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Rapider Rückgang der Drogentoten
Im ersten Halbjahr des Jahres 2002 konnte ein enormer Rückgang der Drogentoten festgestellt werden. Gerade die Städte, in denen Drogenkonsumräume eingerichtet wurden, konnten einen großen statistischen Erfolg verbuchen.
Publiziert am: 22.08.02 - Medienformen: Medienform Text


Vor einem Jahr waren es noch 821 Menschen, die in den ersten 6 Monaten des Jahres an den Folgen des Drogenkonsums gestorben sind. 2002 waren es im vergleichbarem Zeitabschnitt nur noch 568. Als Drogentoter gilt hierbei, wer an einer Überdosis oder an Folgeerkrankungen der Sucht stirbt, wer als Drogenabhängiger Selbstmord begeht oder durch einen Unfall ums Leben kommt. Der Rückgang der Toten durch illegalen Drogenkonsum ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Nur mit einer Ausnahme konnten beispielsweise alle Städte, wie Hamburg, Frankfurt und Köln, in denen Drogenkonsumräume installiert wurden, ihre Zahl der Drogentoten enorm senken. Die einzige Ausnahme hierbei war Hannover. Noch unter der Drogenbeauftragten Christa Nickels (Bündnis 90/Die Grünen) wurde diese Maßnahme durchgesetzt und bekommt nun mit den vorliegenden Ergebnissen seinen Ritterschlag.

Dieses positive Ergebnis einer humanen und akzeptierenden Drogenpolitik muss nun weiter verfolgt werden. Es gilt nicht weiter Menschen zu verfolgen, sondern ihnen zu helfen. Die erfreulichen Nachrichten bestätigen diesen Weg, der nun weiter gegangen werden muss.

Wie die Zukunft der Drogenpolitik in Deutschland gestaltet werden wird, ist fraglich. Und ob die Politik mit einer weiteren Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten auf den Rückgang der Drogentoten reagieren wird, ist ebenfalls noch ungewiss. Die derzeitige Drogenbeauftragte der Bundesregierung Frau Caspers-Merk (SPD) machte jedoch sehr schnell deutlich, dass sie keine grundsätzliche Wende in der Drogenpolitik anstrebt. "Die hohe Sicherstellungsmenge von Drogen, die für das Ausland bestimmt waren, bedeutet, dass Deutschland nicht nur Konsumland, sondern auch ein wichtiges Transitland für den Drogenschmuggel ist." Man müsse die Anstrengungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit weiterhin verstärken, betonte Caspers-Merk. Ob die ganze SPD Caspers- Merks Kurs folgen wird, ist auch noch offen. Nur bei einem Kanzler Stoiber ist es sicher, dass sich diese positive Entwicklung nicht fortsetzen wird.

Egal wie die Bundestagswahlen ausgehen werden, wird sich die neue Bundesregierung auch daran messen lassen müssen, ob sie es schafft Drogenkonsumenten zu helfen und somit die Lage der Konsumenten von illegalen Drogen erkannt wurde. Vielleicht wird sich die Lage auch wieder verschlechtern, wir werden sehen.


Werner Graf


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