Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

news
Druckversion

3.700.000.000 Euro

(Pub. Novemver 2003)
Publiziert am: 02.11.03 - Medienformen: Medienform Text


3.700.000.000 Euro verschenkt Deutschland im Jahr „Selbst bei sehr vorsichtigen Schätzungen kann man davon ausgehen, dass bei einer Cannabis-Legalisierung mindestens 984 Mio. Euro direkt in die Staatskassen fließen. Ein Vielfaches davon scheint wahrscheinlich.“
(Deutscher Hanfverband: Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabislegalisierung)

Warum nur? Warum? Warum lässt sich unsere Regierung solche Unsummen entgehen? Darauf weiß leider noch nicht einmal der Deutsche Hanf Verband eine Antwort. Aber mit welchen Summen man da rechnen könnte, das beschreibt er ziemlich genau. Und nicht nur wir dürfen davon lesen, zahlreiche Politiker haben das Papier auch schon zur Kenntnis genommen.

„Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabis-Legalisierung“ ist der Name dieses Papiers und seine Mission ist es, auch die letzten Kritiker, die einer Freigabe - zumindest in Berlin - jetzt noch im Wege stehen, aus dem Weg zu räumen. Und sein Inhalt ist tatsächlich spektakulär. Etwa 1 Mrd. Euro würden an zusätzlichen Einnahmen bei „sehr vorsichtigen Schätzungen“ in die Staatskassen fließen.

Nur zum Vergleich: Mit dieser Summe, die wie gesagt noch die geringste Schätzung ist, könnte man jede 80ste Rente bezahlen, oder ein Zehntel des Bildungsetats bestreiten. Und nur so zum Spaß nebenher: Der Einkommensknüller LKW-Maut wurde mit 990 Mio. Euro Ertrag eingeplant.

Und das war jetzt tatsächlich nur die kleinste denkbare Zahl. Der DHV zitiert nämlich auch eine Studie des britischen Unterhauses, welche die durch das Verbot entgangenen Einnahmen auf 1,2 Mrd. Euro schätzt. Hoch gerechnet auf die größere Einwohnerzahl Deutschlands ergäbe das volle 1,7 Mrd. Euro. Eine Studie der belgischen Finanzverwaltung schätzt die entgangenen Einnahmen noch höher. In Belgien würden sie 360 Millionen Euro betragen. Im achtmal größeren Deutschland demnach ganze 2,8 Mrd. Euro!

Nur zum Vergleich: Mit diesen Einnahmen könnten Deutschlands Ausgaben für das Gesundheitswesen, die Sportförderung, Umwelt und Naturschutz und Reaktorsicherheit/Strahlenschutz bestritten werden, und es bliebe immer noch ein nettes Taschengeld von 600 Mio. Euro, mit dem man armen Kiffern unter die Arme greifen könnte.

2,8 Mrd. also lässt sich unsere Regierung möglicherweise an Steuereinnahmen entgehen. Das ist aber noch längst nicht alles. Denn im Zuge der Legalisierung entstehen natürlich auch Entlastungen für unseren Staatsapparat. Die liegen nach den vorsichtigsten Schätzungen des Hanf Verbandes bei 500 Mio. Euro. Überträgt man dagegen die Ergebnisse einer Studie des britischen Unterhauses auf Deutschland kommt man auf 2 Mrd. Euro Repressionskosten für Cannabis.

Das ergibt insgesamt also mindestens 984 Mio. Euro und bei positiven Schätzungen ein Vielfaches davon. Die Ableitungen der Studien des britischen Unterhauses kommen sogar auf 3,7 Mrd. Euro Einsparungen und Einnahmen. Jede 22. Rente könnte von Kiffern finanziert werden! Und dabei sind die Steuereinnahmen aus Produktion, Groß- und Einzelhandel noch nicht einmal inbegriffen.


Gerade die Berliner Politiker, die ja nun so kurz vor der Möglichkeit einer legalen Cannabis-Abgabe stehen, dürften diese Beispiele sehr interessieren. Und da das so ist, hat der DHV das Ganze auch gleich noch mal am Beispiel Berlins durchgerechnet. 40,34 Mio. Euro dürften die Senatskassen mindestens erwarten. „Ein Vielfaches davon scheint wahrscheinlich.“

Wer sich so viel Geld durch die Lappen gehen lässt, braucht gute Gründe.
Ich kenne sie nicht.

Autor: Martin Schwarzbeck

Mehr zum Thema:

Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-