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Der Anfang vom Ende

(pub. juni 2003)
Publiziert am: 02.06.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal juni03 artikel Der Anfang vom Ende

Es war ein mal vor langer, langer Zeit... da dachten viele Menschen Cannabis wäre schon immer verboten gewesen und daran ließe sich auch nichts ändern.

Unsere Reise durch die Geschichte des Hanf ging schon durch mehr als 10.000 Jahre und zeigte: mal wurde Hanf von Herrschenden verboten, mal zur Pflicht erklärt. Doch erst im letzten Jahrhundert begann der systematische Krieg gegen die Jahrtausende alte Pflanze.

1920 wurde das erste Deutsche Drogengesetz der Weimarer Republik erlassen. Fünf Jahre später stand das Thema Cannabis auf der Tagesordnung der zweiten internationalen Opium-Konferenz in Genf. Es wurde diskutiert weltweit Kontrollmaßnahmen für Cannabis einzuführen. Dabei hatten 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Probleme im Zusammenhang mit der weichen Droge zu berichten. Lediglich Portugal klagte über Fälle von Aufsässigkeit nach Hanfgenuss unter der Schwarzen Bevölkerung in seiner Kolonie Angola. Ausschließlich wirtschaftliche Interessen beeinflussten die Abstimmung. So drohte Ägypten den Deutschen, im Falle einer positiven Abstimmung für Cannabis, mit Importbeschränkungen für Kokain und Heroin. Beides wichtige Substanzen für die Deutsche Pharmaindustrie. Am Ende fiel die Schlussabstimmung gegen freies Hanf aus.

Der Anfang in der Schweiz: Die schweizerischen Kammern genehmigten am 14.Juni 1928 die Ratifizierung des Abkommens der Opium-Konferenz. Cannabis wurde jedoch noch nicht in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Eine folgenschwere Entscheidung.

In den USA war Cannabis 1929 bereits in 16 Bundesstaaten per Gesetz verboten. Alle Südstaaten zählten dazu und ihre Argumentationen waren rein rassistischer Natur. Der Gebrauch – sowohl zum Genuss als auch als Medizin – war aber nach wie vor weit verbreitet.

Der 10. Dezember 1929 wurde zum schwarzen Tag in deutschen Kifferstuben: Das Deutsche Reich ratifizierte das internationale Opiumabkommen und erlies ein Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmittel, das Reichsopiumgesetz. Es behielt in der Form von 1929 seine Gültigkeit die gesamte Nazizeit, die Nachkriegszeit, die 68er Revolution und die Hippiegeneration hindurch bis 1972. Das dann folgende Betäubungsmittelgesetz verschärfte die Strafen gegen Konsumenten noch.

Und da auch das Märchen vom ewigen Hanfverbot irgendwann mal sterben muss, heißt es heute: Weg mit dem Hanfverbot. Ende mit dem Unsinn!
Autor: Werner Graf

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