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Der Million Marihuana March 2003 - ein Plädoyer für mehr Hanfaktivismus

(pub. Juni 2003)
Publiziert am: 02.06.03 - Medienformen: Medienform Text


In circa 15 Städten Deutschlands fand wieder mal der Million Marihuana March, der Global Legalize Day und wie dieser traditionelle Hanftag noch so heißen mag, statt. Viele Demos und Kundgebungen mussten weniger Teilnehmer verzeichnen, selbst die Motivation der Organisatoren war dieses Jahr wesentlich geringer. Letztes Jahr waren es immerhin 5 bis 10 deutsche Städte mehr, die für Hanf in Aktion traten. Damit will ich nicht sagen, dass die Organisatoren Mist gebaut haben, ich will auch den Leuten, die dieses Jahr keinen Bock drauf hatten, nicht die Schuld geben oder so. Zugegeben, ich gehöre dazu (musste aber auch umziehen). Nein, ich stelle fest, dass ihr, ich, wir, sehr viele den Straßenkampf um das Recht auf Rausch aufgegeben haben - aus verständlichen Gründen. Es sind immer die gleichen Aktionen, die gleichen Forderungen und es passiert nichts. Die Politik reagiert nur gering und mit Versprechen, die von der einen zur anderen Minute wie Seifenblasen zerplatzen. Zugegeben meine geäußerte Kritik ist ein bisschen platt, aber die Entwicklung der nationalen Drogenpolitik ist wirklich zum Schreien, voller Widersprüche und veralteter Dogmen und das trotz einer „linken“ Regierung. Aber zurück zu unserer miesen Demolaune: Ich habe ja nicht nur festgestellt, dass weniger Leute sich daran beteiligt haben. Es gab super viele Städte, die geniale Aktionen vollbracht und sich richtig gut ins Zeug gelegt haben. Und während die Gesamtzahl der Teilnehmerstädte gesunken ist, kann man auch erkennen, dass dafür viele neue Städte dabei waren wie Rostock oder Potsdam. Ein fettes Lob an alle, die mitgemacht haben!
Vielleicht sollte man auf provokante Methoden zurück greifen, mit Greenpeace-Charakter, die Aufsehen erregen und eine neue Diskussion über die deutsche Cannabispolitik entfachen. Man könnte das Ganze zusätzlich ein bisschen anders aufziehen, der wirtschaftliche Nutzen von Cannabis sollte zum Beispiel mehr als Druckmittel genutzt werden, schaut euch die Schweizer Hanfbauern an. Da gibt es natürlich noch jede Menge anderer Aktivitätsmethoden.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. So abgedroschen dieser Spruch auch sein mag, Bert Brecht hat immer wieder Recht. Es bringt uns nichts, wenn wir weiter in unseren vier Wänden versteckt Cannabis konsumieren, für dieses Recht auf Rausch aber nichts tun. Zumal ich persönlich dazu auch nicht bereit bin. Durch die Gesellschaft und Politik muss endlich ein Ruck gehen, es muss sich etwas verändern. Doch das tut es nur, wenn wir alle aufstehen und für unser Recht kämpfen! Ja, es braucht Geduld und viel Durchhaltevermögen, man muss viel Frust wegstecken können. Doch ihr werdet sehen, man fährt glücklicher damit. Und am Ende schafft man es auch, etwas zu erreichen. Die Hanfparade im August in Berlin ist unsere nächste Chance!

Katrin Schmidberger

Der Global Legalize Day in Leipzig – ein kurzer Bericht zweier Hanfaktivisten

Der 03.05.03 ein ganz gewöhnlicher Samstag im Mai? Ganz und gar nicht. Wenn man es denn geschafft hat, seinen trägen Körper so gegen Mittag aus dem Bett zu befördern, hatte man die Chance ein fröhliches Leipziger Spektakel zu erleben. Angefangen hat alles damit, dass etwa 12 Uhr ein bunter Haufen aus LKW's und Leuten an der Feinkost eintraf. Die Aufregung der letzten Vorbereitungen lag in der Luft. Wird es auch das "young & green – legalize it team" rechtzeitig schaffen, alles in Gang zu kriegen? Scheint die Sonne oder wird es regnen? Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Fragen über Fragen, doch auf die Souveränität der Veranstalter konnte man sich verlassen. Und so zogen ungefähr 1500 schräge Vögel und schrille Köpfe mit 20 farbenfrohen Fahrzeugen, jeden Typs, 14 Uhr Richtung Hauptbahnhof los.
Hierfür nutzte die Karawane den für Demos allseits beliebten Innenstadtring. Nach einer 15 minütigen Verschnaufpause mit ordentlicher Beschallung des Bahnhofvorplatzes, ging es dann weiter zum 1,5 km entfernt liegendem Richard-Wagner-Hain. Wo die Party mit sattem DJ-Sound bis tief in die Nacht, in dafür vorgesehenen Tentfloors weiter rockte. Alles in allem ein gelungenes Event um auf Forderungen wie Frieden, Selbstbestimmung und eine andere Drogenpolitik aufmerksam zu machen. Aber eins ist sicher, dies wird nicht das letzte Mal gewesen sein, denn: "Tanzen allein reicht nicht aus.", um "Rhythmus und Veränderung" im Kleinen wie im Großen umzusetzen. Mit den Worten: "Alternative schaffen!!!", schließen wir unseren kleinen Bericht von der 3. GSO in Leipzig. Bevor wir es vergessen: Special thanx an die Sonne die scheint, alle tanzenden Hanfpflanzen und Spacekrokodile, Frau Künast für's Bio-Siegel auf Bierflaschen und den Truckdriver, denn der Weg ist das Ziel!



Ausführliche Berichte über die einzelnen Hanfaktivitäten in allen Städten Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Luxemburgs findet ihr auf cannabislegal.de
Autor: Sina S. & Nico K.

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