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Warum müssen wir demonstrieren?

(Sonderausgabe Hanfparade 2003)
Publiziert am: 16.07.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal hanfparade Sa 03 artikel Warum müssen wir demonstrieren?

Über ein Jahr hat sie als Redakteurin für das Hanf Journal gearbeitet. Nun ist sie an anderer Stelle (Politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend) auch für die Legalisierung von Cannabis aktiv. Katrin Schmidberger kommentiert den Sinn und Zweck des Demonstrierens.


Warum müssen wir demonstrieren?

Warum wir alle unbedingt zur Hanfparade kommen müssen.

Warum müssen wir dieses Jahr wieder für die Legalisierung demonstrieren? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Denn man kann sich schon darüber streiten, wie viel so eine Demo wirklich bewirkt. Wenn wir uns die bisherigen Hanfparaden anschauen, so muss man feststellen, dass sich nicht wirklich viel verbessert hat. Andererseits kommt es bei dieser Frage auch darauf an, welche konkreten Ziele man sich gesetzt hat. Denn die Illusion, dass die Legalisierung „nur“ auf Grund von Demos passiert, können wir vergessen. Aber wenn man mit Demos mehr Öffentlichkeit und Aufklärung innerhalb der Bevölkerung erreichen will, ist das ein Ziel, dem die Hanfparade allemal gerecht geworden ist. Und auch dieses Jahr sollten wir es deshalb weiter versuchen!

Nicht nur im Bereich der Drogenpolitik hat uns die rot-grüne Regierung enttäuscht, auch in Sachen Atomausstieg, gerechter Sozialstaat, Abschaffung der Bundeswehr usw. wurden viele unserer Erwartungen von Rot-Grün bisher nicht erfüllt. Die Politik handelt immer viel langsamer und schwerer als wir es wollen. Doch genau deshalb ist es wichtig, dass wir sie immer an ihre Aufgaben erinnern! Und manchmal muss man ihnen besonders in den Arsch treten, wie in der Drogenpolitik! Die SPD ist zu feige und hat Angst durch eine Legalisierung von weichen Drogen ihre Volkswählerschaft zu verlieren und von der „Bild Zeitung“ mit falschen und platten Behauptungen fertiggemacht zu werden! Außerdem gibt es da auch noch genug Leute, die immer noch nicht über die realen Fakten informiert sind. Tja, und den Grünen ist das Thema nicht wichtig genug, um dafür Stunk in der Regierung zu machen. Aber der Protest muss von der Straße ins Parlament getragen werden. Wenn wir nicht wollen, dass die Politik über uns bestimmt und alles mit uns machen kann, was sie will, dann ist außerparlamentarischer Druck gefragt. Seht, Ihr Leute, die Welt braucht uns! Unseren Widerstand und unseren Druck, sonst wird sich nie etwas tun!
Viele von euch werden nun das Argument bringen: „Denen da oben ist doch egal, was wir da unten fordern!“ Dem muss ich aber ganz klar widersprechen bzw. einige Voraussetzungen setzen: Wenn eine Millionen Menschen auf der Straße für etwas bzw. gegen etwas demonstrieren, erzeugt man politischen Druck! Man sorgt für Aufsehen, die Presse greift es auf, die Leute diskutieren darüber usw. Gut, manche Politiker wird es trotzdem nicht kratzen, aber irgendwann müssen sie sich damit beschäftigen. Wir müssen aber dafür sorgen, dass sie diesen politischen Themen nicht aus dem Weg gehen können. Und stellt euch vor es gäbe dieses Jahr keine Hanfparade mehr. Wie würdet ihr das interpretieren? Ok, die Kiffer haben`s endlich eingesehen, dass Kiffen schlimm ist und paranoide und dumm macht. Die Gefahr besteht durchaus, dass einige Konservative sich das so zurecht legen könnten. Noch ein Grund mehr hinzufahren. Oder wollt ihr sie in ihrem Glauben bestätigen?
Und außerdem: Wer von euch schon mal auf einer Hanfdemo bzw. auf Europas größtem Kiffer-Event, also der Hanfparade, war, weiß auch, dass man beim Demonstrieren jede Menge Spaß haben kann! Party, Party, Party!!! Man lernt viele nette Leute kennen, macht ausgeflippte Aktionen, tanzt ausgelassen, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt! Es kommt nur darauf an, was ihr daraus macht! Warum nicht politische Belange mit Spaß verbinden?! Viele Leute bringen an dieser Stelle immer gerne den Einwurf: „Protest ist doch langweilig geworden. Immer nur mit Schildern und Transpis durch die Gegend laufen ist doof!“ Hallo, dann kriegt mal euren Arsch hoch und lasst euch was Provokatives und Buntes einfallen! Ein besonders schönes Beispiel dafür waren die Proteste rund um die UN-Drogenkonferenz, sehr viele bunte und lustige Aktionen!
Also zeigt mir mal, wie kreativ kiffen auch machen kann, ich bin gespannt!
Autor: Katrin Schmidberger

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