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Kommentar: Keine Werbung für Gartenbau-Materialien erlaubt!
Aber für Drogen ist O.K.!
(Pub. Juni 2004)
Publiziert am: 09.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Vor einiger Zeit fuhr in Hamburg ein Bus durch die Stadt, welcher einen Werbebanner der Firma www.hanfburg.de trug. Der altbekannte Spruch „Keine Pflanze ist illegal“, mit dem das Unternehmen regelmäßig für sich wirbt, zierte dieses Plakat. Für einige Politiker, auch die von SPD und Grünen, ging diese Werbung zu weit und so forderten sie, dass der Vertrag mit der Firma Hanfburg gekündigt werden sollte, was schlussendlich auch passierte.


Inwieweit dies rechtsstaatlichen Prinzipien folgt, bleibt äußerst fraglich. Die grüne Abgeordnete Katja Husen sagte gegenüber der Zeitung „Die Welt“, dass „unabhängig vom Werbeträger . . . für Drogen, ihre Herstellung und ihren Konsum nicht geworben werden“ sollte. Dass die einzige Stimme in Europa, die sich gegen ein Werbeverbot von Tabak aussprach gerade von der rot-grünen Koalition auf Bundesebene kam, verschweigt sie jedoch treffsicher. Lieber schob sie den Schwarzen Peter den konservativen Parteien zu, was in diesem Zusammenhang eindeutig falsch war.


Dass es bei der Werbung für die Firma Hanfburg nicht um eine Werbung für Cannabis sondern für Gartenbau-Materialien handelte, übergingen alle Politiker der Hansestadt. Sie sinnieren darüber, wie schlimm Werbungen für Drogen wären und verkennen dabei die Realität. Denn wer die Vorgänge genau betrachtet, kann unterm Strich nur einen Rechtsbruch feststellen und das ist die ungerechtfertigte Kündigung. Die Firma Hanfburg hält sich seit jeher an Recht und Gesetz. Sie zahlen ihre Steuer und schaffen Arbeitsplätze. Die Werbung, die sie betreiben sind für legale Produkte, nicht für Drogen (egal ob illegalisiert oder legal).


An der Werbung für legale Drogen stören sich die Politiker auch nicht, und wenn wird ja nur wie schon beschrieben der Schwarze Peter hin und hergeschoben. Die Tabak-Industrie scheint ihre Finger weit genug auszustrecken, damit keine Partei auf den Gedanken kommen könnte daran zu rütteln, oder was bewegt die so moralisierenden Politiker, diese Moral bei Tabak und Alkohol auszuschalten? Die komplette Debatte um die Werbung der Firma Hanfburg ist verlogen: Denn wenn wir fordern würden, dass für Biergläser keine Werbung mehr gemacht werden dürfe, würde uns wohl jeder für durchgeknallt halten, wenn es aber um Gartenbau-Produkte geht, verstehen ein Werbeverbot auf einmal alle Politiker. Logisch erklären können sie es zwar nicht, aber das macht ja neben den anderen Erklärungen zu ihrer Drogenpolitik eh keinen Unterschied mehr.

Werner Graf


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