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Arme Kiffer

Es war ein mal vor langer langer Zeit ...
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai03 artikel

da war Hasch auch eher was für Menschen mit wenig Geld. Aber fahren wir fort in der Reise zur Gegenwart.
Vor etwas mehr als hundert Jahren brachten indische Einwanderer Cannabis nach Mexico. Die Bauern dort gaben ihm den Namen Marijuana und rösteten es nach der indischen Methode um die Fasern für die weitere Bearbeitung zu Hüten, Taschen und Teppichen vorzubereiten. Bis in den Süden der Vereinigten Staaten von Amerika gelangte so von Mexico aus die Jahrtausende alte Pflanze.
Die Ärmsten der Südstaatenbevölkerung, die Schwarzen auf den Baumwollplantagen, entdeckten die Pflanze, aus der schon die Sklavenkleidung ihrer Vorfahren gefertigt war, und konsmierten sie um ihre durch die Wirtschaftskrise noch verschlechterten Lebensbedingungen besser ertragen zu können. Swing und Dixiland brachten die Elendsviertel der schwarzen Bevölkerung in Bewegung und das Marijuanafieber brach aus: Musikclubs eröffneten, in denen sich die Schwarzen trafen und Marijuana rauchten während im Hintergrund Songs über die Kultdroge liefen.
1910 wurden in Indien plötzlich gesetzliche Maßnahmen gegen den Hanfanbau, Konsum und Handel durch die englische Kolonialmacht erlassen, die zuvor noch gut an dem Geschäft mit dem Hanf verdient hatte. Schon ein Jahr darauf wurde auch in den Staaten der Swingclubs - New Orleans, Louisiana, Mississippi und einigen anreihner Staaten – dem Marijuanaboom und dem Aufmüpfen ein gesetzliches Ende gesetzt. In Europa wurde Hanf mit dem Aufkommen von Tabak vom Rauchmittelmarkt verdrängt. Nur wer sich den kostspieligeren Tabak nicht leisten konnte, griff noch auf Hanf zurück. Das Arme-Leute-Kraut wurde in Europa bis 1925 hauptsächlich als Tabakmischungen verkauft mit einem Hanfanteil von 5-9%. Dann setzte die Repression auch hier ein, aber davon nächstes mal mehr.

Und da es zwar heute noch heißt "Reiche koksen, Arme kiffen", aber weder das eine noch das andere legal ist, liegt es an Euch für euren Reichtum zu kämpfen. Für den Reichtum der Freiheit. Denn Geld hin oder her, Glück kann keiner kaufen und wirklicher Reichtum ist höchstens an den Augen abzulesen.
Autor: Werner Graf

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