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Legaler Hanfanbau für alle!
Hanf darf legal angebaut werden! Voraussetzung dafür ist allerdings eine Anbaugenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn.
Publiziert am: 27.08.04 - Medienformen: Medienform Text


Wir berichteten in unserer Januarausgabe über „Robert Jaroschs Kampf um den Führerschein“ (Anm. d. Red.: auf www.hanfjournal.de nachzulesen) mittlerweile hat er diesen zurückerobert. Nur reicht das dem Mainhausener nun nicht mehr. Er will mehr! Er will alles! Er will legal Hanf anbauen und das nicht nur für sich selbst, sondern wir alle sollen das dürfen. Scheint, als hätten die Repressionisten dieses mal den „falschen“ Kiffer gestresst: Ein Kiffer der sich wehrt! Ein Kiffer, der um seine Recht kämpft! Bravo Robert!

Robert hat vor einiger Zeit einen Cannabis-Anbau-Antrag gestellt und zwar für 20 Pflanzen zum Genussmittel-Eigenbedarf. :

„Ein öffentliches Interesse liegt vor, wenn die eine sachliche Entscheidung mehr

öffentlichen und gesellschaftlichen Zielen förderlich ist als eine andere. Den beantragten

Anbau zu genehmigen dient dem öffentlichen Interesse, im Sinne: 1. einer Stärkung und Stabilisierung der Normakzeptanz und Normtreue der Bevölkerung 2. einer Reduzierung der Kosten der Strafverfolgung und des Justizwesens bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz dieses Sektors 3. einer Reduzierung von Kriminalität und Kriminalitätsangst und 4. der Verbesserung der Volksgesundheit und damit einer Reduzierung der Kosten im Gesundheitswesen.“ Außerdem: „Strafrecht, das nicht wirkt, wird zum Symbolhandeln und die (wenigen) gefassten „Täter“ bringen, da an ihnen das Strafrecht exemplarisch statuiert wird, ein reales Opfer. Niemand vertritt ernsthaft die Ansicht, mit dem heute geltenden BtMG den Cannabis-Konsum wirklich reduzieren zu können. Dazu sind in der Mediengesellschaft die dieses Verbot tragenden Vorurteile viel zu leicht durchschaubar und überprüfbar geworden. Alleine die Politik, die meint, gewissen Wählerschichten gegenüber verpflichtet zu sein, ein kämpferisches Auftreten gegen Drogenmissbrauch an den Tag legen zu müssen, profitiert von der Aufrechterhaltung der bestehenden Rechtslage. Dies ist als Begründung für strafrechtliches Handeln des Staates nicht ausreichend.“

Der Antrag wurde, wen wundert es, unsinniger Weise abgelehnt und die BfArM hat dafür auch noch 50 Euros Bearbeitungsgebühr verlangt! Robert hat daraufhin mit seinem Anwalt Dr. Leo Teuter Widerspruch eingelegt und natürlich wurde auch dieser abgelehnt. Ein Misserfolg also?

Nein! Durch ihre Initiative wurde der Weg für eine Klage gegen die Ablehnung dieses Antrages geebnet. In erster Instanz wurde diese Klage vom Verwaltungsgericht in Köln zwar abgewiesen, aber mit folgender Begründung: „Die Erteilung einer einzelnen Ausnahmeerlaubnis an den Kläger ist jedoch wegen ihrer geringen Auswirkung nicht geeignet, diese Ziele zu erreichen oder zumindest in nennenswerter Weise zu fördern. Vielmehr könnte ein Einfluss auf Normakzeptanz, Kriminalität und Justizwesen nur durch die Erteilung einer Erlaubnis an eine Vielzahl von Personen erreicht werden.“ Nun geht es weiter zum Oberverwaltungsgericht in Münster.

Dazu sagt Rechtsanwalt Dr. Leo Teuter: „Daraus ergibt sich, dass ganz viele Anträge zusammenkommen müssen, um Wirkung zu erzielen.“ Und genau deshalb müssen nun alle, die legal Hanf anbauen möchten, diesen Antrag stellen. Und keine Angst, das ist strafrechtlich nicht relevant! Alle Mitmacher haben die Möglichkeit Hanf-Geschichte zu schreiben, denn sie werden die ersten Kiffer sein die vollkommen legal ihr eigenes Gras züchten dürfen! Euer „Seedwest“-Redakteur macht jedenfalls mit!

Natürlich werden alle Anträge erst einmal abgelehnt! Und es müssen 50 Euros gezahlt werden. Aber das sollte uns der Hanf-Anbau wert sein, oder? Siegen Robert und seine Anwälte, werden alle anderen Antragsteller und somit potenziellen Kläger von RA Dr. Leo Teuter und RA Stefan Kristen kostengünstig in einem Verfahren zusammengefasst. Wichtig ist, dass ihr eine Kopie des elfseitigen Antrages an die Grüne Hilfe Hessen sendet, damit dies dokumentiert ist! Der Antrag kann unter www.gruene-hilfe.de heruntergeladen oder gegen Einsendung von 2,50 Euros in Briefmarken bei der Grünen Hilfe Hessen, Untere Fuldergasse 12 in 36304 Alsfeld, angefordert werden.


Sokratis Zacharopoulos
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