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Wir greifen in die Mottenkiste: Historische Dokumente zu Cannabis
(Pub. April 2004)
Publiziert am: 07.04.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04april artikel Wir greifen in die Mottenkiste:Historische Dokumente zu Cannabis

Kramt ihr auch manchmal eure alten Tagebücher mit angeknickten Ecken und bunten Stickern aus der 5.Klasse raus? Mann, was für einen Schrott hat man da geschrieben! Wer mag wen . . . und überhaupt hatte immer alles Absolutheit. Die Welt war schön. Die Welt war schlecht. Alle waren total verrückt. So ein Blick in die Geschichte lohnt sich auch für das Hanf-Pflänzchen – den offiziellen Lebenslauf, die mehr als 10.000 Jahre dauernde geschichtliche Entwicklung des Hanf habt ihr schon lesen können. Hier sozusagen ein paar Tagebuchaufzeichnungen. Viel Spaß beim Lesen und nicht vergessen: längst nicht alles, was mal in der Zeitung stand, stimmt auch.

New York Times, 6.7.1927:

Wie eine Familie durch Marijuana zerstört wurde

„Eine Witwe und ihre vier Kinder sind verrückt geworden, nachdem sie eine Marihuana-Pflanze aßen, so die Ärzte, die sagen, dass keinerlei Hoffnung besteht, die Leben der Kinder zu retten, und dass die Mutter zeitlebens verrückt sein wird. Die Mutter hatte kein Geld, um andere Lebensmittel für die Kinder zu kaufen, die zwischen drei und fünfzehn Jahre alt waren; also sammelte sie einige Kräuter und etwas Gemüse, das in ihrem Garten wuchs, um daraus ihr Abendbrot zu bereiten. Zwei Stunden, nachdem Mutter und Kinder die Pflanzen gegessen hatten, erlitten sie einen Anfall. Nachbarn, die Ausbrüche von irrem Gelächter hörten, fanden die ganze Familie vom Wahnsinn befallen. Eine Untersuchung ergab, dass das betäubende Marihuana im Gemüsegarten wuchs.“

V.A. Reko, 1949

In den späten 40ern veröffentlichte ein V.A. Reko eine Hetzschrift gegen Cannabis, die für viele spätere „Experten“ so eine Art Bibel-Status bekam und gerne und oft zitiert wurde (speziell von den „Fachleuten“, die ohne eigene Kenntnisse für Politiker Gutachten schreiben mussten).

Charaktereigenschaften der Cannabis-KonsumentInnen

„Haschisch-Süchtige gelten als unzuverlässig und in Geschäften als waghalsig. Als Charakteristicum ihres Erscheinungsbildes seien die vernachlässigte Kleidung, die infolge starker Conjunctivitis geschwollenen Augenlider sowie das mürrisch verzogene Gesicht hervorgehoben.

Wie bei alten chronischen Schnapstrinkern so ist auch hier die rote Nase, der charakteristische Tremor der Fingerspitzen und ein intensiver Speichelfluss aus den Mundwinkeln auffallend. Die Zeit zwischen den einzelnen Extasen erfüllt den Süchtigen mit tiefer Niedergeschlagenheit, verzweifelter Schwäche und Lebensekel, so dass Selbstmord das häufige Ende ist.“

„Interessant ist auch, dass der Süchtige kaum mehr aus eigenen Kräften von diesem Laster loskommt, obschon die Entwöhnung mit weitaus weniger Schwierigkeiten und viel geringeren Abstinenzerscheinungen verbunden ist, als etwa die von Morphin und Cocain.“


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