Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

news
Druckversion

Die Geschichte von "Cannabis Sativa"

Es war ein mal vor langer, langer Zeit... da entdeckte jemand plötzlich bisher unbekannte Seiten an Hanf, oder besser, aus Hanf.
Publiziert am: 05.08.02 - Medienformen: Medienform Text


Allen Versuchen zu verschweigen und unerwähnt zulassen zum Trotz, ist Hanf aus der offiziellen Geschichtsschreibung nicht wegzudenken. Also setzen wir unsere Reise durch die Geschichte, mit einem kleinen Schwenker, fort:

Man erzählt sich in China, dass vor ca. 2100 Jahren ein Eunuch und Schriftgelehrter am kaiserlichen Hofe gelebt habe, mit Namen Kai Lun. Auf ihn wird die Erfindung von Hanfpapier zurückgeführt. Um seiner revolutionäre Erfindung die nötige Anerkennung und Aufmerksamkeit des Kaisers zu Teil werden zu lassen, wendete er eine List an. Kai Lun lies sich der Sage nach für tot erklären und verfügte, man möge Hanfpapier um seinen Sarg legen und verbrennen. Im Anschluss inszenierte er seine eigene Wiederauferstehung, die er der Macht seiner Erfindung zuschrieb. So kommt es, dass bei chinesischen Beerdigungszeremonien traditionell Hanfpapier verbrannt wird.
Lange Zeit hüteten die Chinesen das Geheimnis der Hanfpapierherstellung, wie ihren größten Schatz. Verrätern drohte die Todesstrafe. Erst 500 n. Chr. schwappte das Wissen der Hanfpapierherstellung nach Japan. Damit war der Weg frei und die Hanfpapierherstellung breitete sich von dort erst im Orient (8.Jahrhundert) und später auch in Europa aus.

Ca. 1390 wurde im heutigen Deutschland zum ersten Mal Papier aus Hanffasern hergestellt. Schon zuvor hatte Hanf seinen festen Platz als wichtiger Rohstoff gesichert. Vermutlich durch den Maureneinfall in Spanien war der Hanfanbau in Westeuropa wiederbelebt worden. Hanffasern in Kleidung und Häusern wie auch Cannabisblüten als Heilkraut schützten die Menschen.
In England war Hanf im achten Jahrhundert sogar zur wichtigsten Nutzpflanze emporgestiegen.
So entwickelte sich auch im Mittelalter, Hanf zu einem kostbaren Gut. In Klöstern arbeiteten die Mönche im Schein brennender Hanföllampen und kopierten ihre Abschriften auf Hanfpapier.
Im Jahr 1455 druckte Gutenberg seine erste Bibel auf Hanfpapier.

Und da selbst Kirchenhistoriker um die Bedeutung von Hanf nicht herumkommen, scheitert Hanfpapierherstellung heute nicht mehr am Wissen, höchstens an der Verfügbarkeit von Faserhanf. Und das ist politisch.
Autor: Ines Eichmüller

Mehr zum Thema:

Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-