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Hanfhistorie
Letzte Folge/22: 1990–2004 - Willkommen in der Gegenwart
(Pub. Maerz 2004)
Publiziert am: 09.03.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal maerz04 artikel Hanfhistorie 1990–2004 Willkommen in der Gegenwart

Es war einmal vor langer, langer Zeit, genau vor 21 Ausgaben des Hanf Journals . . . da starteten wir diese Reise durch die Zeit.

Allen Versuchen zu verdrehen und zu verdummen zum Trotz gehört Hanf zu den ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen. Durch 10.000 Jahre Hanf-Geschichte führte unsere Reise, nun nähert sie sich der Gegenwart.

Anfang der 90er erweckt der Techno die Menschen und reißt sie mit in die Ekstase, erst als Subkultur, später bis zur Massen-Love Parade. Vorbei die nach innengerichtete Selbsthilfe-Gruppen-Ruhe und Betroffenheit der 80er. Die Lust am Leben packt die Massen. Ecstasy, welcher Name könnte passender für den Wirkstoff MDMA gewählt werden. Die chemische Modedroge wird zum Massenhype. Selbst Schlagersänger Gotthilf Fischer berichtet nach einem Erlebnis auf der Love Parade von Engels-Chören und extremer Lebensfreude. Viele befremdet die kommerzielle Art des Techno, als Hedonismus pur und unpolitische Spaßjugend verschrieen. Der Drogenmischkonsum erlebt neue Höhenflüge und die extatische Stimmung der Love Parade wird von Bier und Menschenmassen weggespült.

In der Dämmerung dieses offeneren Klimas schreibt am 9.März 1994 das Bundesverfassungsgericht Rechtsgeschichte: mit dem Urteil zur straffreien „geringen Menge“. Erstmals wird der Besitz von Cannabis in geringen Mengen theoretisch straffrei gestellt. Ein Tag des Jubels für alle Kiffer – ließe die praktische Umsetzung nicht auch heute, zehn Jahre später, noch auf sich warten. Doch die Gesellschaft befindet sich auf den Weg zum Umbruch. Head Shops schießen wie Pilze aus dem Boden. Der „BtM Kurier“ wird zwar 1995 per Polizei eingestellt, dafür bringen die Magazine „grow“ und „Hanf“, auch kleinere wie „Mushroom“, die Informationen in die Szene. 1997 startet in Berlin die Hanfparade. Für Verstecken und Ducken läuten die Totenglocken. Für das Recht auf Rausch zu demonstrieren, war neu, aber längst überfällig. Auf diesen Startschuss schien die kiffende Jugend nur gewartet zu haben, Zehntausende strömten in die neue Hauptstadt. Viele nahmen die Idee mit nach Hause.

In Bayern startet 1998 der 1. Hanftag in einem 10.000 Seelenkaff im bayrischen Wald. Hanftage und -demos ziehen in Ost und West durchs Land. Das Hanf-Museum Berlin öffnet seine Pforten. 2000 wird der Millenium Marihuana March, in den folgenden Jahren Million Marihuana March, in über 100 Städten am gleichen Tag begangen. Von Adelaide bis Zagreb demonstrieren Menschen für die Freigabe von Hanf, darunter sogar Prinz Charles. Die seit 2000 bestehende Möglichkeit, Drogenkonsumräume für Heroin-KonsumentInnen einzurichten, nutzen fünf Bundesländer. Mit den Songs „Wir kiffen“ und „Gebt das Hanf frei“ führt Steffan Raab dem breitem Fernsehpublikum die Thematik nahe. Zur besten Sendezeit werden Hanf-Nudeln überreicht und „Legalize it!“-Forderungen ausgestrahlt. Am 15. Oktober 2002 erscheint die erste Ausgabe des Hanf Journals. Der kostenfreie Zugang zu Hanf-Informationen wird dabei für 100.000 Menschen möglich. Die gesellschaftliche Aufbruchstimmung trifft aber auf eine stagnierende Drogenpolitik. Aus „Wir versprechen grüne Landschaften“ wurde bisher nichts und die Tatenlosigkeit von Rot-Grün frustiert.

Bleibt der Ausblick aufs neue Jahrtausend. Die 100-jährige Prohibition von Anslinger steht bevor. Die Frage ist: Gewinnt die Repression oder die Freiheit, werden wir es schaffen die Prohibition vorher noch zum Fall zu bringen?!


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