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Ed Rosenthal – eine Hanflegende kämpft weiter

(pub. Juli 2003)
Publiziert am: 26.06.03 - Medienformen: Medienform Text


Nachdem der renommierte Cannabis-Autor Ed Rosenthal wegen Anbaus von Hunderten Hanfpflanzen im Januar von einem US-Bundesgericht schuldig gesprochen wurde, ist dieses Urteil nun aufgehoben. Stattdessen wurde er zu einem Tag Haft, die er bereits in Untersuchungshaft abgesessen hat, verurteilt. Neben der Gefängnisstrafe muss Ed Rosenthal eine Geldstrafe von 1.000 Dollar zahlen und steht für drei Jahre unter Bewährung.
Obwohl Rosenthal die Pflanzen im Auftrag der kalifornischen Stadt Oakland angebaut hatte, war er im Januar von einer Jury schuldig gesprochen worden. Laut „San Francisco Chronicle“ hatte Richter Breyer den Geschworenen die Tatsache vorenthalten, dass er im Auftrag der Stadt Oakland gehandelt hatte und dass die Pflanzen für Patienten unter dem „Compassionate Use Act“ (Proposition 215) bestimmt waren, einem kalifornischen Gesetz aus dem Jahre 1996, das die medizinische Verwendung von Cannabis legalisierte. Zwar ist die Marihuana-Behandlung nach Bundesrecht strafbar, nach kalifornischem Recht ja allerdings nicht. Wären sie darüber informiert gewesen, so gaben einige Geschworene nach dem Prozess an, hätten sie Rosenthal freigesprochen. Acht der insgesamt zwölf Geschworenen unterzeichneten vor der Strafverkündung einen Brief an Richter Breyer, in dem sie Freiheit für Rosenthal forderten. Sogar der kalifornische Justizminister Bill Lockyer hatte sich für den Hanf-Guru eingesetzt.
Seit vielen Jahren kämpft der Cannabis-Experte für eine Legalisierung der Droge zu medizinischen Zwecken. Im Gegensatz zu den Anhängern Rosenthals sah er selbst das Urteil nicht als Bahn brechenden Erfolg. Gegenüber der amerikanischen Organisation Green Aid, die für die Legalisierung von Marihuana für Schwerkranke kämpft, sagte Rosenthal: „Niemand sollte ins Gefängnis gehen, weil er Patienten hilft, ihre Medizin zu bekommen - auch nicht für einen Tag.“ Rosenthal will den Berufungsprozess gegen das Urteil nun fortsetzen.
Das reguläre Strafmaß liegt bei fünf bis 40 Jahren und einer Geldstrafe von bis zu zwei Millionen Dollar. Und das obwohl 70 bis 80 Prozent der US-Amerikaner laut amerikanischer Umfragen dagegen sind Patienten wegen der medizinischen Verwendung von Cannabis mit Strafen zu bedrohen.



Autor: Katrin Schmidberger

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