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Hört auf zu saufen!

Kaupa gegen Drogenkonsum aber für Alkohol
(pub. märz 03)
Publiziert am: 01.03.03 - Medienformen: Medienform Text


Was derzeit von der neuen Drogenpolitischen Sprecherin der CDU/CSU Fraktion, Gerlinde Kaupa, im Bundestag kommt, ist sehr komisch. Forderungen die sie gar nicht so meint, Wünsche die sie gar nicht mal will und Wissen, dass sie gar nicht mal hat. Alles sehr sehr komisch, aber das kennen wir ja von den Konservativen schon länger.

Aber nun alles mal langsam und von vorne. Die neue Drogenpolitikerin der Union Gerlinde Kaupa hat kürzlich eine Pressemitteilung veröffentlicht. Prinzipiell ist das ja auch in Ordnung, nur in dieser standen dann doch zu viele, eigentlich schizophrene Forderungen. Zu Beginn forderte sie, dass Drogenkonsum nicht legal werden darf. Ob man von einer Abgeordneten erwarten kann, dass sie sich mit Recht und Gesetz auskennt, ist eine Frage. Das sie keine dummen Forderungen stellen sollten eine andere. Der Konsum von Drogen war in Deutschland noch nie illegal und es bedürfte auch einer Grundgesetzänderung. Auf Nachfrage der Redaktion erhielten wir aber die Antwort, dass dies auf keinen Fall gewollt ist. „Das Recht auf Selbstbestimmung kann selbstverständlich nicht beschnitten werden, ...“ so Kaupa. Warum fordert sie es dann?

Natürlich hatte sie darauf eine Antwort. Denn man sollte „nicht vergessen, dass man mit ´legalen Drogenkonsum´ auch die Akzeptanz in der Gesellschaft, ein O.K. und ´gut´ zu Drogen verstehen kann.“ Das ist natürlich für alle, die eine drogenfreie Gesellschaft anstreben, ein sinnvoller Einwand. Warum sich aber Gerlinde Kaupa bei der Frage, ob man es Politikern verbieten sollte für Drogen zu werben, zum Beispiel durch Pressewirksame Bieranstiche, beantwortet sie mit einem Nein. Das bedeutet doch, dass Drogenkonsum böse ist, aber wenn mal die CSU ein paar Pluspunkte auf Volksfesten machen kann, ist das schon wieder ok. Ach ja, auch ein Ja zu einem Alkoholverbot oder wenigstens zu Alkoholwerbung konnte man von Frau Kaupa nicht bekommen. Die Verlogenheit im Bereich der Drogen geht also klar weiter, was bei Alkohol gut ist, das wäre der Untergang für Deutschland bei Cannabis. Alkohol ist ja auch schließlich gefährlich und kann körperlich abhängig machen. Logisch, oder?

Nein es ist nicht logisch. Frau Kaupa schwärmt von einer drogenfreien Gesellschaft. Nach Ihren Aussagen, muss dies „unsere Zielvorgabe sein“. Wenn sie das ernst meinen würde, dann sollte sie noch heute die CSU auffordern: Hört auf zu saufen.

Eine drogefreie Gesellschaft ist eine Utopie. Es wird sie niemals geben! Und ist sie wirklich erwünscht? Will Frau Kaupa wirklich auf den Kaffee in den Morgenstunden verzichten? Will sie wirklich gegen grünen und schwarzen Tee vorgehen? Wir wissen es nicht, vorstellbar ist es nicht wirklich. Eine drogenfreie Gesellschaft ist keine Zielvorstellung. Drogen können unser Leben bereichern und für angenehme Stunde sorgen. Eine gewisse Bewusstseinserweiterung könnte auch vielen Politikern nicht schaden. Es ist auch in Ordnung, wenn die CSU weiterhin ihren Alkohol schluckt. Sie sollten nur fair sein und andere kiffen lassen.

Wahrscheinlich ist auch, dass Festivals auf denen gekifft wird, für Frau Kaupa ein Dorn im Auge sind. Das Oktoberfest will sie aber weiterhin haben. Sind ja nur Besoffene dort. Ein bisschen mehr Ehrlichkeit würde uns erfreuen, ein bisschen mehr Logik, nun ja das würden wir uns wünschen. Die Drogenpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion scheint gerade nicht auf dem Weg der Besserung zu sein. Und so verbleibt uns nur noch ein letzter frommer Wunsch:
Frau Kaupa, viel Spaß in Ihrem Leben! Aber nicht vergessen, Finger weg von Alkohol, Nikotin, Zucker, Kaffee, Tee, ... . Na dann viel Spaß.
Autor: Werner Graf

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