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Die Maulhelden - Heute: Der Sommer

Publiziert am: 05.08.02 - Medienformen: Medienform Text


Die Luft flimmert über dem wabernden Asphalt der Straße mir gegenüber und seit einer unbestimmbaren Zeit beobachte ich, auf dem Rücken im Gras liegend, eine tote Ameise.
Die Planung allgemeiner Bewegungsabläufe verendet in einer schwachen Erinnerung. Meine Arme liegen wie Blei neben dem Oberkörper, ihre üppige Behaarung hängt schlaff und klamm herunter.
Rissige Lippen, die nur widerstrebend knirschend eine gegenseitige Kontaktaufnahme akzeptieren.
Jeder nötige Schluckversuch endet in einer krampfigen Würge-Odyssee und am Gaumen bildet sich ein pelziger Film aus Staub und Blütenpollen, der dieses kratzende Berührungsgeräusch mit der Zunge entstehen lässt. Trotz aller Schwäche muss man es einfach immer wieder hören - ein menschlicher Klettverschluss!
Der Hauch eines flüchtigen Lächelns.
Ich halluziniere, ich liege in einem See aus meinem Schweiß.
Die Hitze ist beinahe unwirklich.
Das zweitbeste Mittel ist Ignoranz, das Beste wäre Schatten, aber der liegt unerreichbar weit, 3 Meter nach links unter der Eiche.
Die Sonne bringt offensiv die Bläschen auf der Stirn zum kochen und die Kopfhaut pellt sich dazu munter in chipsgroße Fladen. Die letzte Fanta ist vor etwa einer Stunde verdampft.
Eine Stimme aus dem Nichts der absoluten Verspannung sagt, wahrscheinlich zu mir: „Hey, du liegst im Gras...“
Was für ein Scharfsinn, denke ich, und versuche bewusst zu atmen. Dann greift die linke Hand zur Stimme unter mir, zumindest fühlt es sich so an.
Sie zerrt, es knistert, ein bejahendes Grummeln, Ruhe.
Und dann wieder die Stimme, irgendwann später, von irgendwo anders:
„Willste mal ziehen?“ -
„Ich habe...“ nicht mal ansatzweise eine Ahnung, was du eigentlich von mir willst, möchte ich wahrheitsgemäß antworten, beende den Satz aber spontan mit: „...auf jeden Fall Bock,“ und nehme etwas in den Mund, das mir wie eine Schaffnerpfeife vorkommt.
Schüttelnd beginnt sich der Zug gemächlich in Bewegung zu setzen, langsam, denke ich. Und inhaliere.
Mann, macht der einen Dampf... und wie er im Schädel rattert... mal sehen wo ich ankomme...
Was war noch mal?
Ach ja: Draußen ist es heute echt irgendwie highs, finde ich.
Endstation.
Autor: Die Maulhelden

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