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Hasch statt Kloppe
Portugals bekiffte Europameisterschaft
(Pub. Juli 2004)
Publiziert am: 05.07.04 - Medienformen: Medienform Text


Nette Neuigkeiten von der Fußball-Europameisterschaft: Die portugiesische Polizei beschloss, den Konsum von Cannabis während der EM zu tolerieren. Zum Eigenkonsum gedachte Bestände sollten nicht einmal konfisziert werden. Dies ist tatsächlich eine Verbesserung der eigentlichen rechtlichen Lage in Portugal. Außerhalb solcher Fußball-Großereignisse kann dort nämlich der Besitz von Cannabis durchaus als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Zur EM Zeit wurden jedoch beide Augen zugedrückt.

 

Ob dieser Schritt nun daher rührt, dass die Portugiesen ihren Landsleuten ungestörte Partys ermöglichen oder einfach nicht zu viele Polizeikräfte an unsinnige Aufgaben binden wollten, bleibt offen. Fakt ist: Eingegriffen wurde nur dort, wo Gewalt im Spiel war. Und dies ist für gewöhnlich eher dort der Fall, wo dem Alkohol gefrönt wurde.

 

Man könnte mutmaßen, dass die Toleranz sogar Teil der deeskalierenden Maßnahmen ist. Stoned kämpft es sich scheiße. Sollen die Hools also durch diesen Schritt sogar ermutigt werden sich die Lust am Kämpfen durch spezielle Rauchwaren zu verderben?

 

Das Vorbild zu diesem Schritt gab die letzte Europameisterschaft, die in Holland und Belgien ausgetragen wurde. Diese war gleichsam als Experiment zu verstehen, da beide Austragungsnationen grundverschieden mit Cannabis-Konsumenten umgingen. Holland stand (wie schon immer) für die tolerante Fraktion, Belgien für die eher repressive. Und jetzt ratet mal in welchem Staat die Hools die Polizisten und die Polizisten die Hools über die Strassen gejagt haben. Ja richtig, in Belgien. Na, das war ja auch einfach.

 

Und die Portugiesen haben offenbar aus dieser Erfahrung gelernt. Das enorme Aufgebot an Sicherheitskräften (3.000 bis 4.000 Polizisten sind bei jedem Spiel anwesend) soll die Cannabis-Konsumenten grundsätzlich in Ruhe lassen.

 

Diese Form der Liberalisierung ist zwar ziemlich eigennützig, aber besser als nichts.

Martin Schwarzbeck


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