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Wehrt euch!

offener Brief
(Pub. Januar 2004)
Publiziert am: 08.01.04 - Medienformen: Medienform Text


Zahlreiche Unternehmen führen, entweder grundsätzlich bei allen Bewerbern oder „nur“ bei Azubis, Drogenscreenings durch. Wessen Testbefund positiv ausfällt und sei es auch nur wegen einem Joint am letzten Wochenende, wird rigoros aussortiert. Und wer den Test verweigert, nun der wird wohl etwas zu verbergen haben und hat deshalb auch keine Chance mehr.

Das ist ein klarer Eingriff in die Privatsphäre! Die Unternehmen hat es nicht zu interessieren, was ihre Mitarbeiter abends oder am Wochenende tun!

Hier habt ihr nun die Möglichkeit mit uns zusammen zu protestieren. Einfach die Felder ausfüllen und als E-Mail wegsenden. Wehrt euch!!!!





An
die Vorstände von Daimler Chrysler AG,
der Deutschen Bahn AG,
der Bayer AG und
der Volkswagen AG


Betreff: Unnötiger Eingriff in die Privatsphäre

Sehr geehrte Damen und Herren,

es betrifft uns zutiefst, erfahren zu müssen, dass renommierte Unternehmen wie das Ihrige ihre Machtposition (als jeweils größter Arbeitgeber in bestimmten Bezirken) ausnutzen, um Bewerber zur „freiwilligen“ Herausgabe höchst intimer Daten zu drängen.

Es ist Ihnen vielleicht nicht bewusst, aber: Was Ihre Mitarbeiter abends und am Wochenende treiben, hat nicht in ihrem Interesse zu liegen! Und genau diesen Bereich überwachen Sie aber mittels eines Drogenscreenings. Der potenzielle Mitarbeiter kann so engagiert und couragiert sein, wie er will. Ein Joint am Wochenende vor dem Test und Sie wollen ihn nicht mehr. Das ist nicht fair!

Aber es kommt noch wilder: Die Taten, nach denen Sie fahnden, sind noch nicht einmal verboten! Denn in Deutschland ist der Konsum jeglicher berauschender Substanzen einhundertprozentig legal.

Wir fordern Sie hiermit auf, das Sammeln dieser datenschutzrechtlich höchst brisanten Daten sofort zu unterlassen. Denn Ihr rechtlicher Schutz, der Vorwand der Freiwilligkeit, existiert in der Realität nicht, wenn man ohne Test prinzipiell nicht eingestellt wird.

Auf Drogeneinfluss in der Arbeitszeit lässt sich aus den Tests ohnehin nicht schließen: Ein Urintest schlägt schließlich bei Cannabis bis zu drei Monate nach dem letzten Konsum an. Harte Drogen wie Kokain und Heroin sind im Urin nur zwei bis vier Tage nachweisbar. Das heißt, gerade Konsumenten der gefährlicheren Substanzen können Ihre Tests mühelos austricksen, wohingegen die harmlosesten von allen, die Wochenendkiffer, keine Chance auf eine Anstellung haben.

Um unser Begehren zu unterstützen, weisen wir Sie hiermit auch noch auf das Ergebnis der Studie: „Drug Testing and Labor Productivity: Estimates Applying a Production Function Model“ der Le Moyne University, Syracuse, NY, hin. Die besagt nämlich, dass Drogentests die Produktivität eines Unternehmens schwächen, da zahlreiche kompetente Mitarbeiter die Bewerbung bei einem nicht testenden Unternehmen vorziehen.

P.S.: Dürfen Ihre Mitarbeiter eigentlich Kaffee trinken?



Mit freundlichen Grüßen


XXX

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