Seyfried (D), Bringmann & Kopetzki (D) und Steve Stoned (D), dieihre Werke auf der CannaBusiness auch signieren werden. Angekündigt hat sichaußerdem Joseph Pietri, der ehemalige internationale Cannabis-Schmuggler und-Feinschmecker alter Schule, um die deutsche Erstausgabe von seinem Buch „DerKönig von Nepal“ zu präsentieren. Sieht aus, als könnte die „Cannabiz inCologne“ die ganze City zum Dampfen bringen.
Adam Zawadski
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