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Modedroge Marihuana

(pub. maerz 03)
Publiziert am: 01.03.03 - Medienformen: Medienform Text


Es war ein mal lange vor 1968 und den haschenden Hippies, lange vor „Wir Kiffen“-Songs, zu einer Zeit als das Wort „Mode“ erst richtige Bedeutung bekam.

Als das 19. Jahrhundert begann, rauchten die Menschen in Europa Hanf noch als Ersatz für Tabak. Denn Tabak war teuer und nur einem exklusiven Konsumentenkreis vorbehalten. Das Volk musste sich mit „Kraut“ (überwiegend Hanf) oder einer Hanf/Tabakmischung genannt „Orient“ oder „starker Tobak“ zufrieden geben. Beliebte Marken waren „Khedive“ (5 % Hanfanteil), „Nil“ (8 %), „Arabische Nächte“ (9 %) und „Harem“ (9 %).
Die Begeisterung für den geheimnisvollen Orient und Geschichten von 1000 und einer Nacht breitete sich auf dem europäischen Kontinent aus und erfasste nicht nur das gemeine Volk, sondern bald auch die Salons und feinen Gesellschaften. Die Geheimnisse Arabischer Nächte faszinierte nicht nur Raucher. Die Neugier auf den fremden, betörenden Orient war geweckt. Die Orientalische Welle erfasste alle. Das neue Lebensgefühl zeigte sich in Modetrends, Reisezielen und der Innendekoration der Wohnräume.
Bald war es angesagt, bzw. empfahl es der Zeitgeist, in entspannter Atmosphäre umgeben von exotischen Pflanzen, orientalischen Kissen und Tüchern sich dem Genuss von Haschisch aus der Wasserpfeife (genannt "Huka") hinzugeben.
Wer konnte, reiste um die Welt. Die meisten träumten nur davon – Viele wollten den Geruch von „Harem“ oder „Orient“ in der Nase spüren.
1840 veröffentlichte der Arzt Louis Aubert-Roche im Anschluss an ausgedehnte Reisen durch Nordafrika ein Buch über die Bedeutung des Haschisch bei der Behandlung von Pest und Typhus. In Europa wurde Cannabis eher als Hausmittelchen genutzt z.B. bei Harnleiden, Erkältungen, Entzündungen, Augenleiden, Husten, Brandwunden und vielem mehr. Bei Schnupfen ging man in die Apotheke (genug Geld sei vorausgesetzt) und kaufte sich etwas Cannabis- ganz legal, ganz normal, auf Anraten des Arztes.

Und da zwar teilweise das Wissen in Vergessenheit geriet, aber nicht die Pflanze, wird sie auch heute noch von Menschen genossen. Mode hin oder her, der bewusste Umgang zählt.

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