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Von Beat bis Single Convention

(Pub. Dezember 2003)
Publiziert am: 03.12.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03dezember artikel Hanfhistorie Von Beat Von Beat bis Single Convention a

Es war einmal eine Zeit, von der träumen viele noch heute . . . Blumen in den Konventionen brechend langen Haaren, eine Zeit untrennbar verbunden mit Musik und Marihuana-Schwaden.

Die Musikszene der Sechzigerjahre ruft die Revolution aus: Offene Bekenntnisse zum Marihuana-Konsum. Songs über Drogenerfahrungen, die auch noch die Hitparaden stürmen. So manche verkleidet als harmlose Geschichten über kleine Zauberdrachen, faszinierende Frauen, Seemänner oder Tambourin-Spieler. Von Beatles über Janis Joplin bis zu Bob Dylan thematisieren die Musikschaffenden Drogen in ihren Liedern und schreiben damit Musikgeschichte. Zur gleichen Zeit entwickelte sich eine neue Musikrichtung, die so eng mit Marihuana verknüpft sein sollte, wie später keine andere: der Reggae. Entstanden aus dem Musikstil Ska, gemischt mit Wut über die Herrschaft der Weißen und Sehnsucht nach dem Heimatkontinent Afrika, wurde Reggae zum Ausdrucksmittel der farbigen Bevölkerung Jamaikas. Die Rastas fanden den Sound ihrer Religion, zu der auch der Konsum von Cannabis gehört. Für sie heißt es schlicht „Ganja“ und ist ihnen heilig, da es in ihren Augen dem Volk geistige Nahrung gibt. Die jungen Menschen Europas und der USA sind begeistert. Freie Liebe, Gemeinschaftsgefühl, kreisende Joints . . . Die Revolution lebt und liebt.

Zur gleichen Zeit, an anderem Ort kreisen bei der Weltgemeinschaft die Vertragspapiere der Single Convention. Die Staaten, die sie unterzeichnen, verpflichten sich 1961 u. a. zur internationalen Zusammenarbeit bei der Kontrolle und Bekämpfung von Cannabis-Anbau, -Handel und -Konsum. Das Einheitsabkommen über Suchtstoffe löst die internationalen Opium-Übereinkünfte von 1912 und 1925 ab.

Mitte der Sechzigerjahre verbreitet sich mit dem Lebensgefühl der Hippies in den USA und später auch in Europa der Konsum von Cannabis. In der Öffentlichkeit gilt es als Protestdroge und Genussmittel, das jugendlichem Leichtsinn zugeschrieben wird. Doch Besitz und Handel stehen unter Strafe und so sprießen dem Widerstand erste Blütentriebe. Auch der Preis wächst schnell in die Höhe. Im trendigen Reiseziel und Produktionsland Nepal steigt der Preis von 15 Dollar auf 70 Dollar für ein Kilo Haschisch, dort „Charas“ genannt.

Und wenn heute „Superstars“ vor die Jury treten, dann ist klar, dass Drogen aus Musik und Subkulturen nicht wegzudenken sind. Leistungs- und Ellenbogengesellschaft hin oder her.

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