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Luxemburg

(Pub. Dezember 2003)
Publiziert am: 03.12.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03dezember artikel Luxemburg

Am 27. April 2001 trat in Luxemburg ein neues Drogengesetz inkraft. Strafbar sind nach wie vor fast alle Umgangsformen mit Cannabis, inklusive des Konsums. Allgemein wurden die Strafen herabgesetzt, für Cannabis-Konsum ist aber immer noch eine Geldstrafe zwischen 250 und 2500 Euro vorgesehen. Konsum von Minderjährigen kann sogar zusätzlich mit acht Tagen bis sechs Monaten Haft geahndet werden. Von den insgesamt 60 Abgeordneten stimmten 19 dagegen und sieben enthielten sich.

Am 13. Juni 2004 finden in Luxemburg wieder Parlamentswahlen statt. Vor diesem Termin dürfte kaum noch mit weiteren Änderungen zu rechnen sein. Über eine generelle Reform wird nicht mehr geredet, in der zuständigen Parlamentskommission sind schon längere Zeit so gut wie keine Aktivitäten mehr zu verzeichnen. Vor allem das präventive Testen von Verkehrsteilnehmern auf den Konsum illegaler Drogen ist zunehmend in der politischen Diskussion: Tests und entsprechende Gesetze wie im Ausland gibt es noch nicht.

Dass auch in Luxemburg Cannabis-Konsum zum alltäglichen Leben gehört, zeigt die vom Suchtpräventionszentrum in Auftrag gegebene und im Mai 2000 veröffentlichte Studie „Cannabis in Luxemburg“. Demnach gleicht der Konsum dem der Nachbarländer. In der 8. Klasse konsumierten bereits 4,7 Prozent der Schüler regelmäßig, 15 Prozent haben schon mal probiert. In der 12. Klasse fanden sich 13,3 Prozent aktueller Konsumenten, 43,3 Prozent haben schon mal gekifft. In Luxemburg kennt laut dieser Studie auch fast jeder irgendjemanden der Cannabis nimmt oder von dem er es beziehen könnte und 16,7 Prozent der befragten Personen (zwölf bis 60 Jahre) waren in dem Glauben, dass der Konsum nicht verboten sei, weitere 29,2 Prozent waren sich darüber im Unklaren.

Auch in Luxemburg gibt es verschiedenste Legalisierungsgruppen. Eine davon ist Life. Diese gründete im März 2002 die „Initiative für eine ehrliche Suchtprävention“. Zu den Hauptzielen gehören eine ehrliche Aufklärung über Drogen - vor allem über Cannabis- und Drogenkonsum im Allgemeinen nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen.
Am 9. Juli 2002 fand eine Kundgebung für eine tolerante Cannabis-Politik unter dem Motto „Prävention statt Repression“ in Esch/Alzette, der zweitgrößten Stadt des Großherzogtums, statt. Die übrigens erste Demo von diesem Ausmaß wurde mit Konzerten von fünf Bands begleitet.

Brandneu herausgekommen „Cannabis - eine Bestandsaufnahme“ in deutscher und französischer Sprache: http://homepages.spider.lu/johnnyth/Cannabis.htm
In Planung sind praktische Handzettel zum Vorstellen der Initiative sowie auch Fördermitgliedskarten. Treffen mit Politikern und Parteien werden im Wahlkampf ebenfalls nicht ausbleiben! LIFE freut sich über jede Unterstützung durch aktive Mithilfe oder finanziell.


Life - Initiative für eine ehrliche Suchtprävention
53 Val des Aulnes, L-3811 Schifflingen
Tel. (00 35 2) 26 53 08 95
http://www.act4cannabis.lu
initiativ@act4cannabis.lu
CCPL IBAN LU24 1111 1948 9825 0000
Vermerk „Cannabiskampagne“

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