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Hanfhistorie

Im Drogenwahn
(pub. Juli 2003)
Publiziert am: 26.06.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03juli artikel Hanfhistorie Im Drogenwahn

Es war ein mal vor langer, langer Zeit . . . da wurde der Rausch zum Wahnsinn. Dies ist kein Märchen, sondern die Geschichtsschreibung, darüber, wie der Chef der US-Drogenbehörde, Harry J. Anslinger, dem Drogenwahn verfiel und ganze Generationen mitriss.

Mit Kongressbeschluss vom 1. Juli 1930 wurde das Federal Bureau Narcotics, die US-Bundesdrogenbehörde, gegründet. Die neue Behörde unterstand dem Finanzministerium und der Minister für Finanzen fand für die neue Herausforderung einen, von dem er wusste, dass er dem Rausch der Macht sicher verfallen würde: Sein Neffe, Harry J. Anslinger. So machte Andrew Mellon, der US-Finanzminister, Anslinger zum vorläufigen Chef der Bundesdrogenbehörde.
Die Hearst-Presse hatte eine Hetzkampagne gegen MarijuanaKonsumenten gestartet und Anslingers Büro unterstützte dies gemäß den Anweisungen von Mellon. Anslinger inhalierte das neue Lebensgefühl und widmete fortan sein Leben nur noch dem Drogenwahn. Eine Hetzkampagne folgte der nächsten und ihre Züge wurden immer grotesker. Der Bevölkerung wurde suggeriert, dass Marihuana ein in den Wahnsinn und zum Tod führendes Rauschgift sei. „Neger, Mexikaner, Puertoricaner und Jazzmusiker“ würden damit das Land vergiften und weiße Frauen verführen wollen. Die hochdosierte Kampagne gegen die ungeliebten Minderheiten begann zu wirken.
Durch fortwährende Verwendung der südlichen Ausdrücke „Marijuana“ und Vermeidung der bekannten, mit harmlosen Assoziationen verknüpften Begriffe wie Hanf und Cannabis wurde suggeriert, es handele sich hier um eine neue, hochgefährliche Droge. „Beeinflusse die Sprache eines Volkes und du beherrscht ihr Denken!“ muss sich Anslinger wohl gedacht haben und die Wirkungskraft seiner Strategie zeigt sich bis heute.
Auf dem Tiefpunkt der Wirtschaftskrise startete Anslinger 1931 mit einem fetten Sonderetat von 100.000 Dollar in den Drogenwahn. „Killer-Weed“, „Nigger-Weed“ - das US Bundesdrogenbehörde schreckte vor fast nichts zurück, arbeite mit zum Teil verfälschten Fall-Akten. Der Propagandafilm „Reefer Madness“ („Reef“ englisch Slangwort für Joint; „Reefer“ Slangwort für Kiffer) wurde 1937 produziert und läuft heute als erfolgreiches Musical in New York. 1932: Anslinger wurde offiziell zum obersten Chef des US Bureau of Narcotic ernannt. Als ein Jahr später das Ende der Prohibition verkündet wurde, der Alkohol wieder legal durch den Zapfhahn floss, strömten die frei gewordenen Repressionskräfte zu Anslinger – die Finanzierung des Drogenwahns war gesichert.

Und wenn die Wirtschaft wie heute der Rezession zusteuert, dann wäre es wieder an der Zeit den Staat zu sanieren - und Hanf zu legalisieren!

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