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Hoffnungsschimmer im Mutterland
Jamaika debattiert über mehr Toleranz für Rastas
(Pub. April 2004)
Publiziert am: 07.04.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04april artikel Jamaika debattiert über mehr Toleranz für Rastas

Bald soll das Weed in Jamaika legal werden. Das empfiehlt zumindest ein Ausschuss des jamaikanischen Abgeordnetenhauses, welcher sich in den letzten Wochen und Monaten mit der Frage befasste, inwieweit die Illegalität der Pflanze Hanf Angehörige der religiösen Rastafari-Gemeinde diskriminieren würde. Diese rauchen Cannabis in einem sakramentalen Akt und fühlen sich so durch das Gesetz in ihrer religiösen Freiheit beschnitten.

Der Ausschuss erkannte jedoch auch an, dass die internationalen Drogenabkommen dieses Ziel behindern könnten. Daher wurde die Regierung beauftragt eine internationale Initiative zu starten, welche die bestehenden Drogenabkommen überarbeiten sollte. Bei einer Fachanhörung im Deutschen Bundestag wurde diese Problematik jedoch weit geringer problematisch eingeschätzt. Damals gingen die Experten davon aus, dass eine Rücknahme der Unterschrift genüge und man anschließend an eine erneute Unterschrift lediglich weitere Bedingungen wie die Legalität der Hanf-Pflanze knüpfen müssten.

Der Ausschuss empfahl, dass der Gebrauch von „Ganja“ – wie es in Jamaika genannt wird – in Zukunft straffrei vonstatten gehen solle. Öffentliches Kiffen sollte demnach nur noch als minderes Vergehen verfolgt werden und nicht mehr im Vorstrafenregister auftauchen. Bei Gebrauch durch Minderjährige sollen Konsument und Erziehungsberechtigter zu einer Beratung geschickt werden.

Ob das die Abgeordneten erst nach dem Vorstoß des Ausschusses feststellten, dass in Jamaika Kiffen eigentlich illegal ist oder sie es vorher schon wussten, konnten wir leider nicht mehr feststellen. Der restlichen Welt scheint dies bisher sicher entgegangen zu sein, denn kaum ein anderes Land wird so mit Kiffen verbunden wie Jamaika. Gerade Kiffhalbgötter wie Bob Marley haben ja dieses Klischee extremst bedient. Doch auch die jamaikanische Bevölkerung scheint das Verbot für unsinnig zu halten. Doch ob es wirklich zu einer Reform kommt, hängt und fällt wohl wieder einmal mit unserem Lieblingsland USA, sollten diese mit Sanktionen gegen Jamaika bei einer Liberalisierung aufwarten, könnte auch die Empfehlung wieder in den weiten Tiefen des Ozeans versinken.

Teo Nanacatl


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