Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

news
Druckversion

Die unendliche Geschichte

oder Schily und die Coffee Shops
(Pub. November 2003)
Publiziert am: 02.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Otto Schily, Verteidiger ehemaliger RAF-Terroristen und noch Bundesinnenminister, hat sich nun indirekt gegen die Trennung der Märkte von harten und weichen Drogen ausgesprochen. In einem Gespräch mit seinem niederländischen Amtskollegen Donner forderte er die Schließung der Coffee Shops, da diese vermehrten Drogenschmuggel nach Deutschland zur Folge hätte. Dies lehnte Donner ab, stellte jedoch Passkontrollen oder Mitgliedsausweise in Coffee Shops in Aussicht.
Laut Angaben aus den Gemeinden, gerade die aus den Grenzgebieten, hätte dies verheerende Folgen. Das Gras würde einfach wieder auf der Straße verkauft werden. Doch das ist nicht genug, dort würden die Verkäufer auch sicher wieder harte Drogen mitverkaufen. In Coffee Shops gibt es diese Überschneidung nicht, denn jedem Laden droht die Schließung, falls harte Drogen gefunden werden. Gerade die Trennung der „harten“ und „weichen“ Drogenmärkte ist ein erklärtes Ziel der holländischen Regierung.
Nach den Aussagen von Otto Schily ist davon auszugehen, dass der Bundesinnenminister diese Trennung nicht verfolgt. Ihm scheint es lieber zu sein, dass ein Dealer alle Drogen auf einmal anbietet. Er findet es sonach anscheinend gut, dass Dealer Kiffern immer auch noch andere Drogen andrehen und animieren sie zu nehmen. Auch die Tatsache, dass gerade die Niederländer die wenigsten Kiffer unter 14 Jahren haben, muss Otto Schily wohl stören, oder warum ist er sonst so gegen die niederländische Drogenpolitik?

Die drogenpolitische Sprecherin der Grünen, Biggi Bender, scheint das ganze Thema von der anderen Seite anzugehen. „Es wäre besser, der deutsche Innenminister würde sich Gedanken darüber machen, wie das niederländische Coffee Shop-Modell auf die Bundesrepublik Deutschland übertragen werden kann, als zu versuchen, fortschrittlichere Länder zu Rückschritten zu bewegen.“

Uns bleibt zuletzt wohl nur noch ein Appell:
„Wir appellieren an die Öffentlichkeit, das Thema Drogenpolitik sachbezogen und emotionsfrei zu diskutieren und sich nicht von einer verleumderischen Polemik der Bundesregierung irreführen [Anm.d.Red.: damals CDU] zu lassen.“ (Otto Schilly 1994, als die SPD Cannabis in Coffee Shops abgeben wollte.)


Autor: Werner Graf

Mehr zum Thema:

Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-