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Rettet Christiania – was für die einen ein Traum ist, ist den anderen ein Dorn im Auge.

(pub. juni 2003)
Publiziert am: 02.06.03 - Medienformen: Medienform Text


Nach 32 Jahren will die dänische Regierung den Freistaat nun endgültig dicht machen.
Seit 1971 scheiden sich in Dänemark die Geister, wenn es um den Freistaat Christiania geht.

Nun droht diesem weltweit einmaligen Wohn- und Lebensexperiment das Aus. Die rechtsgerichtete Regierung Dänemarks hat beschlossen, dass Christiania "normalisiert" werden soll. Als Erstes wurde bereits die so genannte Pusher-Street geräumt. Dabei ist gerade die Pusher-Street das Herz des Freistaates. An circa 25 bis 30 offenen Ständen wurden Haschisch und Cannabisprodukte in jeder Form und Farbe angeboten. Und das, obwohl Haschkonsum und Haschhandel in Dänemark genauso verboten sind wie in Deutschland. Alle Verkaufsstellen wurden nun geschlossen.

Der Regierung reicht das aber nicht. Justizministerin Lene Espersen: "Es ist logisch, dass man die Situation nicht einfach stillschweigend akzeptieren kann. Christiania ist eine Stadt in der Stadt. Dort herrscht Gesetzlosigkeit. Weder die Bewohner noch die Haschhändler folgen den Gesetzen dieses Landes." Es sollen viele Gebäude abgerissen werden und neue Wohnungen für zahlungskräftige Käufer entstehen. So will man dann Christiania endgültig zum Erliegen bringen.

Es begann 1971, als eine Gruppe von Hippies und Alternativen, nachdem das Militär die Jahrhunderte alte Stadtwallanlage verließ, die riesigen Kasernengebäude mit 34 Hektar großen Wiesen und Wäldern besetzte. Sie wollten einen Spielplatz für ihre Kinder im Viertel und ein bisschen Natur haben. Zudem erschien in der gleichen Zeit ein Artikel in der alternativen Zeitung „Hauptblatt“, der Vorschläge machte, was mit den Kasernen passieren soll. Diese Vorschläge mobilisierten Tausende aus Nah und Fern, die sich ein anderes Leben auf Basis von Gemeinschaft und Freiheit schaffen wollten. Hier sollten andere Regeln gelten als im restlichen Land. Hasch- und Steuerfreiheit genauso wie ein Verbot von Autos und Gewalt. Die Klassengesellschaft sollte ausgesperrt werden.
Die Geschichte von Christiania ist bunt und lang - mit Massen von gerichtlichen und gesellschaftlichen Kämpfen hat Christiania sich bis heute gegen die Regierung durch setzen können. Die Christianiten, die Bewohner des Freistaates kontern nun mit Aktionen, Flugblättern und Unterschriftenaktionen. Lasst uns hoffen, dass sie es schaffen werden und der basisdemokratische Freistaat überlebt!




Autor: Katrin Schmidberger

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