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Million Marijuana March

Global March for Cannabis Liberation
(Pub. Februar 2004)
Publiziert am: 11.02.04 - Medienformen: Medienform Text


Wie jedes Jahr seit 1998 sind alle Hanf-Aktivisten Anfang Mai weltweit aufgerufen, Aktionen gegen die Prohibition durchzuführen. Im Jahr 2003 wurde in über 250 Städten weltweit demonstriert. In Deutschland fanden 13 Veranstaltungen zum Million Marijuana March statt. Erstaunlicherweise fünf davon in Hessen. Nicht schlecht für ein schwarz regiertes Land. In Darmstadt, Frankfurt, Viernheim, Limburg und Lauterbach gingen Aktivisten auf die Straße.

Dana Beal, berühmt geworden durch seine „Smoke-Ins“ in den 1960ern, ist der Mentor dieses internationalen Legalisierungs-Events. Mit den Leuten von „Cures not Wars“ in New York betreut er die Liste der Städte und Organisationen, welche sich am MMM beteiligen. Sie entwerfen Poster, Flyer, Fähnchen, Sticker und sammeln Geld um diese damit weltweit kostenlos zu versenden! Warum machen die das? Damit DU endlich gegen das Cannabis-Verbot aktiv werden kannst ohne dich um Flyer und Plakate kümmern zu müssen. Was ohne Sponsoren auch kaum zu finanzieren wäre, da wir wegen der Prohibition diese horrenden Schwarzmarktpreise für unser Lieblings-Agrarprodukt bezahlen müssen.
Am einfachsten ist es natürlich, nur die Flyer zu verteilen. Aber wer würde nicht gerne seine eigene Stadt auf der Rückseite stehen sehen? Dazu musst du etwas auf die Beine stellen. Zum Beispiel einen Infostand:
Infostände muss man mindestens zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt anmelden. Dazu genügt ein formloses Schreiben. In den meisten Fußgängerzonen gibt es feste Plätze für einen Infostand. Einfach beim Ordnungsamt anrufen und fragen, wo man Infostände aufbauen darf. Die können dir auch gleich sagen, ob der Platz noch frei ist und was du weiterhin beachten musst. Ein paar Tage nach der Anmeldung hast du dann eine Erlaubnis in deinem Briefkasten. Wenn es länger dauert, will dich wahrscheinlich jemand ärgern. Locker bleiben und persönlich dran erinnern. Die Genehmigung musst du auf Verlangen vorweisen. Das wird manchmal kontrolliert. Sie ist gleichzeitig deine Durchfahrtsgenehmigung zum Be- und Entladen, womit wir auch schon beim Equipment wären. Zunächst brauchst du mindestens zwei Freunde die mitmachen, einen Tapezier- oder Campingtisch, ein altes Bettlaken zum Abdecken des Tisches und Infomaterial und/oder Unterschriftenlisten. Deine Message kannst du auf das Laken pinseln, mit einfacher Abdeckfarbe (Anm. d. Red.: Grün?) aus dem Baumarkt: 500 ml kosten etwa fünf Euro. Denk auch an zwei oder drei Klappstühle, sonst müsst ihr die ganze Zeit stehen. Wir hatten auch schon ’ne Couch dabei - Couch rockt! Ein Sonnenschirm und eine Plastikplane sind sehr praktisch für den Fall, dass es regnen sollte. Ein Gartenpavillon ist natürlich noch besser. Jetzt fehlen dir nur noch ein paar Steine, die du auf die Flyer legen solltest. Sonst erklärt dir der Wind, warum Flyer auch Flugblätter genannt werden!
Eine Kundgebung im Freien wird beim Ordnungsamt angemeldet. Für eine Kundgebung ist ein Kleinbus oder ein Traktor mit Anhänger am geeignetsten: ihr könnt alles gemütlich einen Tag vorher dekorieren und aufbauen und habt eine fahrbare Bühne für Redner, Bands etc. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Indoor kannst du auch eine Party organisieren. Selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentren sind hier die erste Adresse zum Nachfragen. Meist ist dort bereits Bühnen-Equipment und ähnliches vorhanden und ihr könnt euch voll und ganz auf das Programm konzentrieren: Redner und Bands einladen und Infomaterial besorgen. Es ist auch schon vorgekommen, dass sich aus einer Veranstaltung eine „spontane“ Demonstration durch die Fußgängerzone entwickelt hat . . .
Eine „spontane“ Demo musst du nicht anmelden, denn sie ist ja spontan. Für diese Variante kannst du natürlich vorher nicht mit Flyern mobilisieren. Auch ein Wagen mit Anlage wird nicht als spontan akzeptiert werden. Ein Banner (altes Laken, Abdeckfarbe, zwei Besenstiele) kannst du aber trotzdem pinseln, das dauert ja nicht lange. Auf alle Fälle solltet ihr eine Antwort parat haben, um zu erklären weshalb ihr das plötzliche Bedürfnis habt, „spontan“ zu demonstrieren. Trommel vorher möglichst viele deiner Freunde zusammen. Allein macht das nur halb soviel Spaß. Wenn ihr dann losdemonstriert kommt es gut an, Flyer mit eurer Message drauf zu verteilen. Wenn ihr Zip-Loc-Tütchen an die Flyer tackert, werden sie euch garantiert aus den Händen gerissen. Bei allzu penetranten Nachwuchskiffern auf Zip-Loc-Jagd bitte nachsichtig sein . . . Peace!
Eine „unspontane“ Demonstration musst du vorher bei der Polizei anmelden. Dazu muss ein Versammlungsleiter und eine Route bestimmt werden. Außerdem müsst ihr bei der Anmeldung bereits angeben, wie viele Demonstranten ihr erwartet. Pro 50 erwarteter Demonstranten müsst ihr einen Ordner stellen. Meist kostet es auch eine kleine Bearbeitungsgebühr. Nach der Anmeldung werdet ihr zu einem informellen Gespräch eingeladen. Bei diesem Gespräch werdet ihr über eure Rechte und Pflichten informiert. Im Vorfeld solltest du zunächst im Internet abchecken, welche anderen Hanf-Gruppen wie Grüne Hilfe, Hanfparade, Hanffest, Hanf Initiative, Cannabis legal usw. es vor Ort gibt und mit denen Kontakt aufnehmen. Die helfen dir sicher gerne weiter. Auch Grow- und Headshops solltest du ansprechen, abgesehen vom Flyerauslegen sind sie meist nicht nur an Umsatzzahlen interessiert und werden dich gerne unterstützen. Bei den Parteien und deren Jugendorganisationen solltest du unbedingt anklopfen. PDS, die Grünen, [solid´], Grüne Jugend, aber auch die Jungen Liberalen stehen solchen Aktionen meist offen gegenüber und können euch mit Rat und Tat unterstützen. Auf www.berlin.de/polizei/LKA/versammlungsbehoerde.html sind unsere Hanf-Schädlinge ausnahmsweise einmal nützlich: hier könnt ihr alles genau nachlesen und ein Formular zum Anmelden einer Demo downloaden.
Nach der Anmeldung läuft alles wie gehabt: Bettlaken bepinseln und Infomaterial besorgen. Auch das Hanf Journal kannst du zum Beispiel kostenlos bestellen, deinen Flyer reinpacken und es verschenken.. Falls du Mitstreiter suchst schreibe uns eine Mail (redaktion@hanfjournal.de) oder poste im Forum von www.hanfjournal.de, wir veröffentlichen dann in unseren nächsten Ausgaben deine Angaben, damit sich Helfer bei dir melden können. Eine/r muss nur den Anfang machen . . .
Infomaterial kannst du gegen Portokosten bei den aktiven Organisationen beziehen, oder selber kopieren.

Weitere Infos und Kontakte zu möglichen Referenten findest du unter:
www.hanfverband.de; www.drogenpolitik.org, www.zeig-dich.de, www.cannabislegal.de, www.gruene-hilfe.de, www.hanf-initiative.de, www.cures-not-wars.org, www.hanfjournal.de
Autor: Sokratis Zacharopoulos

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