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Den Frühling begrüßen!

Ekstase mit Maibaum und Maibowle
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai03 artikel Ekstase mit Maibaum und Maibowle

Der Mai hat begonnen, die Blätter sind mildgrün, die Lebensfreude wird neu entfacht. Zur Feier dieses Anblicks sind die Blüten des Waldmeisters hervorgekommen: Weiß stehen sie überall an schattigen Plätzen. Sie suchen sich die Menschen, die mit ihnen den Frühling im Jahreslauf feiern wollen. Wenn sie welken, zieht ihr betörender Duft durch den Wald. Dann ist es Zeit die Blätter zu pflücken und die MAIBOWLE anzusetzen!

Dieser Trank ist das begeisternde Element in den Frühlingsritualen der naturverbundenen Menschen in Mitteleuropa bis ins letzte Jahrhundert hinein gewesen. Die "Pflanzenwesen" nehmen vom Menschen Besitz und tanzen ihn um den Maibaum herum. Die Naturgeister sind ausgelassen und geradezu ekstatisch, denn die wieder erstarkte Sonne schiebt die Pflanzenwelt in ihrer Entwicklung voran zum Höhepunkt. Die Pflanzengötter und der Sonnengott feiern ihre Vermählung.
Der "Meister des Waldes" ist ein unscheinbar erscheinender Bote dieser Entwicklung, sein Name gibt jedoch einiges von der ihm zugemessenen Potenz preis. Die Wirkung eines Auszugs der Blätter wird als euphorisierend, aphrodisierend und deutlich wahrnehmungsverändernd beschrieben. Ekstatische Tänze wie auch innige Vereinigungen mit anderen Menschen- und Pflanzenwesen, das Gefühl des All-EinsSeins und das Verstehen des Laufes und Ausdrucks der Natur werden berichtet.

Besonders gut ist der Kontakt mit den "Pflanzendevas", wenn die Pflanze an ihrem Standort im Wald aufgesucht, gepflückt und nach einer kurzen Zeit des Welkens mit weißem Wein oder Sekt übergossen wird. Nach wenigen Stunden kann dieses Getränk genossen werden. Das Welken ist wichtig, da die frischen Blätter nur wenige der berauschenden Inhaltsstoffe enthalten. Aus dem getrockneten Kraut lässt sich auf die gleiche Weise ein inspirierendes Getränk herstellen, man kann es aber auch im Verhältnis 1:10 mit ca. 40 %igem Alkohol ansetzen (ca. 50 g mit einem halben Liter Alkohol einen Tag ziehen lassen)

Da der Geist des Waldmeisters ein weltumspannender zu sein scheint, hat er in aller Welt verwandte Pflanzengeister. In Westafrika werden das ganze Jahr hindurch mit einer Pflanze namens mondia whitei "der süße Duft der Erde" ekstatische Hochzeitsrituale gefeiert. Dort gedeiht der Pflanzengeist das ganze Jahr, da keine Jahreszeiten wie hierzulande existieren, als Wurzel. Der Geruch der Wurzel ist derselbe betörende Geruch wie bei Waldmeister. Die Wirkung ist intensiver, dafür ist die Nachwirkung auch ungleich stärker als bei Waldmeister: ein "leicht bedröhnter Zustand, Kopfschmerzen und Taubheit der Glieder" am Tag nach dem Genuss.

Zur Herstellung eines Mondia-Elixiers werden etwa 100 g der Wurzel mit 0,35 Litern Alkohol, 30–40 % vol., übergossen. Die Extraktion kann bis zu sieben Mal mit denselben Pflanzenteilen durchgeführt werden, wobei die Extraktionszeit mit jedem Aufguss verlängert wird. Der erste Ansatz wird nur einige Stunden stehen gelassen, der letzte kann mehrere Tage ziehen. So erhält man aus 100 g Wurzel bis zu 2,5 Liter “Bitters“-Ansatz. Zur Verfeinerung können der Mondia- Wurzel noch Gewürze wie Ingwer, Tigernuss oder Kardamom zugesetzt werden.

Ob mit Waldmeister im Mai oder mit Mondia das ganze Jahr: Es lässt sich vortrefflich feiern!

Autor: Konrad

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