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EntheoVision. Pflanzen der Götter

Eine Fachtagung im Zeichen der Entheogenen Reform (Sonderausgabe Hanfparade 2003)
Publiziert am: 16.07.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal hanfparade Sa 03 artikel EntheoVision. Pflanzen der Götter Eine Fachtagung im Zeichen der Entheogenen Reform

Entheogene Blätter presents: EntheoVisison. Pflanzen der Götter 21. und 22. August 2003 Berlin Botanischer Garten „Möge die Entheogene Reformation über die pharmakratische Inquisition die Oberhand behalten und zur spirituellen Wiedergeburt der Menschheit an der Brust unser heiligen Mutter Gaea führen, wo für immer reichhaltig die Amrta, die Ambrosia, das Ayahuasca des ewigen Lebens fließen möge!“ (JONATHAN OTT, Ayahuasca Analoge: 15) In letzter Zeit macht das Schlagwort „Entheogen“ bzw. dessen Plural immer häufiger die Runde und viele Menschen fragten mich schon nach dessen Bedeutung. Nur damit jeder weiß, worum es geht: Das Wort Entheogen leitet sich vom griechischen „Entheos“ ab und bedeutet in etwa „des Göttlichen innerhalb gewahr werden“. Man könnte diese Umschreibung beispielsweise vergleichen mit dem, was im Buddhismus die Buddha-Natur, den Erleuchtungsgeist darstellt. Jedem wohnt er inne, man muss ihn nur erwecken. Genau das charakterisiert entheogene Substanzen. Sie beherbergen das Potenzial, bei optimaler Empfänglichkeit und geistiger Eignung bzw. Reife das Göttliche innerhalb des Menschen zu wecken. Dabei ist mir bis heute nicht klar genug begründet, welche Stoffe in die Familie der Entheogene gehören. Sind das nur die psychedelischen Drogen oder gehören etwa Entaktogene, wie MDMA oder Narkotika, wie Morphin auch zu den entheogenen Substanzen? Normalerweise bezeichnet man die sonst im Allgemeinen als Psychedelika oder Halluzinogene bekannten Drogen als Entheogene, allerdings existiert keine tatsächliche Festlegung dieser nomenklatorischen Ordnung. Ein Entheogen m. E. kann natürlich auch MDMA oder Heroin sein. Hier kommt es auf den geistigen Background, das Konsumverhalten und die individuelle Erfahrung des einzelnen Psychonauten an. Leider und unverständlicherweise ist der psychonautische Lebensweg nicht immer einfach zu bestreiten. Diverse gesellschaftliche Ansichten und Ordnungen untersagen uns, unser Bewusstsein auf eigene Verantwortung zu erforschen. Die Widersprüche und oftmals bewusst herbeigeführten Missverständnisse der Gesellschaft in Bezug auf Entheogene spiegeln dabei die Drogenmündigkeit der Zivilisation wider. Wenn Günter Jauch anlässlich der so genannten Friedmann-Affäre in „SternTV“ das „Leid, das durch Kokain in die Welt kommt“ beklagt oder Heiner Bremer im „RTL-Nachtjournal“ grundlegend feststellt, dass „der Besitz und Konsum von Rauschgift nun wirklich kein Kavaliersdelikt ist“ und dass dies „gerade ein Rechtsanwalt wissen sollte“, können mit Recht Zweifel an der Drogenmündigkeit des Durchschnittsbürgers aufkommen. Erst recht dann, wenn z. B. Jauch, als TV-Saubermann der Nation aggressiv für einen den Regenwald rettenden Biergenuss wirbt1 und dann vom Leid durch Kokain spricht. Natürlich bringt weder Kokain noch irgend eine andere Substanz Leid in diese Welt. Allein der Mensch und seine Gewohnheiten verursacht dieses, niemand anders. Die Wahrheit ist: Drogen sind überall. Auch dort, wo die meisten Menschen sie überhaupt nicht vermuten. Nicht nur überall um uns herum, in Wald, Feld und Flur, Hof und Garten, Innenstadt und Supermarkt. Auch in den Tieren und uns selbst befinden sich psychoaktive Verbindungen, welche für so natürliche Vorgänge wie Stimmungen, Gefühle, Beruhigung, Schmerzstillung oder fürs Einschlafen und Träumen (mit-)verantwortlich gemacht werden müssen. Allein der Mensch verfügt über Anandamide, also endogene (körpereigene) Cannabinoide, Endorphine (endogene Morphinanaloge), Diazepam und weitere Benzodiazepine, PCP, DMT und einige andere psychoaktive Drogen. Und die UNO beschließt die Welt bis zum Jahr 2008 drogenfrei zu machen. Irrsinn. Psychoaktive Substanzen sind, wie wir sehen, nicht böse, sondern einfach ganz normal. Dies kund zu tun, ist Zielsetzung unseres Kongresses. EntheoVision steht für die aktive Unterstützung und Mitgestaltung der entheogenen Reformation, welche für eine kollektive Bewusstseinstransformation der menschlichen Spezies unerlässlich ist. Die Referenten und Themen Wolfgang Bauer Wolfgang Bauer, geb. 1940 in Frankfurt/Main betätigt sich seit Abschluss seines Studiums der Psychologie und begleitend der Volkskunde als Psychotherapeut, Supervisior und Institutionsberater. Er ist Herausgeber / (Mit-)Autor zahlreicher Bücher und Bildbände im Bereich der Volksbotanik und Altem Wissen, U. a. wirkte er auch mit am „Lexikon der Symbole“, dem Fliegenpilzklassiker „Der Fliegenpilz“ sowie als Mitherausgeber an „integration  zeitschrift für geistbewegende pflanzen und kultur“. Mathias Bröckers Mathias Bröckers war zehn Jahre lang Redakteur der „taz“, Kolumnist für „Die Zeit“ und „Die Woche“ und schrieb mit Jack Herer den bahnbrechenden Bestseller „Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“. Mitautor des Kultbuchs „Hanf im Glück“ sowie Autor der Bücher „Können Tomaten träumen?“, „Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.“ und „Trans Psychedelischer Express“. Hans Cousto Hans Cousto arbeitet als freischaffender Wissenschaftler in den Bereichen Harmonik, Musik- und Schwingungstheorie. Zudem ist Cousto Sachbuchautor. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen: „Klänge, Bilder, Welten  Musik im Einklang mit der Natur“ (1989), „MDMA-Tuning-Booklet“ (2001). Mit Matthias Pauschel zusammen entwickelte er die harmonikale Mindmachine Orpheus und veröffentlichte mit ihm das Orpheus-Handbuch. Die Erfahrungen aus der Technowelt und die Erkenntnisse aus der Arbeit von Eve & Rave publizierte Cousto in den beiden Büchern „Vom Urkult zur Kultur  Drogen und Techno“ und „Drug-Checking  qualitative und quantitative Kontrolle von Ecstasy und anderen Substanzen“. Cousto zählt zu den Mitbegründern von Eve & Rave, einem Verein zur Förderung der Party- und Technokultur und Minderung der Drogenproblematik und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Rahmen verschiedenster Projekte. Joachim Eul Joachim Eul ist Mykologe und Biochemiker. Er ist Mitgründer der AG Drogen Berlin. Zusammen mit BDK-Delegierten aus München hat er die Forderung nach Gleichstellung von Hanf mit Alkohol und Tabak im B.T.-Wahlprogramm der Grünen von 1994 durchgesetzt. Mehrere wissenschaftliche Artikel und eine Dissertation zum Thema Fruchtkörperbildung und zum Stoffwechsel von Pilzen wurden von ihm verfasst. Während einiger Südostasienreisen sammelte er unterschiedliche psychoaktive Pilzspezies und schickte sie zur genaueren Art- und Inhaltsstoffbestimmung an verschiedene europäische wissenschaftliche Institute (u. a. in Baarn/Holland). Frank Fuchs Frank Fuchs lebt in Heidelberg und ist der Erfinder des legendären AroMed-Vaporizers, der durch seine Firma Research & Experience produziert wird. Er arbeitet weiterhin als Übersetzer, ist Co-Autor des Buches „Phyto-Inhalation“ und kann auf zahlreiche Artikelveröffentlichungen, z. B. in der Zeitschrift „Hanf“ zurückblicken. Jochen Gartz Jochen Gartz, geboren 1953 in Mansfeld, studierte Chemie, war danach im Hochschulbereich als wissenschaftlicher Assistent tätig. Dr. Gartz betrieb Industrieforschung (Synthese und Analyse von Arzneistoffen) und wandte sich Anfang der 80er-Jahre, inspiriert durch mehrere ungewollte psychotrope Intoxikationen im Berliner Raum, dem Studium von Inhaltsstoffen höherer Pilze zu. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Nachweis von Indolalkaloiden in verschiedenen Pilzarten, u. a. in „Planta Medica“, dem „Tintling“ und der „Zeitschrift für Mykologie“ u. v. a., Autor der Bücher „Narrenschwämme“, „Halluzinogene in historischen Schriften“, „Salvia divinorum – Die Wahrsagesalbei“, „Halluzinogene im ‚Sozialismus’“ und anderer. Sergius Golowin Sergius Golowin wurde 1930 in Prag geboren und kam 1933 nach Bern, dem Heimatort seiner Mutter. Er war 19501968 Bibliothekar und arbeitet seither als freier Schriftsteller und begnadeter Geschichtenerzähler im Aaretal. Er entdeckte fast vergessene Bücher und sammelte gleichzeitig mit seinen Freuden Sagen, Legenden und Märchen. Sein Erlebnis war die Entdeckung, wie zeitlose Überlieferungen in den Träumen und der Sehnsucht des Menschen weiterleben. Schon 1969 schrieb Prof. Dr. A. Niederer in den Hessischen Blättern für Volkskunde: „Die von der Volkskunde anhin zuwenig beachtete Unter- und Gegenkultur der Vergangenheit und Gegenwart findet in ihm ihren kundigen Sammler und beredten Schilderer.“ Ulrich Holbein Ulrich Holbein, 1953 in Erfurt geboren, studierte Theologie, Biologie und freie Malerei in Tübingen und anderswo. Seit 1977 freier Schriftsteller, erhielt er als einer der interessantesten Sprachkünstler zwei Preise, zwei Förderpreise, fünf Stipendien. Holbein lebt seit 1983 im hessischen Knüllgebirge. Tilmann Holzer Tilmann Holzer, Jahrgang 1975, lebt in Mannheim. Er ist Vorsitzender des Verein für Drogenpolitik (VfD) e. V., Doktorand an der Universität Mannheim („Deutsche Drogenpolitik zwischen 1933 und 1968“) und u. a Autor des Buchs „Globalisierte Drogenpolitik  Die protestantische Ethik und die Geschichte des Drogenverbots“. Roger Liggenstorfer Roger Liggenstorfer ist Gründer und Geschäftsführer des Nachtschatten Verlag in Solothurn. Er ist Autor einiger Bücher („Maria Sabina – Botin der heiligen Pilze“ und „Pilze der Götter“ mit C. Rätsch, „Neue Wege in der Drogenpolitik“ u. a.), Initiator vieler psychonautischer Veranstaltungen und Begründer der Drug-Checking-Initiative Eve & Rave. Claudia Müller-Ebeling Dr. Claudia Müller-Ebeling, geb. 1956, studierte in Freiburg, Hamburg, Paris und Florenz Kunstgeschichte, Ethnologie und Literaturwissenschaft, promovierte über ein Thema visionärer Malerei und unternahm Studienreisen zur Erforschung des Heilpflanzenwissens und -gebrauchs nach Guadeloupe und auf die Seychellen. Bei der Erforschung des Schamanismus in Korea, im Amazonasgebiet Perus und vor allem in Nepal galt ihr besonderes Augenmerk den elementaren Prinzipien schamanischer Kunst. Arbeitete als Kunsthistorikerin in Hamburger Museen, als Chefredakteurin von DAO, (einem Magazin für fernöstliche Lebenskünste) und publizierte Artikel und Buchbeiträge. Co-Autorin (mit Christian Rätsch) von „Hexenmedizin“ (AT, Aarau 1998), „Schamanismus und Tantra in Nepal“ (AT, 2000) und „Lexikon der Liebesmittel“ (AT, 2003). Beiratsmitglied des Europäischen Collegiums für Bewusstseinsstudien (ECBS). Lebt als freischaffende Wissenschaftlerin, Referentin und Autorin in Hamburg. Werner Pieper Der MedienXperiMentor Werner Pieper lebt im Odenwald und ist Gründer des MedienXperimente-Verlages und der DrogenRechtsHilfe „Grüne Hilfe“. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Zeitschriften, Bücher („Die Geschichte des O.“, „Nazis on Speed“, „Willkommen“ u. v. a.), CDs, Kassetten, Non-Books und Pamphlete („DopePollution“, Kurt Beringer und die Heidelberger Drogenforschung“ . . .). Christian Rätsch Dr. Rätsch lebte jahrelang mit Indianern im mexikanischen Regenwald, erlernte die einheimischen Sprachen, erforschte die Ethnobotanik und studierte den Schamanismus. Er ist auf den indigenen Gebrauch von medizinischen und psychoaktiven Pflanzen spezialisiert. Neben zahlreichen anderen Buchpublikationen hat er die „Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen“ (1998) und zusammen mit Claudia Müller-Ebeling das „Lexikon der Liebesmittel“ (2003) geschrieben. Er ist 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin e. V. AGEM, ethnologischer Beirat des Europäischen Collegiums für Bewusstseinsstudien ECBS und Assessor (wiss. Berater) des „Projecto Jardin Botanico“ (ethnobotanischer Garten) der im peruanischen Amazonasgebiet lebenden Shipibo-Indianer. Ronald Steckel Ronald Steckel ist ein international bekannter intermedialer Künstler und Buchautor. Für den EntheoVision-Kongress ist er von immenser Bedeutung wegen seiner frühen Pionier-Veröffentlichungen „Bewusstseinserweiternde Drogen“ und „Aufstand des Bewusstseins“. Georg Wurth Georg Wurth begann sich während seiner Ausbildung zum Finanzbeamten und Diplom-Finanzwirt aktiv bei Bündnis90/Die Grünen mit Politik (seit 1996 vornehmlich mit Drogenpolitik) zu beschäftigen, was 1997 zu seiner Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender dieser Partei im Remscheider Stadtrat führte. Nach einer Selbstanzeige wegen Cannabisbesitz gründete er die Landesarbeitsgemeinschaft Drogen in NRW und engagierte sich im Fachforum Drogen der Grünen Jugend. Von Juli 2001 bis März 2003 war er Geschäftsführer des Bundesnetzwerkes Drogenpolitik (BND) bei den Grünen. Seit Mitte 2002 ist Georg Wurth Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbandes. Programm und weitere Details abrufbar unter www.entheovisison.de Tickets: 60 Euro für beide Tage Nur per Vorbestellung unter www.entheovision.de oder in der Redaktion „Entheogene Blätter“, Hartwin Rohde, Danziger Straße 84, 10405 Berlin, Telefon 030.48 49 28 11, Fax 030.48 49 28 12.
Autor: Markus Berger

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