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Bananenrepublik Philippinen
Cannabisfarmer droht Todesstrafe
(Pub. Juli04)
Publiziert am: 06.07.04 - Medienformen: Medienform Text


Allgemein bekannt und doch oft verdrängt: In einigen Ländern dieser Erde droht für Cannabisbesitz die Todesstrafe. Eigentlich hat es sich ja schon international herumgesprochen, dass die Todesstrafe unmenschlich ist und zudem viel zu oft die Falschen trifft. Dennoch halten viel zu viele Länder weiterhin daran fest. Und einige verhängen sie sogar für den Besitz von Cannabis. So z. B. die Philippinen, wo sie seit zwei Jahren ab einer Menge von 500 Gramm sogar vorgeschrieben ist.


Dass man auch so keine drogenfreie Gesellschaft schafft, zeigt sich an der jüngsten Verhaftung. Bangamino Balsote, ein philippinischer Bauer, hatte 58 ausgewachsene und 178 Jungpflanzen in seinem Garten stehen, als die philippinische Drogenpolizei mit Unterstützung der Polizei und des Militärs bei ihm einmarschierte. Und da eine dermaßen groß angelegte Aktion ohne radikale Folgen etwas übertrieben wirken könnte, werden jetzt vermutlich Köpfe rollen. Bangamino Balsote droht, wenn schon nicht die Todesstrafe, so doch zumindest lebenslange Haft. Das hat man also davon, wenn man versucht ohne jemandem zu schaden der Armut zu entgehen. – Zumindest auf den Philippinen.


Wie gewohnt gibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung auch den (für gewöhnlich übertriebenen) Schwarzmarktwert des Materials an um zu zeigen in welchem Maße sich dieser Verbrecher hätte bereichern können, wenn niemand eingeschritten wäre. In diesem aktuellen Fall sind das 80.000 Pesos, knapp mehr als 1.000 Euro. Man stelle sich nur vor: Dieser Mann hätte für ein halbes Jahr Arbeit 1.000 Euro verdienen können! Das entspräche einem Jahresgehalt von 2.000 Euro!


Doch wir wollen bei all der Hetze nicht vergessen: Cannabis hat noch keinen umgebracht. Übertriebene Gesetze durchaus. Wann zieht endlich mal jemand die Konsequenzen daraus?


Kleiner Tipp am Rande an alle potenziellen Urlauber: Auch bei kleineren Mengen neigt dieser Staat zu massiven Übertreibungen. Also überlegt euch gut, wo ihr eure Sommerferien verbringt.



Martin Schwarzbeck


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