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Die Bayern drehen durch

Bakul muss gerettet werden
(Pub. Januar 2004)
Publiziert am: 08.01.04 - Medienformen: Medienform Text


Bakul muss gerettet werden

Es ist unglaublich, aber wahr. Anstatt erstmal zu lesen oder einen Shop zu besuchen, schießen die Bayern lieber schnell. Aber wer kann denn auch verlangen, dass man weiß was man da wirklich kritisiert.

Aber nun alles einmal langsam. In Kempten gibt es einen bösen bösen Laden. Ja der ist wirklich schlimm, denn „dort wird die Zeitschrift „Hanfzeitung“ kostenlos weitergegeben, die für den Haschischkonsum und dessen Legalisierung wirbt“. Sag ich doch, ein wirklich böser Laden, denn er macht er sich die Mühe jeden Monat den Namen des Hanf Journals durch „Hanfzeitung“ zu ersetzt! Und legt es dann auch noch aus. Sehr böse!

Das Zitat und das „Hanfzeitung“ stammt aber eher aus einem Schreiben des Verbandes „Familienfreundliches Kempten“, in dem sie fordern, dass der Vermieter des India-Ladens „Bakul“ diesen wegen unserer Zeitung kündigt. Nach längeren Recherchen haben wir nun herausbekommen, dass eine Umänderung des Namens unserer Zeitung doch nicht stattgefunden hat, was uns einzig und allein auf die Tatsache schließen lässt, dass die besagten Schützer der Jugend unsere Zeitung noch nicht einmal in den Händen hielten.

Auch die Begründungen zum Schutz der Jugend konnte bisher noch nicht konkretisiert werden. Denn weitere Briefe gegen Wirtshäuser, die gleich Alkohol verkaufen und nicht nur eine Zeitung dazu verschenken oder für das Abhängen von Zigarettenautomaten hat dieser Verband nicht vor.

In Kempten ist nun wieder etwas passiert, was wir schon oft gesehen haben. Im Namen des Jugendschutzes ziehen besorgte Eltern unter der Peitsche schwingenden CSU gegen die Legalisierungsfront vor und vergessen dabei komplett, sich einmal wirklich zu informieren. Weder die Zeitung, die beschimpft wird, wurde gelesen noch Informationen über eine sinnvolle Drogenpolitik können genannt werden und wenn man legale Drogen wie Alkohol, Nikotin oder Kaffee anspricht kommen sie sofort wieder mit Verharmlosungen. So lieben wir sie, die Bayern.

Eines können wir aber an dieser Stelle allen versprechen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich mit uns anlegen. Schließlich lieben wir es, lange Gespräche über Drogen am Telefon zu führen, Hunderte von E-Mails und Studien zu versenden und endlich mal jemanden zu finden, der sich unsere Meinung anhört. Wir werden sicherlich so lange schreiben, bis es eine humane Drogenpolitik in Deutschland gibt und auch jeden nerven, bis er uns seine Position inhaltlich und nicht nur populistisch wiedergibt. Das „Bakul“ und auch das Hanf Journal werden sich nicht unterkriegen lassen, schon gar nicht von Prohibitionisten.
Autor: Werner Graf

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