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Zeigt Euch! - 100.000 für die Legalisierung

Wie kann man es schaffen, Cannabis zu legalisieren? Der Jugendrichter Werner Sack glaubt, mit der Kampagne „Zeig Dich – 100.000“ eine Lösung gefunden zu haben.
Publiziert am: 05.11.02 - Medienformen: Medienform Text


Der Jugendrichter Sack aus Frankfurt am Main hatte 2000 eine sehr ungewöhnliche, aber raffinierte Idee: Statt auf eine Wende in der Drogenpolitik durch die Politik zu setzen, sollen die Behörden zum Handeln gezwungen werden. Dabei sollen Menschen dazu bewegt werden, offen zu ihrem Cannabiskonsum zu stehen und sich selbst zu bezichtigen. Ihr denkt euch sicher: Ja klar, wer ist so bescheuert und macht das? Das Geschickte an der Idee ist aber, dass diese Selbstbezichtigungen von einer Anwältin gesammelt und erst wenn die magische Zahl von 100.000 erreicht wird, auch an das Justizministerium übergeben werden sollen. Laut Werner Sack würde dies den Behördenapparat überfordern, so dass diese Personen gar nicht verurteilt werden können. Es würde außerdem bei 100.000 Selbstbezichtigungen einer politischen Entscheidung bedürfen, da diese Masse nicht mehr als Einzelfall von der Polizei bearbeitet werden könnte.
Das Hanfmagazin grow! fand die Idee des Richters so gut, dass es die Kampagne mitorganisiert und sogar eine Anwältin zur Verfügung gestellt hat.

Dabei muss man auch berücksichtigen, dass sich die Unterstützer nicht selbst anzeigen, sondern sich lediglich dazu offen bekennen, dass sie Cannabis konsumieren bzw. konsumiert haben. Damit liegt noch keine Straftat vor, denn der Konsum an sich ist nicht strafbar. Lediglich der Besitz von Cannabis ist illegal und somit strafrechtlich verfolgbar, was mit der Selbstbezichtigung nicht zugegeben wird. Indirekt kann man natürlich daraus folgern, dass die betreffenden Personen auch Cannabis besitzen bzw. besaßen.

Mittlerweile wurden über 12.000 Bezichtigungen gesammelt. Viele Prominente wie Hans Söllner und Götz Wiedmann (ehemals Joint Venture) gehören zum Unterstützerkreis dieser Aktion.
Leider fehlen noch viele Selbstbezichtigungen. Deshalb ist es wichtig, dass sich jeder, egal ob ehemaliger Konsument oder Dauerkiffer an der Aktion beteiligt. Die Anwältin Rittig bewahrt die Selbstanzeigen auf und garantiert, dass die Daten vernichtet werden, wenn die Aktion zu wenig Unterstützer findet.

Wenn ihr also zu eurem Cannabiskonsum steht und bei der Kampagne mitmachen wollt, solltet ihr den Musterbrief verwenden und ihn an die Rechtsanwältin Rüttig schicken.

Rechstanwältin Rüttig
Stichwort – „Zeig Dich“
Kurt-Schumacher-Straße 43
60313 Frankfurt am Main

Autor: Katrin Schmidberger

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