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Der erste Cannabistote

(Pub. Februar 2004)
Publiziert am: 11.02.04 - Medienformen: Medienform Text


Vor kurzem ging eine zunächst beängstigende Meldung von Großbritannien aus um die Welt. Ein 36 jähriger Brite sei als erster Mensch der Welt nachweislich dem Kif zum Opfer gefallen. Über elf Jahre hinweg soll er sechs Joints täglich geraucht haben und eines Tages war er einfach tot.

So berichtete der Spiegel unter Verweis auf britische Medien. Das kommt uns doch etwas merkwürdig vor und zwar nicht nur, weil die Quelle nicht unbedingt als Kompetenz in Drogenfragen gilt. Elf Jahre lang keinerlei Probleme und dann plötzlich Tod durch Cannabisvergiftung?

Also schauen wir uns doch mal die Umstände an, unter denen dieser waghalsige Bericht publik wurde, den der „Spiegel“ so unkritisch übernahm.

Am 29.01. wird Cannabis in Großbritannien von der mittleren in die am wenigsten restriktive Kategorie des britischen Drogengesetzes herabgestuft. Da laufen die Konservativen natürlich Amok und ziehen sämtliche Register. Cannabis sei heute aufgrund der erhöhten Wirkstoffkonzentration viel gefährlicher als früher heißt es da. Das sind doch Argumente, die wir nur allzu gut auch von Deutschlands Konservativer Front kennen. Und auch dieser mysteriöse Todesfall, der übrigens schon über fünf Monate her ist, wird plötzlich aus der Schublade gekramt.

Woher die berichtenden britischen Medien und der Spiegel die Sicherheit nahmen, dass dieser Tod durch Cannabis verursacht wurde, bleibt allerdings ungeklärt. In der offiziellen Todesmeldung wurde der Tod nämlich nur als unfallbedingt angegeben, mit dem Zusatz „mögliche Cannabisvergiftung“. Einen Nachweis dazu gab es nie.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit hat nämlich den britischen toxikologischen Bericht noch mal eingehend geprüft und festgestellt, dass die Todesursache unklar bliebe, eine Cannabisvergiftung jedoch ausgeschlossen werden könne. Zudem beinhalte die britische Untersuchung methodische und analytische Unzulänglichkeiten.

Tja, da drängt sich einem doch die Ansicht auf, dass wir es hier mit einer eins A Verschwörung zu tun haben, die nur dem Zweck dient, die allgemeine Paranoia wieder etwas Hochkochen zu lassen. Ich denke wir können weiterhin sorglos behaupten:

An den direkten Auswirkungen des Cannabiskonsums ist noch niemand gestorben!

P.S.: Das das Kif gefährlicher ist, bloß weil es stärker ist, ist übrigens auch absoluter Unsinn. Denn schließlich müssen wir weniger Rauch einatmen um genauso bekifft zu sein wie frühere Generationen.
Autor: Martin Schwarzbeck

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