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Addicted to Party - Ein Kongress macht Party
(Pub. Juli 2004)
Publiziert am: 06.07.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04juli artikel Addicted to Party – Ein Kongress macht Party

Unter diesem Motto veranstaltete der Fachverband Drogen und Rauschmittel e. V. (FDR) eine europäische Fachkonferenz in Zusammenarbeit mit dem Musikszeneprojekt „Drogerie“ der Suchthilfe Thüringen in Erfurt. Über 50 Referenten aus der Praxis der Suchtprävention und -hilfe, Politik, Wissenschaft, Verwaltung und aus Szeneorganisationen informierten über ihre alltäglichen Erfahrungen und diskutierten die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung. Rund 300 Fachleute nahmen am Kongress teil.

Dr. Klaus Zeh (CDU), Thüringer Minister für Soziales, Familie und Gesundheit, eröffnete den Kongress mit der Forderung Cannabis nicht freizugeben. Hätte er abgesehen von seinem Fernsehauftritt auch noch Interesse am Besuch der zahlreichen Foren und Vorträge gehabt, dann hätte er vielleicht seine Meinung geändert. Dem war leider nicht so.

Ein weiteres „Lowlight“ war der Auftritt von Prof. Dr. Rainer Thomasius aus Hamburg, der unter anderem für die Verbreitung von folgendem Schwachsinn bekannt ist: Jugendliche Cannabis-Konsumenten blieben in ihrer geistigen Entwicklung auf der Stufe stehen, auf der sie mit dem Kiffen begonnen haben. In Erfurt verzapfte er Unsinn über MDMA (XTC) und bezog sich dabei auf den in Verruf geratenen amerikanischen Wissenschaftler George Ricaurte, der die Schädlichkeit dieses Wirkstoffes mit gefälschten Beweisen zu untermauern versuchte. Bei einem Tierversuch injizierte er acht Affen angeblich MDMA und zwei der Affen starben an Hitzschlag. Wie sich bei späteren Untersuchungen herausstellte, handelte es sich allerdings nicht um MDMA, sondern um eine andere Substanz. Thomasius löste damit bei den Fachleuten eine Welle der Empörung aus.

Die übrigen 95 Prozent der Veranstaltung wurde von den tatsächlichen Fachleuten zum Gedankenaustausch genutzt. Sowohl Hans Cousto (Eve & Rave, Berlin) mit seinem Vortrag „Am besten testen – Drug-Checking in Deutschland“, als auch Sophie Lachout (Check it! Wien) und Alexander Bücheli (Streetwork, Zürich) konnten selbst die kritischsten Zuhörer vom Sinn und der Notwendigkeit des Drug-Checkings überzeugen. Höhepunkt der Veranstaltung war Günther Amendts Lesung aus seinem neuesten Buch „No Drugs – No Future“. Am Paradebeispiel Doping zeigt er darin auf, dass Drogen als Mittel zur Steuerung und Selbststeuerung schon heute nicht mehr aus dem Alltagsbewusstsein wegzudenken sind. Und er prognostiziert, dass das gerade angefangene Jahrhundert von leistungssteigernden, modernen Pharmadrogen dominiert werden wird.


Infos: www.eve-rave.net/presse, www.fdr-online.info




Sokratis Zacharopoulos


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