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brettspiele
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Breitspiele
Anno1503, Tomb Raider, Age of Mythology, Warcraft
Publiziert am: 01.01.70 - Medienformen: Medienform Text


Silvester ist vorbei, der letzte Kater dürfte auch verschwunden sein, sodass die werten LeserInnen sich mal wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen können. Im Herbst auf der Spiele 2003 zeigte sich ein neuer Trend: Computerspiele werden zu Brettspielen. Umgekehrt ist das nix Neues, aber ist es möglich den Spielspaß am Bildschirm auf den Tisch zu bringen? „Age of Mythology“ und „Warcraft“ stellen wir genauer vor. „Anno 1503“ und „Tomb Rider“ sollen aber auch erwähnt sein.

Anno 1503
Spielt man „Anno“, spürt man sofort: Klaus Teuber war am Werk. Wer einfache Aufbauspiele mag, ist mit „Anno“ gut bedient. Auf eigenen Inseln sind Produktionsstätten, die erwürfelten Waren sind Zahlungsmittel für Schiffe und Pioniere. Mit den Schiffen geht es zu neuen Ufern, die Tabak- und Gewürzkontore, aber auch Verträge oder Schätze verbergen, die man für die Entwicklung zu Hause braucht. Sonst wird aus einem Siedler niemals ein Kaufmann. Spannend wird „Anno“ durch die Siegbedingungen, da reichen drei von fünf möglichen Siegpunkten (30 Goldstücke, vier Kontore, drei Handelsverträge, vier Öffentliche Gebäude oder drei Kaufleute). Und das kann sehr schnell gehen, also die Mitspieler nicht aus den Augen verlieren.

Lara Croft Tomb Rider (schnell und einfach)
Bei „Tomb Rider“ irren Lara Croft, Kurtis Trent (die Guten) und ihre Gegenspieler Pieter van Eckhart und Joachim Karel (die Bösen) durch ein Museum auf der Suche nach Geheimkammern, in denen Gemälde (für die Bösen) oder Beweisstücke (für die Guten) liegen. Um den Gegnern die Gegenstände abzunehmen, darf geballert werden. Hat ein Team die letzte Geheimkammer entdeckt, wird eine Zeitbombe aktiviert und das Museum stürzt Rundenweise ein. Jetzt heißt es: Rette sich wer kann. Hoffentlich sind keine unüberwindlichen Mauern im Weg. Ist das Museum verschwunden, endet das Spiel und dann heißt es mal wieder: das Team mit den meisten Punkten gewinnt.

Kommen wir zu den etwas umfangreicheren und interessanteren Spielen (finden zumindest wir):

Beide Spiele sind gute Umsetzungen der Computerspiele. Ihr Motto: Selbst groß und stark werden und den Gegner klein halten. Wie auch in „Tomb Rider“ spielt man entweder gegeneinander (zwei oder drei Mitspieler) oder bei vier Leuten in zwei Teams. „Age of Mythology“ (AoM) hat eine wesentlich größere Aufbaukomponente als „Warcraft“, wo es eigentlich nur ums Kämpfen geht. Und wer auf schicke Miniaturen steht, sollte „AoM“ kaufen, die Einheiten in „Warcraft“ sind etwas einfallslos.

AGE of MYTHOLOGY (abendfüllend)
Führt als Griechen, Nordmänner und Ägypter epische Schlachten! Allerdings kann man in dem Zwei- bis Vier-Personenspiel auch ohne Krieg den Sieg erringen. Das Besondere an „AoM“ ist, dass die Mitspieler in jeder Runde drei Siegpunkte (insgesamt 30) verteilen müssen. Und zwar auf folgende Karten: Die größte Armee, die meisten Gebäude, das Wunder, Sieg in Schlachten.

Sobald die Siegpunkte auf den Karten verteilt sind oder jemand das Wunder baut, endet das Spiel. Nun erhält nur derjenige, der alleine die größte Armee oder die meisten Gebäude hat die entsprechenden Siegpunkte. Derjenige mit den meisten . . . ihr wisst schon.

Pro Zug darf man drei von sieben möglichen Handlungen ausführen: Land erkunden, Rohstoffe sammeln, handeln, Gebäude bauen, Truppen rekrutieren, Gegner angreifen oder ins nächste Zeitalter aufsteigen. Welche Handlungen man macht, entscheidet jeder für sich zu Rundenbeginn. Dafür sucht er sich aus den permanenten Aktionskarten welche aus, während er vom Zufallsaktionskartenstapel (etwas stärkere Aktionen) blind zieht. Wenn nun alle ihre Karten ausgesucht haben, spielt jeder reihum eine Karte aus, so lange bis alle Spieler drei Aktionen hinter sich haben. Eine neue Runde beginnt. Also heißt es wieder, Aktionen planen und die entsprechenden Karten auswählen.

Entscheidet man sich für einen Angriff, geht das folgendermaßen:
Zu Beginn jeder Schlacht bestimmt der Angreifer sein Opfer. Die Beteiligten bestimmen geheim ihre Einheiten. In der Regel stehen beiden gleich viel Armeen zur Verfügung, die aus vielen sehr schönen Plastikminiaturen wie Mumien, Minotauren, Walküren oder mächtige Helden bestehen. Die Einheiten haben ihre Vor- und Nachteile. So hat der Minotaurus gegen die Walküre mehr Angriffswürfel. Die Kämpfe werden ausgewürfelt und zwar solange bis der Kampf entschieden ist oder einer von beiden flieht. Sechsen sind Treffer und dem Sieger winkt noch ’ne Belohnung.

„Age of Mythology“ ist mit seinen zwei bis drei Stunden Spielzeit gut verkraftbar und macht durch seine taktische Ausgewogenheit unheimlich viel Spaß. Man kann auf verschiedene Arten gewinnen, wie gesagt auch ganz ohne Krieg. Krieg macht aber auch Laune. Wem die englische Spielregel zu schwierig ist, kann sich die deutsche Übersetzung unter www.eaglegames.net runterladen.

WARCRAFT (für alle, die das Kämpfen lieben)

Wie im Computerspiel treiben sich Orks und Untote auf der einen, Nachtelfen und Menschen auf der anderen Seite rum. Es gibt ein Zwei- und ein Vier-Personen-Grundspiel, ansonsten sind einige Szenarien vorgegeben. Online gibt es sogar eine Ein-Personen-Variante (www.fantasyflightgames.com). Jeder fängt mit drei Nahkämpfern und drei Arbeitern an. Die Arbeiter sollen möglichst schnell Holz und Gold holen, aber Vorsicht, die Quellen können schnell versiegen. Außerdem bauen Arbeiter mit den Rohstoffen Gebäude, in denen jeweils eine Einheit ausgebildet wird (Nahkampf-, Fernkampf- und Flugeinheiten). Da die Stärken der Völker unterschiedlich sind, heißt es, die richtige Armee in die Schlacht zu schicken, so sind Nahkämpfer gegen Flieger chancenlos. Die Kämpfe werden wie üblich ausgewürfelt, allerdings hat man die größten Siegchancen, wenn man Einsen würfelt, denn dann kommen die Sonderfähigkeiten der aufgerüsteten Einheiten voll zum Tragen. Arbeiter und Gebäude sind Mittel zum Zweck. Spielziel ist ganz klar, die anderen zu bekämpfen. Im Grundspiel gewinnt man entweder mit einer bestimmten Anzahl von Siegpunkten oder durch die Eroberung der gegnerischen Stadt. Die Szenarien haben eigene Spielziele.

Zusammenfassung: „Anno 1503“ ist ein einfaches Aufbauspiel ohne Interaktion, allerdings sollte man nie die Fortschritte der Mitspieler aus den Augen lassen. „Tomb Rider“ erinnert ein wenig an das „Verrückte Labyrinth“ und ist ein kurzweiliges schnelles Spiel für zwischendurch. Nach einigen Runden ist „Warcraft“ ein schnelles Kampfspiel und „Age of Mythology“ enthält neben zahlreichen Miniaturen sowohl die Kampf- als auch Aufbaukomponente.
Veit und Kerstin


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