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Sündenbock gefunden!

Spanien hetzt gegen Shops und Magazin
(Pub. Febraur 2004)
Publiziert am: 11.02.04 - Medienformen: Medienform Text


Die konservative spanische Regierung unter Ministerpräsident Jose Aznar macht Stimmung gegen Cannabis und dessen Unterstützer. Cannabis-Magazine seien verantwortlich für die gestiegenen Konsumentenzahlen unter Jugendlichen.

Während der letzten sechs Monate hat Innenminister Angel Acebes wiederholt Vorschläge unterbreitet, Grow Shops und Samenbanken schließen zu lassen. Außerdem griff er Spaniens führende Pro-Cannabis-Publikationen an. Diese seien Verteidiger des Kiffens unter Teenagern. Ein Regierungsausschuss wird demnächst Empfehlungen für die kulturelle Offensive gegen Cannabis im März geben.

Die Regierung Aznars hat seit Herbst 2002 immer wieder angedeutet die Cannabis-Kultur stärker verfolgen zu wollen. Richtig auf den Weg gebracht wurde die Offensive im Juli 2003 als der Innenminister die steigenden Konsumentenzahlen unter spanischen Jugendlichen auf den Einfluss von Magazinen wie „Canamo“ zurückführte. Diese Publikationen würden die Kids manipulieren, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Daraufhin setzte er eine Expertenrunde ein, die prüfen soll, welche Maßnahmen geeignet sind, solche Manipulationen zu unterbinden. Dies könnten auch Gesetze sein, die mit größerer Härte solch schädliches Verhalten zu verhindern versuchen.

Seitdem fährt die spanische Regierung einen harten Kurs gegenüber Cannabis. Ständig tauchen neue „schockierende“ News auf, die zum Beispiel die gestiegenen Konsumentenzahlen unter Jugendlichen oder die qualitative Verbesserung des Cannabis in den letzten Jahren beinhalten.

Und wie immer ist hier natürlich Politik im Spiel. Im März stehen Wahlen in Spanien an und die konservative Regierung hofft, sich mit diesem Sündenbock Sympathien unter Eltern, Lehrern und Konservativen zu sichern, so der Redakteur der Zeitschrift „Canamo“, Gaspar Fraga.

Dabei solle sich die spanische Regierung lieber mal mehr um den Alkohol- und Nikotin-Missbrauch kümmern. Immerhin trinken 55 Prozent der spanischen Teenager regelmäßig Alkohol, so Fraga.

Aber es ist nun mal wesentlich einfacher sich einen Sündenbock zu suchen als sich ernsthafte Gedanken um sinnvolle Prävention zu machen.
Autor: Martin Schwarzbeck

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