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Marokko abhängig von Cannabis

Doch Einsicht führte nicht zur Verbesserung
(Pub. Februar 2004)
Publiziert am: 11.02.04 - Medienformen: Medienform Text


Neueste Untersuchungen der marokkanischen Regierung zeigen erstmals sogar amtlich, wie abhängig die marokkanische Wirtschaft von Cannabis-Produktion und -verkauf ist.

Gewusst haben wir es schon lange: Marokko ist der größte Hasch-Exporteur der Welt und kaum eine andere Bevölkerung der Erde ist wirtschaftlich so vom Cannabis-Handel abhängig wie Marokko. Nun ist es jedoch nicht mehr nur ein offenes Geheimnis, sondern auch von den Behörden bestätigt, denn jetzt hat Marokko das Tabu gebrochen und die Karten auf den Tisch gelegt.

Über 800.000 Marokkaner leben vom Anbau von Cannabis. Vom Verkauf und von Zuliefergeschäften fast nochmals so viele. Eine Fläche von über 134.000 Hektar ist mit Cannabis-Pflanzen bestückt und gut zwei Drittel der Landwirte im Rif-Gebirge sind im Drogengeschäft verwickelt. Dies besagt zumindest das Papier, das Marokko in Zusammenarbeit mit dem UNO-Büro für Drogenbekämpfung erstellt hatte.

Für viele Experten sind diese Zahlen zwar immer noch weniger als vermutet, zeigen aber deutlich auf, dass der Cannabis-Anbau zu den wichtigsten Anbauprodukten des Landes gehören. Rund 210 Millionen Euro bringt den Bauern der Cannabis-Anbau ein, was im Durchschnitt 2.100 Euro für jeden einzelnen Bauern entspricht. So werden die Bauern – im Gegensatz zu der schmuggelnden Maffia – mit dem Anbau nicht wirklich reich, verdienen aber immer noch das Achtfache mehr als beim Anbau von Getreide.

Dem Bericht zufolge machen die mafiösen Organisationen, die das Hasch und Gras nach Europa schmuggeln, einen Umsatz von rund 10,5 Milliarden Euro im Jahr. «Marokko hat einen mutigen Schritt getan, indem es das Ausmaß des Cannabis-Anbaus offen legte», betonte Antonio Maria Costa, Generaldirektor des UNO-Büros für Drogenbekämpfung. «Nun muss Europa sich daran machen, den Konsum unter den jungen Leuten zu reduzieren.» Dass dies niemals Erfolg haben wird, erwähnt er jedoch nicht. Die einzige Möglichkeit die Gelder von der Mafia zu den Bauern umzuleiten, wäre eine vollkommene Legalisierung. Alles andere spielt nur in die Hände der Mafia. Ob Costa das nicht erkennt oder einfach nur genug Schmiergeld von Seiten der Mafia bekommt, bleibt somit weiter offen.
Autor: Werner Graf

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